Rioja · Spanien
Marqués de Murrieta
Weiterlesen Weniger lesen
Marqués de Murrieta verkörpert den klassischen Rioja-Zauber mit Eleganz und zeitloser Klasse. Aus dem Herzen Spaniens kommen Weine, die Tradition und Reife ausstrahlen – wie ein Spaziergang durch sonnige Weinberge, die Geschichten erzählen.
Im Glas begeistern sie mit komplexer Frucht, feinen Vanillenoten und samtiger Struktur. Typisch Rioja: reif, ausgewogen und voller Tiefe, die sich langsam entfaltet. Hier findest du Weine, die jeden Moment besonders machen.
Perfekt für Genießer, die spanische Klassiker mit Charakter und Wärme schätzen. Ein Name, der für Qualität und Genuss steht.

Filter
9 Produkte
Über Marqués de Murrieta
Wie ein Peruaner den Rioja erfand
Die Geschichte von Marqués de Murrieta ist gleichzeitig die Geburtsgeschichte des modernen Rioja. Don Luciano de Murrieta, in Arequipa (Peru) geboren und in Bordeaux ausgebildet, kelterte 1852 den ersten großen Rioja-Wein überhaupt — entrappt, in Eichenfässern vergoren und mit dem Ziel ausgebaut, lange zu reifen. Sein Ehrgeiz ging weiter: Noch im selben Jahr verschiffte er seinen legendären ersten Jahrgang nach Mexiko und Kuba und machte damit Rioja zum ersten spanischen Weingebiet, das feine Weine international exportierte. König Amadeo I. verlieh ihm später den Adelstitel, mit dessen Mitteln er 1872 die Finca Ygay bei Logroño erwerben konnte — jenes Gut, auf dem die Bodega bis heute ihren Sitz hat.
1983 erwarb Vicente Cebrián, Graf von Creixell, das damals vernachlässigte Weingut. Sein Sohn Vicente Dalmau Cebrián-Sagarriga leitet es seit 1996 und hat es grundlegend erneuert: von der aufwändigen Restaurierung des historischen Castillo Ygay bis zum Bau moderner Produktionsanlagen, die 2017 fertiggestellt wurden. Die Cebrián-Familie besitzt zudem Pazo Barrantes in den Rías Baixas — ein Erbe, das seit 1511 im Familienbesitz ist.
Ein Gut, alle Weine, strikte Herkunftstreue
Das Prinzip von Marqués de Murrieta ist radikal konsequent: Sämtliche Weine stammen ausschließlich aus der Finca Ygay, einem 300-Hektar-Einzelgut im südlichen Rioja Alta, wenige Kilometer von Logroño entfernt. Die kalkreichen Tonböden liegen auf drei Terrassen zwischen 320 und 485 Metern Höhe. Diese Höhenstaffelung gibt jedem Einzellagen-Wein einen anderen Charakter — kühler, straffer oben, fülliger und reifer in den tieferen Lagen.
Winemaker María Vargas, seit ihrem Studienabschluss im Haus, verantwortet die Kellerarbeit gemeinsam mit Vicente Dalmau. Ihr Leitmotiv: Säure bewahren, phenolisches Gleichgewicht halten, damit die Weine langsam und ohne Brüche reifen. Die traditionellen Rebsorten der Region — Tempranillo, Graciano, Mazuelo und die weiße Viura — werden bewusst gepflegt, darunter Bestände, die in Rioja zunehmend selten werden. Niedrige Erträge und konsequente Handlese im gesamten Gut sind die Grundlage der Qualität. Die Philosophie folgt keiner modischen Abkürzung: Wer hier eine Rebe pflanzt, rechnet in Jahrzehnten.
Klassische Struktur, klar definierte Einzellagen
Das Sortiment spannt einen weiten Bogen, teilt aber eine gemeinsame DNA: Tiefe, Balance und die Fähigkeit zur Entwicklung im Glas. Die Reserva — mengenmäßig das Herzstück — verbindet Tempranillo mit Graciano, Mazuelo und Garnacha und zeigt den Charakter jedes Jahrgangs auf der Finca Ygay. Der Castillo Ygay Gran Reserva Especial, nur in ausgewählten Jahrgängen gefüllt, reift mindestens 36 Monate in amerikanischer Eiche und gilt als eine der komplexesten und langlebigsten Cuvées Spaniens. Dalmau, der moderne Gegenpol, stammt aus dem 9-Hektar-Einzelberg Canajas (465 m, Eisenlehmböden, 1950 bepflanzt) und besteht aus Tempranillo, Graciano und einem Anteil Cabernet Sauvignon, ausgebaut in französischen Barriques.
Die weiße Capellanía kommt aus einem 6-Hektar-Parzelle auf 485 Metern, bestockt mit Viura-Reben aus dem Jahr 1945, und reift rund 15 Monate in französischer Eiche — präzise, gastronomisch, weit entfernt vom Standard-Rioja-Blanco. Mehr als 60 Prozent der Produktion gehen in den Export, in über 75 Länder. Ein Weingut, das 1852 damit begann, Rioja in die Welt zu tragen, und damit bis heute nicht aufgehört hat.














