Grenache: Rotwein, Rosé und Cuvées zwischen Rhône, Languedoc und Rioja
Grenache ist eine rote Rebsorte, die für reife Frucht, weiche Textur und wenig Tannin steht. Vinoscout führt über 150 Weine aus Frankreich, Spanien, Australien, Südafrika, Italien und den Vereinigten Staaten. Den Schwerpunkt bilden Rotweine und Rosés aus dem Languedoc-Roussillon, von der Rhône, aus der Provence und aus der Rioja.
Stil & Geschmack
Grenache Noir schmeckt nach reifen roten Beeren, Kirsche und Erdbeere, oft mit einem Hauch Gewürz. Der Körper ist mittelkräftig bis voll, die Tannine sind weich und die Säure ist moderat. Der Alkohol liegt im Sortiment zwischen 11,5 und 15,5 % vol, die warmen Herkünfte stehen am oberen Ende dieser Spanne.
Der Stil hängt stark von Herkunft und Ausbau ab. Aus dem Stahltank kommt ein fruchtbetonter, saftiger Grenache. Barrique und größere Holzfässer geben Würze, Vanille und mehr Struktur. Als Rosé aus der Provence zeigt die Sorte eine zarte, frische Seite mit Beerenfrucht.
Die meisten Weine sind trocken ausgebaut. Im Sortiment gibt es aber auch halbtrockene, süße und edelsüße Varianten sowie Schaumweine im Stil Brut. Auf dem Etikett begegnet dir die Sorte als Grenache, Grenache Noir, Garnacha oder Grenacha Noir. Gemeint ist immer dieselbe Rebsorte.
Welcher Grenache passt zu wem
Einstieg (unter 15 €): Diese Stufe passt zu dir, wenn du einen unkomplizierten, fruchtigen Rotwein für jeden Tag suchst. Rund ein Drittel des Sortiments liegt hier. Die Weine tragen meist die Bezeichnungen IGP, AOC oder DO und kommen aus dem Languedoc-Roussillon, den Côtes du Rhône, der Provence und der Rioja. Die meisten reifen im Stahltank, einige auch im Holz. Zu den Erzeugern zählen Perrin et Fils, Domaine Lafage, Gérard Bertrand und Vignerons de la Méditerranée.
Mitte (15–30 €): Diese Stufe richtet sich an alle, die mehr Herkunft und Ausdruck wollen. Auch hier liegt rund ein Drittel des Sortiments. Die Bezeichnungen sind AOC, IGP und DOCa. Holzausbau und Barrique spielen eine größere Rolle, die Weine wirken dichter und würziger. Typische Erzeuger sind Gérard Bertrand, Domaine Lafage, Perrin et Fils und Casa Rojo.
Spitze (ab 30 €): Diese Stufe ist für besondere Anlässe und für alle gedacht, die Grenache mit Tiefe und Struktur schätzen. Rund ein Drittel des Sortiments gehört dazu. Die Weine kommen aus AOC, IGP und DOCa und reifen häufig in Holz oder Barrique. Das Spektrum reicht vom Languedoc über die Côtes du Rhône und die Provence bis in die Rioja. Zu den Erzeugern zählen Gérard Bertrand, Vignobles Brunier, Domaine d'Aussières und Château Roubine.
Herkunft & Unterkategorien
Frankreich prägt das Sortiment am stärksten. Dort wächst Grenache vor allem im Süden, im Languedoc, an der Rhône und in den Côtes du Rhône. Die Weine sind warm, fruchtig und würzig. Aus der Provence kommen vor allem Rosés. Einen Überblick über alle Weine des Landes findest du unter Frankreich.
Aus Spanien stammt die Sorte als Garnacha. Besonders die Rioja trägt hier die Bezeichnung DOCa, daneben gibt es Weine aus Katalonien. Spanische Garnacha wirkt oft etwas kräftiger und holzwürziger.
Außerhalb Europas liefern Australien (South Australia) und Südafrika Grenache in sonnenreichem Stil. Italien und die Vereinigten Staaten ergänzen die Auswahl. Etwa 7 % des Sortiments stammen aus Bio-Anbau.
Passt zu
Grenache passt zu Lamm, Wild und Geschmortem. Die weichen Tannine und die reife Frucht ergänzen kräftige, würzige Fleischgerichte gut. Auch zu Gegrilltem ist der Rotwein eine verlässliche Wahl.
Leichtere Weine und Rosés passen zu Tapas, Salat und Meeresfrüchten. Ein gut gekühlter Rosé eignet sich zudem als Aperitif. Für den geselligen Abend mit mehreren Gängen lässt sich der Stil nach Herkunft und Ausbau gezielt wählen.