Von der Abtei Fontfroide bis zu Baron Éric de Rothschild
Die Geschichte des Domaine d'Aussières reicht bis in die Antike zurück:
Die Weinberge und Keller dieses kleinen Dorfes in der Corbières AOC haben seit über 2.000 Jahren Geschichte geschrieben.
Im Mittelalter übernahmen verschiedene Abteien die Kontrolle über das Gebiet, bis 1790 alle Kirchengüter konfisziert wurden und private Eigentümer die Weinberge übernahmen.
Die Chais sind in den alten Caves des Gutes eingebaut, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht — damals Eigentum der Abtei Fontfroide.
Dieses bewegte Erbe und das ungewöhnlich kühle Mikroklima der Lagen zogen Baron Éric de Rothschild an; 1999 nahm er das Domaine in das Portfolio von Domaines Barons de Rothschild (Lafite) auf.
Die Gutsgebäude wurden restauriert und eine neue Kellerei über den alten Caves im Herzen des Weinbergs eingerichtet.
Heute steht Aussières für ein Projekt, das Bordeaux-Disziplin und südfranzösische Charakterstärke miteinander verbindet — ohne das eine dem anderen unterzuordnen.
Biologischer Anbau, Biodiversität und ein Dorf als Lebensraum
Das Domaine erstreckt sich auf rund 550 Hektar südlich von Narbonne, im Herzen der Corbières. Im Zentrum liegt ein Weinberg von 180 Hektar, der nach den Regeln des biologischen Landbaus bewirtschaftet wird.
Nur etwa ein Drittel der Gesamtfläche wird für den Anbau genutzt — der Rest bleibt Wald und Garrigue, bewusst zur Förderung der Biodiversität.
Umgeben von Garrigue, Olivenhainen und bewaldeten Hügeln, beherbergt das Gut eine Schutzreserve der Liga zum Schutz der Vögel.
Von der Rebe bis zum Keller folgt die Arbeit den Vorgaben des biologischen Anbaus. Das Domaine bleibt dabei seiner nicht-interventionistischen Philosophie treu, um den Ausdruck des Terroirs so unverfälscht wie möglich zu lassen.
Im Keller arbeitet das Team mit dem lokalen Berater Matthieu Dubernet aus Narbonne zusammen — bewusst ohne Rückgriff auf die Bordeaux-Expertise des Hauses Lafite, um die Eigenständigkeit des südfranzösischen Charakters zu bewahren.
Seit
Dezember 2023 ist das Domaine zudem als B Corp zertifiziert.
Rotweine aus Steillagen, ein Rosé für den Alltag
Die höher gelegenen Weinberge mit ihrem vergleichsweise kühlen Mikroklima und der selektiven Lesephilosophie sorgen für eine angenehme Balance und lebendige Frische in jedem Wein — ungewöhnlich für diese sonst so heißen Breiten.
Das Sortiment reicht vom zugänglichen Einstiegswein bis zum Château d'Aussières als Grand Vin des Gutes.
Die Trauben für das Château stammen aus selektierten Parzellen in den oberen Hanglagen: Die Böden sind dort sehr flachgründig, sandig-sandstonartig mit geringem Lehmanteil — das ergibt extrem niedrige Erträge.
Verschnitten wird Syrah mit Mourvèdre.
Grenache und Carignan ergänzen das Sortiment in den zugänglicheren Cuvées wie Blason und Jardins d'Aussières, die den warmen, garrigue-geprägten Charakter der Corbières unmittelbarer widerspiegeln.
Der A d'Aussières Rosé als IGP Pays d'Oc kommt aus dedizierten Parzellen, deren Bedingungen optimal für einen ausgewogenen Rosé sind.
Was alle Weine verbindet: Sie schmecken nach diesem konkreten Stück Land südlich von Narbonne — nach wildem Kräuterbusch, dunkler Frucht, salzigem Abgang und einer Frische, die man hier nicht unbedingt erwartet.
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"notes": "Hektarangaben: 550 ha Gesamtfläche / 180 ha Weinberg aus Tourisme Occitanie (offizielle FR-Tourismusbehörde, plausibel). Lafite.com nennt 570 ha Gesamtfläche — könnte leichte Abweichung durch Messperiode sein; ich habe 550 ha gewählt. Erwerb 1999 durch Baron Éric de Rothschild: gut belegt. B Corp Dezember 2023: aus offizieller Lafite-Website. Matthieu Dubernet als Berater: Decanter-Artikel Nov. 2023. Rebsorten Château: Syrah/Mourvèdre belegt, Grenache/Carignan in Blends belegt. Kein gesicherter Wert für Fasslagerzeit der einzelnen Cuvées — daher weggelassen.",
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Von der Abtei Fontfroide bis zu Baron Éric de Rothschild
Die Geschichte des Domaine d'Aussières reicht bis in die Antike zurück: Die Weinberge und Keller dieses kleinen Dorfes in der Corbières AOC haben seit über 2.000 Jahren Geschichte geschrieben. Im Mittelalter übernahmen verschiedene Abteien die Kontrolle über das Gebiet, bis 1790 alle Kirchengüter konfisziert wurden und private Eigentümer die Weinberge übernahmen. Die Chais sind in den alten Caves des Gutes eingebaut, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht — damals Eigentum der Abtei Fontfroide.
Dieses bewegte Erbe und das ungewöhnlich kühle Mikroklima der Lagen zogen Baron Éric de Rothschild an; 1999 nahm er das Domaine in das Portfolio von Domaines Barons de Rothschild (Lafite) auf. Die Gutsgebäude wurden restauriert und eine neue Kellerei über den alten Caves im Herzen des Weinbergs eingerichtet. Heute steht Aussières für ein Projekt, das Bordeaux-Disziplin und südfranzösische Charakterstärke miteinander verbindet — ohne das eine dem anderen unterzuordnen.
Biologischer Anbau, Biodiversität und ein Dorf als Lebensraum
Das Domaine erstreckt sich auf rund 550 Hektar südlich von Narbonne, im Herzen der Corbières. Im Zentrum liegt ein Weinberg von 180 Hektar, der nach den Regeln des biologischen Landbaus bewirtschaftet wird. Nur etwa ein Drittel der Gesamtfläche wird für den Anbau genutzt — der Rest bleibt Wald und Garrigue, bewusst zur Förderung der Biodiversität. Umgeben von Garrigue, Olivenhainen und bewaldeten Hügeln, beherbergt das Gut zudem eine Schutzreserve der Vogelschutzliga.
Von der Rebe bis zum Keller folgt die Arbeit den Vorgaben des biologischen Anbaus. Das Domaine bleibt dabei seiner nicht-interventionistischen Philosophie treu, um den Ausdruck des Terroirs so unverfälscht wie möglich zu lassen. Im Keller arbeitet das Team mit dem lokalen Berater Matthieu Dubernet aus Narbonne zusammen — bewusst ohne Rückgriff auf die Bordeaux-Expertise des Hauses Lafite, um die Eigenständigkeit des südfranzösischen Charakters zu bewahren. Seit Dezember 2023 ist das Domaine zudem als B Corp zertifiziert.
Rotweine aus Steillagen, ein Rosé für den Alltag
Die höher gelegenen Weinberge mit ihrem vergleichsweise kühlen Mikroklima und der selektiven Lesephilosophie sorgen für eine angenehme Balance und lebendige Frische in jedem Wein — ungewöhnlich für diese sonst so heißen Breiten. Das Sortiment reicht vom zugänglichen Einstiegswein bis zum Château d'Aussières als Grand Vin des Gutes. Die Trauben für das Château stammen aus selektierten Parzellen in den oberen Hanglagen: Die Böden sind dort sehr flachgründig, sandig-sandstonartig mit geringem Lehmanteil — das ergibt extrem niedrige Erträge. Verschnitten wird Syrah mit Mourvèdre.
Grenache und Carignan ergänzen das Sortiment in den zugänglicheren Cuvées wie Blason und Jardins d'Aussières, die den warmen, garrigue-geprägten Charakter der Corbières unmittelbarer widerspiegeln. Der A d'Aussières Rosé als IGP Pays d'Oc kommt aus dedizierten Parzellen, deren Bedingungen optimal für einen ausgewogenen Rosé sind. Was alle Weine verbindet: Sie schmecken nach diesem konkreten Stück Land südlich von Narbonne — nach wildem Kräuterbusch, dunkler Frucht, salzigem Abgang und einer Frische, die man hier nicht unbedingt erwartet.