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Über Gérard Bertrand
Vom Familienweingut zum größten Biodynamik-Produzenten der Welt
1965 in Narbonne geboren, wuchs Gérard Bertrand buchstäblich zwischen den Reben auf: Sein Vater Georges nahm ihn 1975 zur ersten Weinlese auf die Domaine de Villemajou in den Corbières mit. Parallel entwickelte er sich zum professionellen Rugbyspieler – er verbrachte 17 Jahre als Flügelspieler beim RC Narbonne, gewann den französischen Pokal und trug zeitweise das Nationaltrikot. Als sein Vater 1987 bei einem Unfall ums Leben kam, übernahm Gérard mit 22 Jahren das Familiengut und begann das Erbe mit Kampfgeist und Ideenreichtum weiterzuentwickeln. Seit der offiziellen Gründung der Marke Gérard Bertrand im Jahr 1992 wuchs das Unternehmen von vier Hektar zu einem der größten unabhängigen Weinimperien Frankreichs mit heute rund 17 Gütern und über 850 Hektar Rebfläche im Languedoc-Roussillon.
Biodynamie als Überzeugung, nicht als Marketingstrategie
Den Anstoß zur biodynamischen Landwirtschaft gab die Auseinandersetzung mit der Philosophie Rudolf Steiners. Ab 2002 begann Bertrand, zunächst auf der Domaine de Cigalus, konsequent auf biodynamische Bewirtschaftung umzustellen – ohne synthetische Pestizide und Düngemittel, dafür mit Kompost und Mist aus den eigenen Betrieben sowie einer streng am Mond- und Sonnenkalender ausgerichteten Arbeitsplanung. Heute sind sämtliche Güter Demeter-zertifiziert; Gérard Bertrand gilt damit als weltgrößter Produzent biodynamischer Weine. Die Logik dahinter ist klar: Nur wenn der Weinberg im Gleichgewicht mit seinem Boden lebt, kann er den vollen Ausdruck seines Terroirs in die Traube übertragen. Im Keller folgt daraus minimale Intervention – was auf den Hängen konsequent wächst, braucht im Keller wenig Korrekturen.
Château L'Hospitalet bei Narbonne ist Firmensitz, Weingut und kultureller Ankerpunkt zugleich: Die Halbinsel La Clape mit ihren Kalksteinböden und dem direkten Mittelmeereinfluss liefert die Basis für die Grand-Vin-Cuvées. Daneben stehen so unterschiedliche Lagen wie Clos d'Ora in der Minervois La Livinière, Domaine de l'Aigle im kühleren Limoux oder Château La Sauvageonne in den Terrasses du Larzac – jedes Gut mit eigenem Charakter, eigenen Böden, eigenem Stil.
Stilistische Vielfalt eines Jahrhundertterroirs
Das Sortiment spiegelt die ganze Breite des Languedoc-Roussillon: kraftvolle, tanninfeste Rotweine aus Grenache, Syrah und Mourvèdre aus den Corbières und dem Minervois, mineralisch-salzige Weißweine aus Limoux, wo die höhere Lage und atlantische Einflüsse dem Chardonnay spürbar Frische geben, fruchtbetonte Roséweine sowie der süße Banyuls Vin Doux Naturel aus den Schiefer-Terrassen direkt am Mittelmeer. Gemeinsam ist allen Weinen die Verwurzelung im Terroir: keine glattpolierten Einheitsweine, sondern konkrete Ortsaussagen – von der Steilterrasse bis zur windexponierten Hochebene. Das Fachmagazin Wine Enthusiast kürte Bertrand 2020 zur European Winery of the Year; der International Wine Challenge zeichnete ihn bereits 2012 als Red Winemaker of the Year aus. Wer die Weine von Gérard Bertrand trinkt, hält in jedem Fall ein Stück Südfrankreich im Glas – konsequent biodynamisch erzeugt, von einem Mann, der seine Region wie kaum ein zweiter geprägt hat.
Narbonnegerard-bertrand.com
Ausgezeichnete Weine
Das sagen unsere Kunden
Ich bin mit dem Produkt und dem Service sehr zufrieden. Ich kann es nur empfehlen.
Ein - wahrscheinlich - schöner Wien. "Wahrscheinlich", weil er m.E. einen leichten Korkschmecker hatte, nicht so durchdringend, dass man ihn zwingend umtauschen müsste, aber deutlich. Ansonsten hat er viel Körper, das merkt man auf jeden Fall neben dem Kork. Eigentlich wollte ich einen Ersatz für den Chateau L'hospitalet La vivre - oder so ähnlich - den es früher einmal gab, für einen etwas geringeren Preis. Aber so gut ist dieser nicht. Vielleicht auch bloß wegen des Korkschmeckers.
Starker Ausdruck , angenehme fruchtsüsse , jederzeit zu empfehlen wenn man süße Weine trinken möchte.

Gérard Bertrand –
Biodynamischer Weinbau im Herzen des Languedoc
Gérard Bertrand gehört zu den prägenden Figuren des modernen Languedoc. Aufgewachsen in Narbonne, übernahm er das Weingut seines Vaters Georges und baute es schrittweise zu einem der bekanntesten Betriebe Südfrankreichs aus – mit heute über einem Dutzend Domaines zwischen den Corbières, dem Minervois und der Küste des Golfe du Lion.
Seit den frühen 2000er-Jahren setzt Bertrand konsequent auf biologischen und biodynamischen Anbau. Alle Domaines sind Demeter-zertifiziert oder befinden sich in der Umstellung – ein Entscheid, der im Languedoc-Roussillon mit seinem trockenen Klima und den alten Carignan- und Grenache-Reben besonders greifbar wird: weniger Eingriff im Keller, mehr Ausdruck der Lage im Glas.
Die Weine reichen vom dichten, tanninreichen Corbières-Rouge über mineralische Picpoul-de-Pinet-Weißweine bis zu den Crémants und Naturweinen der Clos-Reihe. Wer Südfrankreich jenseits von Massenware kennenlernen möchte, findet bei Bertrand eine verlässliche Adresse – handwerklich, lagentreu, mit klarer Herkunft.


















































