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Über Robert Mondavi
Von Oakville aus die Weinwelt verändert
Robert Mondavi, 1913 als Sohn italienischer Einwanderer in Minnesota geboren, wuchs in einer Familie auf, die dem Wein schon früh verfallen war. Sein Vater Cesare kaufte in den frühen 1940er-Jahren die renommierte Charles-Krug-Winery im Napa Valley – für Robert der Einstieg in ein Handwerk, das er zur Lebensaufgabe machen sollte. Nach einem Zerwürfnis mit seiner Familie gründete er 1966 sein eigenes Weingut in Oakville: Robert Mondavi Winery, die erste bedeutende Neugründung im Napa Valley nach der Prohibition. Kein bescheidener Anfang – sondern eine klare Ansage. Mondavi reiste nach Bordeaux und Burgund, brachte französische Barriques und Kellertechniken mit zurück und sprach öffentlich über Wein, als das in den USA noch niemand tat. Er setzte durch, dass Napa-Weine unter Rebsortenbezeichnungen wie Cabernet Sauvignon vermarktet wurden – analog zu den großen Gütern Europas. Sein bekanntestes Statement dieser frühen Jahre: der Fumé Blanc, ein im Fass gereifter Sauvignon Blanc, der einer zuvor ungeliebten Rebsorte in Kalifornien zu einer neuen Identität verhalf. Gegen Ende der 1970er-Jahre besiegelte er mit Baron Philippe de Rothschild von Château Mouton Rothschild das gemeinsame Projekt Opus One – das erste transatlantische Fine-Wine-Vorhaben dieser Art und ein Symbol dafür, dass Napa auf Augenhöhe mit Bordeaux angekommen war.
To Kalon als Herzstück – Können und Konsequenz im Weinberg
Im Zentrum der Arbeit steht der To Kalon Vineyard in Oakville – griechisch für „höchste Schönheit", 1868 von Napa-Pionier Hamilton Crabb angelegt, auf einem alluvialen Schwemmfächer am Fuß der Mayacamas Mountains. Robert Mondavi erkannte früh das Potenzial dieser Lage und machte To Kalon zum agrarischen und weingeistigen Kern des Weinguts. Heute bewirtschaftet das Weingut rund 450 Acres des Areals und hat den Weinberg durch die California Certified Organic Farmers (CCOF) biologisch zertifizieren lassen – ohne synthetische Pestizide, Herbizide oder Düngemittel. Bereits 1995 gehörte das Weingut zu den Mitgründern der Napa Sustainable Winegrowing Group, 1998 erhielt es als erstes Weingut den Innovator Award der kalifornischen Umweltschutzbehörde. Im Keller arbeitet das Team konsequent parzellenweise: Einzelne Blöcke des To Kalon werden getrennt vergoren, um die spezifischen Charakterzüge jedes Teilstücks zu erhalten. Der Ausbau erfolgt in französischen Eichenfässern; der Ansatz bleibt – wie langjährige Beobachter den Stil beschreiben – old-world-geprägt: früheres Lesedatum, langsame Vergärung, schonende Extraktion für polierte Tannine.
Cabernet Sauvignon als Leitfaden – ein Sortiment mit klarer Haltung
Robert Mondavi Winery ist vor allem ein Cabernet-Haus. Die Weine aus To Kalon – allen voran der Cabernet Sauvignon Reserve To Kalon Vineyard – stehen für Struktur, Lagerfähigkeit und das charakteristische Profil der Oakville-Böden: dunkle Frucht, Zedernholz, feine mineralische Tiefe, langer Abgang. Daneben zeigt der Carneros Pinot Noir, was kühles Napa-Klima an Finesse produzieren kann: leichteres Körpergewicht, Kirsche, Erdwürze. Ergänzt wird das Bild durch zugänglichere Linien wie den California Chardonnay oder den California Cabernet, die das Spektrum des Hauses nach unten öffnen, ohne den Anspruch aufzugeben. Das gesamte Weingut wurde zuletzt einer mehrjährigen Renovierung unterzogen, die 2026 abgeschlossen wurde – kleinere Fermentationstanks, modernisierte Kellertechnik, Solarenergie, Wasserkreislaufsysteme. Der historische Missionsturm-Bau von Architekt Cliff May blieb dabei erhalten. Was bleibt, ist die Grundüberzeugung, mit der Robert Mondavi 1966 begann: dass ein Weinberg wie To Kalon, richtig bewirtschaftet, keinen Vergleich scheuen muss.
Ausgezeichnete Weine
Das sagen unsere Kunden
Sollen die Hersteller bitte auf die Flasche schreiben, wenn man sie geschlossen lassen soll. Der Korken hat mir einiges abverlangt. Der Korken war stark, aber der Wille war stärker. An dieser Stelle, eine Sekunde des Gedenkens an meinem Korkenzieher, welcher die Schlacht leider nicht überlebte. Nachdem ich die Flasche schweißgebadet öffnen konnte, konnte ich den Wein nun endlich kosten. Ein guter Tropfen, der nach mehr verlangt. Leidet nur 8 Punkte, da ich mir nicht nach jeder Flasche einen neuen Korkenzieher kaufen kann.
Ich finde der Wein überzeugt besonders durch sein tolles frisches, fruchtiges Aroma. Alles in einem sehr überzeugend.

























