
Stahl Scheurebe trocken

Stahl Scheurebe trocken
Scheurebe aus Franken ist eine Rebsorte, die polarisiert — und genau das macht sie interessant. Christian Stahls Version zeigt, warum die Kreuzung aus Riesling und Silvaner in der richtigen Hand zu einem ernstzunehmenden Weißwein wird.
Weingut Stahl sitzt in Auernhofen im fränkischen Taubertal. Die Scheurebe wächst auf mineralischen Böden und wird trocken ausgebaut — kein Restzucker, der die charakteristische Sortentypizität abfedert.
Im Glas zeigt sich die Rasanz der Rebsorte: schwarze Johannisbeere und Stachelbeere, dazu frische Grapefruit und ein floraler Unterton, den man in dieser Kombination kaum von einem anderen deutschen Weißwein kennt. Der Abgang ist salzig-mineralisch, die Säure straff aber nicht scharf. Mittlerer Körper, lebendige Textur.
Serviertemperatur 10–12 °C. Die Salzigkeit und die Aromentiefe machen ihn zum idealen Begleiter von asiatisch geprägten Gerichten: Thaisuppe mit Kokosmilch, gebratene Jakobsmuscheln mit Ingwer oder vietnamesische Sommerrollen mit Erdnuss-Dip. Auch zu würzigem Ziegenkäse oder Lachs-Tatar funktioniert er gut. Am besten jung trinken.

Christian Stahl









