Das Weingut · Pfalz · Deutschland

Reichsrat von Buhl

1849 gründete Franz Peter Buhl das Weingut in Deidesheim – entstanden aus der Erbteilung des Jordan'schen Guts, aus der auch Bassermann-Jordan und von Winning hervorgingen. Alle drei gehören heute ... Weiterlesen Weniger lesen

1849 gründete Franz Peter Buhl das Weingut in Deidesheim – entstanden aus der Erbteilung des Jordan'schen Guts, aus der auch Bassermann-Jordan und von Winning hervorgingen. Alle drei gehören heute zur Niederberger-Gruppe.

Auf rund 56 Hektar steht zu fast 90 Prozent Riesling. Die Spitzenlagen liegen in Forst – Kirchenstück, Ungeheuer und Pechstein –, dazu Parzellen in Wachenheim, Ruppertsberg und Königsbach. Das VDP-Gut ist seit 2009 ökologisch zertifiziert und arbeitet biodynamisch.

Den Stil prägt seit 2013 Mathieu Kauffmann, zuvor Kellermeister bei Champagne Bollinger. Seine Handschrift zeigt sich besonders in den Sekten, die in klassischer Flaschengärung entstehen.

Deidesheim, Pfalz 14 ProdukteVDP.Prädikatsweingut 5 prämierte Produkte
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Reichsrat von Buhl
Herkunft Pfalz, Deutschland
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Von Buhl Rose Sekt Brut
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Von Buhl Reserve Sekt Brut
Angebot17,85 €(23,80 €/l) 0,75 l
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Reichsrat von Buhl Riesling Brut
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Von Buhl Riesling trocken
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Reichsrat von Buhl Sauvignon Blanc
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Reichsrat von Buhl Grauburgunder
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Reichsrat von Buhl Riesling trocken 1,0L
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Reichsrat von Buhl Chardonnay
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Reichsrat von Buhl Deidesheimer Hergottsacker Riesling
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Reichsrat von Buhl Ungeheuer Grosses Gewächs Riesling
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Reichsrat von Buhl Lion Lite alkoholfrei, Flasche eines alkoholfreien Schaumweins
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Reichsrat von Buhl Jesuitengarten Riesling Großes Gewächs
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Flasche Reichsrat von Buhl Blanc de Blancs Prestige brut, Sekt aus der Pfalz, weißes Etikett mit goldenen Akzenten
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Über das Weingut Reichsrat von Buhl

Von der Jordan-Erbteilung zum Referenzgut der Mittelhaardt

Als 1849 der Grundbesitz von Franz Peter Buhl ins Grundbuch eingetragen wurde, entstand in Deidesheim eines der bedeutendsten Weingüter der Pfalz – hervorgegangen aus der Erbteilung des Jordan'schen Guts, aus der gleichzeitig Bassermann-Jordan und das heutige Von Winning entstanden. Franz Peter Buhl hatte die Weinberge über zwei Familienstränge geerbt: seine Mutter war eine Schwester von Peter Heinrich Jordan, seine Frau Josefine die Tochter von Andreas Jordan. Aus diesem Erbe baute er in kurzer Zeit einen international beachteten Betrieb auf: Beim Festakt zur Eröffnung des Suezkanals 1869 wurde ein Von-Buhl-Riesling gereicht – damals einer der teuersten deutschen Weine der Welt.

Sohn Armand von Buhl erweiterte den Besitz entscheidend durch Heirat: Die Forster Winzerfamilie Schellhorn-Wallbillich brachte Parzellen in den bis heute berühmten Großen Lagen Kirchenstück, Ungeheuer und Pechstein ein. Für seine Verdienste in der Weinbaupolitik – er war an der Gründung des deutschen Weinbauverbands beteiligt – erhielt er den Titel „Reichsrat der Krone Bayerns", der seit 1912 offiziell im Namen des Guts steht. Seit 2005 gehört Reichsrat von Buhl zur Niederberger-Gruppe, die auch Bassermann-Jordan und Von Winning vereint – drei einstige Teile des Jordan'schen Erbes unter einem Dach.

Biodynamik, Spontangärung und das Erbe der Champagne

Seit 2009 ist Reichsrat von Buhl ökologisch zertifiziert; ab dem Jahrgang 2018 arbeitet das Gut vollständig biodynamisch. Die Böden werden konsequent ohne synthetische Mittel bewirtschaftet, stattdessen kommen ausschließlich stärkende Präparate zum Einsatz – mit messbarem Effekt auf die Robustheit der Beerenhäute und die Vitalität der Wurzeln. Selektive Handlese sorgt dafür, dass nur vollreifes, gesundes Traubengut in den Keller gelangt.

Den stilistischen Neustart läutete ab 2013 der gebürtige Elsässer Mathieu Kauffmann ein, der zuvor zwölf Jahre als verantwortlicher Önologe bei Champagne Bollinger in Épernay gearbeitet hatte. Er brachte das präzise Handwerk der klassischen Flaschengärung in die Pfalz: Für die Sekte wird spontan angesetzt, die Hefedichte mikroskopisch kontrolliert und die Reifung auf der Hefe nach Champagner-Vorbild gesteuert. Im Keller finden sich heute Tonneau- und Doppelstückfässer aus deutscher Eiche für den Ausbau der Stillweine – ein Fingerzeig auf den Anspruch, Terroir sichtbar zu machen, nicht zu überformen.

Riesling als Maßstab – und mehr als nur Stille Weine

Rund 88 bis 89 Prozent der etwa 56 bis 58 Hektar Rebfläche sind mit Riesling bestockt. Die Parzellen liegen in den VDP-Großen Lagen der Mittelhaardt: Forster Jesuitengarten, Ungeheuer, Pechstein und Kirchenstück, dazu Deidesheimer Kieselberg und Herrgottsacker sowie Ruppertsberger Reiterpfad. Die Böden wechseln zwischen Kalkmergel, Buntsandstein und Basaltlava – das erklärt die stilistischen Unterschiede zwischen den einzelnen Lagenweinen trotz derselben Rebsorte.

Neben den trockenen Rieslingen vom Gutswein bis zum Großen Gewächs zeigt das Sortiment, was Kauffmanns Champagner-Erfahrung bewirkt hat: Der Riesling Brut und der Blanc de Blancs Prestige brut entstehen in klassischer Flaschengärung und stehen für einen eigenständigen deutschen Schaumweinstil fernab industrieller Cuvées. Grauburgunder und Chardonnay ergänzen das Spektrum auf kleiner Fläche. Wer trockene Mineralität mit Tiefe sucht – vom zugänglichen Gutswein bis zur lagerfähigen Großen Lage –, findet in Deidesheim einen Maßstab für das, was die Mittelhaardt leisten kann.

Deidesheimvon-buhl.de

Schnelle Antworten

Reichsrat von Buhl: Weingut in Deidesheim, Pfalz – VDP-Gut mit Riesling-Lagen in Forst, biodynamisch bewirtschaftet.

Reichsrat von Buhl –
Pfälzer Weinkultur seit 1849

1849 von Franz Peter Buhl in Deidesheim gegründet, gehört Reichsrat von Buhl zu den prägenden Adressen der Pfalz. Auf rund 56 Hektar steht zu fast 90 Prozent Riesling, mit Spitzenlagen in Forst — Kirchenstück, Ungeheuer, Pechstein. Das VDP-Gut arbeitet seit 2009 ökologisch zertifiziert und biodynamisch; den Stil prägt seit 2013 Mathieu Kauffmann, zuvor Kellermeister bei Champagne Bollinger.