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Über Banfi
Von New York nach Montalcino: Wie die Marianis eine Region neu erfanden
Die Geschichte von Castello Banfi beginnt nicht in der Toskana, sondern in Manhattan. 1919 gründete die Familie Mariani dort ein Weinimportunternehmen, das sich über Jahrzehnte zu einem der bedeutendsten italienischen Weinimporteure der USA entwickelte. Den Brüdern John und Harry Mariani, die das Unternehmen ab 1967 führten, genügte die Rolle des Händlers irgendwann nicht mehr. 1978 kauften sie Land im damals noch wirtschaftlich schwachen Süden von Montalcino — einer Gegend, in der zu jener Zeit nur eine Handvoll Winzer Brunello abfüllten. Aus mehreren zusammengekauften Gütern entstand ein zusammenhängendes Anwesen von rund 2.830 Hektar, dessen Herzstück das mittelalterliche Castello di Poggio alle Mura ist, das die Familie ab 1983 aufwendig restaurierte. Den Namen Banfi hatten die Marianis von ihrer Großtante Teodolinda Banfi übernommen, einer begeisterten Hobbywinzerin aus der Familie. Heute führt Cristina Mariani-May als dritte Generation das Weingut als CEO — ein Familienunternehmen, das geblieben ist, was es von Anfang an war.
Forschung im Weinberg, Präzision im Keller
Rund 850 der 2.830 Hektar des Anwesens sind mit Reben bestockt; der Rest teilt sich auf Olivenhaine, Obstgärten, Wälder und Getreidefelder auf. Die Weinberge liegen im Süden von Montalcino, zwischen den Flüssen Orcia und Ombrone, auf Böden aus Kalkstein, Ton, Sand und vulkanischem Gestein — mehr als drei Dutzend verschiedene Unterböden, die das Gut für unterschiedliche Weincharaktere nutzt. Was Banfi von Beginn an von anderen Großbetrieben unterschied, war der Anspruch an Forschung: Ab 1982 arbeitete das Weingut gemeinsam mit der Universität Mailand an einer systematischen Klonselektion des Sangiovese. Mehrere der heute offiziell registrierten Sangiovese-Klone gehen auf diese jahrzehntelange Arbeit zurück. Im Keller setzt Banfi auf die selbst entwickelten Horizon-Gärbehälter, die Edelstahl und Holz kombinieren, sowie auf eine Reifung des Brunello zu gleichen Teilen in großen Fässern und Barriques aus französischer Eiche, gefolgt von weiterer Flaschenreife. Seit 2007 ist die Kellerei vollständig renoviert und für Besucher einsehbar — die gesamte Vinifikation verläuft auf einer horizontalen Produktionslinie, die den Schwerkrafteinsatz minimiert. Das Nachhaltigkeitsengagement ist strukturell verankert: Banfi arbeitet nach biologischen Prinzipien, setzt auf erneuerbare Energien und war das erste Weingut weltweit, das gleichzeitig die ISO-Zertifizierungen für Umweltmanagement, soziale Verantwortung und Kundenzufriedenheit erhielt.
Sangiovese als Kern — Toskana in ihrer ganzen Breite
Der Brunello di Montalcino bleibt das Flaggschiff des Hauses: ein Sangiovese Grosso aus südlichen Hanglagen, der mit seiner samtigen Textur, den Noten von dunkler Kirsche, Tabak und Kräutern sowie seinem langen Abgang das Reifepotenzial der Appellation exemplarisch zeigt. Wer früher trinken möchte, findet mit dem Rosso di Montalcino einen zugänglicheren Einstieg in dasselbe Terroir. Daneben hat Banfi das toskanische Spektrum konsequent erweitert: Der Chianti Classico und die Chianti Classico Riserva stammen aus dem Classico-Gebiet zwischen Florenz und Siena und stehen für die fruchtbetonte, elegante Seite des Sangiovese. Mit dem Belnero und dem Aska Bolgheri Rosso DOC zeigt Banfi, dass das Haus auch internationale Rebsorten — Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah — sicher im Griff hat: strukturierte Cuvées mit toskanischem Charakter, die sich durch ihre generöse Frucht und klare Zugänglichkeit auszeichnen. Der Stilnovo Governo all'Uso Toscano greift eine historische Herstellungstechnik auf und liefert einen lebendigen, körperreichen Alltagswein. Das Sortiment reicht damit vom trinkfreudigen Centine Rosso bis zum lagerfähigen Brunello — eine Bandbreite, die Banfi zu einem der vielseitigsten Adressen der Toskana macht.
Montalcinocastellobanfi.com
Ausgezeichnete Weine
Das sagen unsere Kunden
You show the wrong bottle online. Very confusing. I wanted to have this wine but received another Banfi wine (more expensive less quality). You need to update the site accordingly.
Seit 2015 schätze ich den Stilnovo als ausgewogenen Tropfen zum Essen und einfach so als Begleiter eines gemütlichen Abends
Sehr guter Wein mit eleganter Note und wenig Säure wie man ihn in der Toscana zu Fisch genießt. Preis-Leistungverhältnis sehr gut.

Castello Banfi –
toskanische Rotweine aus Montalcino
Banfi liegt im Herzen der Toskana, südlich von Montalcino, wo Sangiovese Grosso auf Böden aus Ton, Kalk und Tuff wächst. Das Weingut gehört zu den größten zusammenhängenden Weinbaubetrieben Italiens und wurde in den 1970er-Jahren von der amerikanisch-italienischen Familie Mariani aufgebaut – mit dem klaren Ziel, den Brunello di Montalcino international bekannt zu machen.
Im Keller arbeitet Banfi mit moderner Temperaturkontrolle und langen Mazerationszeiten, ohne den Charakter der Lage zu überformen. Die Rotweine reifen in großen Eichenfässern (Slavonische Botti) sowie in kleineren Barriques – je nach Stil des Weins. Der Brunello di Montalcino braucht mindestens fünf Jahre bis zur Freigabe; die Riserva-Abfüllungen deutlich länger. Das Ergebnis sind Weine mit dichter Frucht, fester Tanninstruktur und der für Montalcino typischen Säure, die lange Lagerung erlaubt.
Neben dem Brunello produziert Banfi Super Tuscans wie den Summus – eine Cuvée aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Syrah – sowie Weißweine und Grappa. Wer toskanische Rotweine mit Tiefgang und Lagerpotenzial sucht, findet bei Banfi eine verlässliche Adresse.





























