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Christian Stahl

Christian Stahl ist nicht so schlecht, wie sein Name vermuten lässt. Mit fränkischer Winzerfolklore will er nichts zu tun haben – er denkt „out of the box“. Als er den elterlichen Betrieb in Auernh... Weiterlesen Weniger lesen

Christian Stahl ist nicht so schlecht, wie sein Name vermuten lässt. Mit fränkischer Winzerfolklore will er nichts zu tun haben – er denkt „out of the box“. Als er den elterlichen Betrieb in Auernhofen übernahm, machte er sich nicht nur im Weinbereich, sondern auch im Marketing einen Namen.

Seine Basislinie „Nachschlag“ zeigt perfekte Balance zwischen Spaß und Handwerkskunst. Edle Weine mit Struktur und Spannung – das Ergebnis von 1.000 Stunden Handarbeit. 2018 kürte ihn die FAZ zum „Winzer des Jahres“.

Auf 30 Hektar im Taubertal, geprägt von Muschelkalk und Gipskuper, wachsen Weine mit Mineralität und einer Prise Salzigkeit. Modern, eigenwillig, fränkisch – auf höchstem Niveau.

Simmershofen, Franken 9 Produkte 4 prämierte Produkte
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Christian Stahl
Herkunft Franken, Deutschland
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Über Christian Stahl

Vom Gutshof zur fränkischen Ausnahmeadresse

Der Winzerhof Stahl in Auernhofen, einem Weiler südlich von Würzburg, gehört seit 1814 zur Familie Stahl – zunächst als landwirtschaftlicher Betrieb ohne eine einzige Rebe. Das änderte sich 1984, als ein EU-Projekt zur Rekultivierung brachliegender Hänge im Taubertal Gudrun und Albrecht Stahl dazu brachte, einen ersten Hektar mit Weinreben zu bepflanzen. Den Anstoß gab also nicht Winzertradition, sondern eine agrarpolitische Initiative – ein Umstand, der die Haltung des Betriebs bis heute prägt: pragmatisch, unideologisch, zukunftsorientiert.

Im Jahr 2000 übernahm Christian Stahl, ausgebildeter Weinbauingenieur mit Önologie-Studium, den elterlichen Betrieb und baute ihn konsequent aus. Gemeinsam mit seiner Frau Simone entwickelte er aus dem kleinen Taubertal-Gut einen Betrieb mit über 50 Hektar Rebfläche, verteilt auf Lagen im Taubertal, entlang des Mains und im Steigerwald. Aus dem Familiengut wurde innerhalb von zwei Jahrzehnten eine der meistdiskutierten Adressen im deutschen Weinbau.

Mut zum eigenen Weg: Weinberg, Keller, Küche

Mit fränkischer Bocksbeutel-Nostalgie will Christian Stahl nichts zu tun haben. Stattdessen setzt er auf konsequente Qualität im Weinberg, ökologisches Bewusstsein im Umgang mit natürlichen Ressourcen und eine Vermarktung, die sich von regionaler Winzerfolklore klar absetzt. Die Lagen liegen auf sonnenverwöhnten Hängen mit Muschelkalk und Gipskeuper als prägenden Böden – Voraussetzungen für Weine mit Mineralität und Struktur.

Was den Winzerhof Stahl besonders macht: Christian Stahl steht nicht nur im Weinberg, sondern auch selbst am Herd. Aus dem Hochzeitsgeschäft heraus entwickelte er ein Fine-Dining-Konzept, das konsequent auf seinen eigenen Weinen aufbaut. Seit 2024 trägt das Restaurant einen Michelin-Stern, der 2025 und 2026 bestätigt wurde – eine Auszeichnung, die ihn laut Branchenbeobachtern zum ersten Winzer macht, der als Koch bis zum Stern gelangte. Das neungängige Menü wird auf die jeweiligen Weine des Hauses abgestimmt, nicht umgekehrt.

Silvaner, Scheurebe, Chardonnay – und eine Linie für den Alltag

Das Sortiment spiegelt den Anspruch wider, fränkische Rebsorten zeitgemäß zu interpretieren und international einzubetten. Silvaner, Scheurebe, Müller-Thurgau und Chardonnay bilden das Rückgrat – ergänzt durch Sauvignon Blanc und Muskateller. Die Weine zeigen die mineralisch-salzige Prägung ihrer Muschelkalk- und Gipskeuperböden: straffe Säure, klare Aromatik, langer Abgang. Stuart Pigott kürte Christian Stahl 2018 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zum Winzer des Jahres, Falstaff zeichnete ihn als Jungwinzer des Jahres aus, der Feinschmecker zählt den Winzerhof zu den besten Weingütern Deutschlands.

Mit der Linie Nachschlag gibt es einen Einstieg ins Stahl-Universum, der Trinkfreude und Handwerksanspruch direkt verbindet – in Namen wie "Bright Side of Life" oder "Drink Pink" steckt derselbe Wille zur Eigenständigkeit, der den gesamten Betrieb antreibt. Wer Stahl-Weine kennenlernen möchte, greift zu Silvaner oder Scheurebe, um das mineralische Fundament zu verstehen – und lässt sich danach vom Chardonnay überraschen, der inzwischen zu den stärksten Argumenten des Hauses zählt.

Simmershofenwinzerhof-stahl.de

Christian Stahl – Titelbild

Winzerhof Stahl –
modernes Franken aus dem Taubertal

Christian Stahl hat den elterlichen Betrieb in Auernhofen übernommen und konsequent neu gedacht. Keine Winzerfolklore, kein Stillstand – stattdessen ein klarer Blick auf das, was das Taubertal wirklich hergibt: 30 Hektar auf Muschelkalk und Gipskeuper, die Weine mit feiner Mineralität und einer dezenten Salzigkeit formen.

Sein Handwerk ist aufwendig – rund 1.000 Stunden Handarbeit pro Saison stecken in jedem Jahrgang. Das Ergebnis sind Weine mit Struktur und Spannung, die sich nicht in Schubladen pressen lassen. Die Linie „Nachschlag" steht exemplarisch dafür: zugänglich im Charakter, aber nie banal, mit der Ernsthaftigkeit eines Betriebs, der weiß, was er tut.

2018 kürte die FAZ Christian Stahl zum Winzer des Jahres – eine Auszeichnung, die weniger überrascht als bestätigt. Wer seine Weine kennt, versteht warum.