Rotwein: über 2200 Flaschen aus den großen Anbaugebieten der Welt
Diese Auswahl versammelt über 2200 Rotweine aus Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Südafrika und den USA. Die Bandbreite reicht von unkomplizierten Alltagsweinen aus Apulien oder der Pfalz bis zu Lagenweinen aus Burgund, Bordeaux und dem Piemont. Prägend sind Regionen wie Rioja, Toskana und Languedoc-Roussillon sowie Erzeuger wie Joseph Drouhin, Louis Jadot und Domaine Chanson.
Stil & Geschmack
Die meisten Weine in dieser Auswahl sind trocken ausgebaut, daneben finden sich halbtrockene, feinherbe und auch edelsüße sowie liebliche Stile. Der Ausbau reicht von Stahltank für frische, fruchtbetonte Weine bis zu Barrique und Holzfass für Weine mit mehr Struktur und Röstaromen. Bezeichnungen wie DOC, DOCG, AOC und Qualitätswein geben erste Hinweise auf Herkunft und Regelwerk, sagen aber noch nichts über den konkreten Stil aus – der hängt stärker von Rebsorte und Erzeuger ab.
Ein Cabernet Sauvignon aus Bordeaux zeigt typischerweise dunkle Beerenfrucht, feine Tannine und Zedernholz-Noten, während ein Spätburgunder aus der Pfalz heller und fruchtbetonter wirkt, mit Kirsche und einer leichten Würze. Merlot-geprägte Weine sind meist weicher in der Textur, mit reifer Pflaume und rundem Antrunk. Der Alkoholgehalt liegt in der Spanne zwischen 0,5 und 19,5 % vol, was die Bandbreite von alkoholreduzierten bis zu kraftvollen, klassischen Rotweinen zeigt.
Welcher Rotwein passt zu wem
Einstieg (unter 20 €): Diese Stufe macht rund ein Drittel des Sortiments aus und eignet sich für den unkomplizierten Alltag. Geprägt wird sie von Apulien, der Pfalz, Rioja und Languedoc-Roussillon, mit Bezeichnungen wie DOC, IGT und Qualitätswein. Erzeuger wie Torrevento, Montes, Feudi di San Marzano und Cantina Tollo stehen für zugängliche, fruchtbetonte Weine aus Stahltank oder leichtem Holzausbau.
Mitte (20–50 €): Ebenfalls rund ein Drittel des Sortiments, gedacht für ein Essen mit Gästen oder den etwas besseren Abend. Bordeaux, Toskana, Piemont und die Pfalz prägen diese Stufe, mit AOC- und DOC-Weinen, die durch Barrique-Ausbau mehr Tiefe bekommen. Erzeuger wie Domaine Chanson, Louis Jadot, Tenuta Ulisse und Joseph Drouhin stehen hier für erkennbaren Regionalstil.
Spitze (ab 50 €): Das letzte Drittel richtet sich an alle, die einen Wein zum Verschenken oder für einen besonderen Anlass suchen. Burgund, Bordeaux, Toskana und Piemont liefern hier DOCG- und AOC-Weine mit Lagen- oder Reserve-Charakter. Namen wie Joseph Drouhin, Louis Jadot, Domaine Chanson und Penfolds stehen für Weine mit Konzentration und Lagerpotenzial.
Herkunft & Unterkategorien
Die Auswahl stammt vorwiegend aus Italien und Frankreich, ergänzt durch Deutschland, Spanien und die Vereinigten Staaten. Innerhalb Frankreichs zählen die Bordeaux und Burgund zu den prägenden Regionen, innerhalb Italiens die Toskana und das Piemont.
Wer gezielt nach Rebsorte sucht, findet eigene Kategorien für Cabernet Sauvignon, Spätburgunder und Merlot – drei der Sorten, die diese Auswahl am stärksten prägen. Etwa 8 % der gelisteten Weine sind biologisch zertifiziert, verteilt über mehrere der genannten Regionen.
Passt zu
Kräftige Rotweine aus Bordeaux, Toskana und Piemont passen zu Lamm, Wild und Geschmortem. Fruchtbetonte Weine aus Rioja oder Apulien begleiten Gegrilltes, Steak und Pasta unkompliziert. Zu Kalb und Rind eignen sich mittelkräftige Stile aus Burgund oder der Pfalz, die genug Struktur mitbringen, ohne die Speise zu überdecken.