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Weingut Bernard Pawis

Bernard Pawis übernahm 1998 das Weingut seines Vaters – und baute ein Jahr später eine moderne Kellerei in Freyburg. Die Fläche wuchs auf 16 Hektar, 2001 folgte die Aufnahme in den VDP. Ein klares ... Weiterlesen Weniger lesen

Bernard Pawis übernahm 1998 das Weingut seines Vaters – und baute ein Jahr später eine moderne Kellerei in Freyburg. Die Fläche wuchs auf 16 Hektar, 2001 folgte die Aufnahme in den VDP. Ein klares Zeichen für Qualität.

Nach acht Jahren zog die Familie weiter: in den historischen Gutshof Zscheiplitz. In anderthalb Jahren entstanden aus dem alten Pferdestall (Baujahr 1862) eine neue Kellerei und ein einzigartiges Ambiente für Weinproben.

Seit 2007 wird hier die alte Weinbautradition des Klosters Zscheiplitz wiederbelebt. Unstrut-Weine mit Geschichte.

Zscheiplitz, Saale-Unstrut 5 ProdukteVDP.Prädikatsweingut
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Weingut Bernard Pawis
Herkunft Saale-Unstrut, Deutschland
Sortiment 5 Produkte

Über Weingut Bernard Pawis

Von der Straußwirtschaft zum Klostergut: die Geschichte der Familie Pawis

1990 gründeten Herbert und Irene Pawis, damals Hobbywinzer, mit gerade einmal 0,5 Hektar in den Freyburger Ehraubergen das wohl kleinste Weingut Deutschlands — angebunden an eine kleine Straußwirtschaft. Was als familiäres Nebenprojekt begann, legte den Grundstein für eines der bekanntesten Weingüter in Ostdeutschland. Als Bernard Pawis das Gut 1998 von seinem Vater Herbert übernahm, war er bereits mit der Arbeit in den Weinbergen aufgewachsen. Er ließ ein Jahr später eine moderne Kellerei in Freyburg bauen, pachtete und kaufte Rebflächen zu — und schärfte den Qualitätsanspruch so konsequent, dass das Weingut im Oktober 2001 in den VDP, den Verband Deutscher Prädikatsweingüter, aufgenommen wurde.

Rund acht Jahre nach dem Neubau in Freyburg stieß das Weingut an seine Kapazitätsgrenzen. Bernard und Kerstin Pawis wagten den nächsten Schritt: Sie bezogen den historischen Gutshof Zscheiplitz auf der Anhöhe des Martinsberges, ein Klostergut mit über tausend Jahren Geschichte, das damals vollständig sanierungsbedürftig war. Seit Mai 2007 ist das Weingut dort ansässig — und hat damit die alte Weinbautradition des Klosters Zscheiplitz wieder zum Leben erweckt. Das 2015 eingeweihte Brunnenhaus mit einem 500 Jahre alten, 90 Meter tiefen Brunnen im Gastraum und fünf restaurierten Ferienappartements rundet das Ensemble ab.

Klare Haltung: Weinbau zwischen Muschelkalk und Buntsandstein

Rund 16 Hektar Rebfläche bewirtschaftet das Team heute — größtenteils auf Muschelkalkböden rund um Freyburg und im Saaletal bei Naumburg. Die Lagen sind vielfältig: Am Freyburger Mühlberg, einer VDP.ERSTE LAGE®, dominieren südlich bis südöstlich exponierte Hänge mit Muschelkalkfels unter einer Löss-Lehmschicht. Am Nüssenberg westlich von Zscheiplitz wächst Grauburgunder auf skelettreichem Kalksteinverwitterungsboden am Südhang. Im Naumburger Sonneck, ebenfalls VDP.ERSTE LAGE®, steht Riesling auf Buntsandstein in einer natürlichen Wärmeinsel oberhalb des Blütengrundes. Der Edelacker in Freyburg trägt den Status VDP.GROSSE LAGE®.

Sorgfalt und Handarbeit sind erklärte Grundsätze im Weinberg. Seit 2004 ist das Weingut zudem anerkannter Ausbildungsbetrieb für den Winzerberuf — ein Bekenntnis zu Weitergabe und Nachwuchs. Auch im Umgang mit dem Boden zeigt sich diese Haltung: Der Schutz der empfindlichen Muschelkalklagen ist fester Bestandteil der täglichen Arbeit, und die Sanierung des Klosterguts selbst ist ein konkreter Beitrag zum Erhalt einer jahrhundertealten Kulturlandschaft.

Klare Frucht, spritzige Säure: das Sortiment aus dem nördlichsten Weinbaugebiet Deutschlands

Bernard Pawis bringt sein Credo auf den Punkt: „Wir pflegen einen modernen Ausbaustil — Wein soll Spaß machen." Das bedeutet in der Praxis: trockener Ausbau, rebsortentypische Aromatik, moderate Alkoholgehalte. Das kühle, sonnenreiche Kontinentalklima an der Unstrut — das Gebiet liegt auf dem 51. Breitengrad — gibt den Weinen von Natur aus eine klare Frucht und eine lebendige Säurestruktur. Riesling nimmt mit rund 25 Prozent die größte Rebfläche ein; er zeigt hier einen mineralisch-kühlen Charakter, den die Muschelkalk- und Quarzitböden prägen. Daneben stehen Grauburgunder, Weißburgunder, Müller-Thurgau und Silvaner im Sortiment — insgesamt rund 30 Weine aus 15 Rebsorten, von der Gutswein-Ebene bis zum Großen Gewächs.

Die Spitze bilden die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE®, auf die Bernard Pawis nach eigener Aussage besonders stolz ist — trockene Lagenweine, die das Terroir des jeweiligen Standorts direkt abbilden. Wer mit Pawis-Weinen einsteigen möchte, liegt mit einem aromatischen Müller-Thurgau oder einem mineralischen Riesling vom Muschelkalkboden goldrichtig: Beide Stile stehen exemplarisch für das, was Saale-Unstrut von anderen deutschen Anbaugebieten unterscheidet.

Zscheiplitzweingut-pawis.de

Schnelle Antworten

Alte Klosterlagen, neu interpretiert –
Weingut Bernard Pawis

Bernard Pawis übernahm 1998 das Familienweingut und keltert heute auf 16 Hektar im historischen Gutshof Zscheiplitz – einem Pferdestall von 1862, der zur Kellerei wurde. Als VDP-Mitglied knüpft er an die Weinbautradition des Klosters Zscheiplitz an und zeigt, was die Unstrut zu leisten vermag.

Die Weine kommen aus Saale-Unstrut, einer der nördlichsten Weinregionen Deutschlands, wo kurze Sommer und kalte Nächte ihnen eine natürliche Spannung mitgeben. Die Böden aus Muschelkalk und Buntsandstein prägen vor allem die Weißweine: straffe Säure, klare Frucht, ein mineralischer Zug.

Bei Vinoscout findest du fünf Weine: den Weißburgunder als Großes Gewächs aus dem Freyburger Edelacker, den Riesling „Muschelkalk“, Grüner Silvaner und Müller-Thurgau – und mit dem Blauen Zweigelt einen Rotwein, der zeigt, dass Saale-Unstrut auch hier eigene Akzente setzt.