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Weinhaus Disibodenberg

Über dem Weinberg ragen die Ruinen des Klosters Disibodenberg in den Himmel – jener Ort, an dem Hildegard von Bingen einst lebte und wirkte. Geschichte ist hier kein Beiwerk.Sie ist Landschaft.Das ... Weiterlesen Weniger lesen

Über dem Weinberg ragen die Ruinen des Klosters Disibodenberg in den Himmel – jener Ort, an dem Hildegard von Bingen einst lebte und wirkte. Geschichte ist hier kein Beiwerk.

Sie ist Landschaft.Das Weingut Disibodenberg bewirtschaftet seine Lagen im Nahe-Gebiet mit einer Ernsthaftigkeit, die man im Glas spürt. Tonschiefer, vulkanischer Untergrund, Sandstein, Melaphyr – jede der vier Einzellagen hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Stimme.

Der steile Montfort speichert Wärme und gibt Tiefe. Der amphitheaterartige Kapellenberg thront hoch über der Nebelgrenze. Die große Steillage Kloster Disibodenberg trägt die Jahrhunderte in sich.Was dabei entsteht, sind Weine mit Haltung: ein Riesling, der gleichzeitig lebendig und tiefgründig ist, ein Spätburgunder mit echtem Substanz. Keine Show – nur ehrliche Arbeit in ungewöhnlich alten Böden. Wenn dich das neugierig macht, bist du hier genau richtig.

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Weinhaus Disibodenberg
Herkunft Nahe, Deutschland
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Über Weinhaus Disibodenberg

Vom Klosterwirtschaftshof zum Nahe-Burgunder-Schwergewicht

Die Geschichte des Weinhaus Disibodenberg reicht weit vor die erste Flasche zurück. Das Weingut entstand im frühen Mittelalter als Wirtschaftshof des Klosters Disibodenberg — auf dem Gelände der ehemaligen Klostermühle bei Odernheim, direkt an den Südhängen des gleichnamigen Berges. Das Kloster erlangte kulturgeschichtlichen Weltrang, weil Hildegard von Bingen dort über drei Jahrzehnte lebte und ihr Hauptwerk „Liber Scivias" verfasste. Nach der Säkularisierung in der Reformation bewirtschaftete die Odernheimer Familie Schmidt das Anwesen über Generationen, bevor 1992 ein entscheidender Neuanfang folgte.

In jenem Jahr übernahm der aus Meisenheim gebürtige Berliner Rechtsanwalt Prof. Christian Held als Quereinsteiger und persönlich haftender Gesellschafter die Geschäftsführung. 1997 fand er in Thomas Zenz, Diplom-Ingenieur für Weinbau, den passenden Kellermeister und operativen Leiter. Gemeinsam bauten sie das Weingut Schritt für Schritt aus: Die bewirtschafteten Flächen wuchsen, eine Sekterzeugung entstand, 2013 öffnete das Weinhotel Meisenheimer Hof, und 2017 wurde die Kellerei von Grund auf erneuert. Als 2018 die Lagen der Familie von Racknitz am Disibodenberg hinzukamen — darunter eine der ältesten Rieslinglagen Deutschlands — wuchs die Gesamtfläche auf rund 23 Hektar, und im März 2019 folgte die Umbenennung in Weingut Disibodenberg.

Steillagen, Handarbeit und der Anspruch an den Boden

Alle Rebflächen des Weinguts liegen ausschließlich in Steil- und Steilstlagen rund um Odernheim. Der südexponierte Montfort — über fünf Hektar, benannt nach dem Geschlecht der Boos von Waldeck — ruht auf Tonschiefer über vulkanischem Untergrund: ein Fundament, das Wärme speichert und den Weinen Tiefe gibt. Der amphitheaterartig angelegte Kapellenberg thront hoch über der Nebelgrenze, sein Bodenmosaik aus Sandsteinverwitterung, schieferdurchzogenen Partien und vulkanischem Melaphyr erzeugt spürbar verschiedene Aromenprofile. Die Lage Kloster Disibodenberg, zuletzt 2018 ins Eigentum des Weinguts gelangt, trägt das älteste Rieslingterroir der Region.

In diesen Hängen wird ausschließlich per Hand gearbeitet — von der Rebpflege bis zur Lese. Das Weingut ist Mitglied bei FAIR'N GREEN, einem Verband für ganzheitlich nachhaltige Wirtschaftsweise im Weinbau. Im Keller verbindet Kellermeister Thomas Zenz moderne Technik mit handwerklicher Konsequenz: niedrige Erträge, sorgfältige Selektion, Ausbau im Holzfass für die Spitzen. Herkunft gilt hier nicht als Marketingbegriff, sondern als Maßstab.

Burgundische Tiefe, Riesling-Mineralität — und ein Filmkomponist als Weinmacher

Das Weingut hat sich in einem vom Riesling dominierten Anbaugebiet als Burgunder-Adresse profiliert. Im Fokus stehen kraftvolle Weiß- und Rotweine aus Pinot-Rebsorten sowie ausdrucksstarke Rieslinge — geprägt von der Mineralität der vulkanischen und schiefrigen Böden, von Tiefe und zurückhaltendem Nachdruck statt lauter Frucht. Die Sekte des Hauses wurden von Fachmagazinen mehrfach hervorgehoben, und Gault Millau zeichnete das Weingut als „Aufsteiger" aus.

Eine besondere Facette des Sortiments ist die Zusammenarbeit mit Harold Faltermeyer — dem deutschen Filmkomponisten, bekannt durch seine Scores für Hollywood-Produktionen wie „Top Gun" und „Beverly Hills Cop". Als passionierter Weinliebhaber engagiert er sich langfristig am Weingut: Im Kapellenberg wurde eigens für ihn ein Hektar Sauvignon Blanc gepflanzt. Die Weine der Linie tragen Namen seiner Kinder — Melody (Pinot Gris), Raphael (Sauvignon Blanc) — und werden, wie alles hier, in den gleichen Steillagen unter den gleichen handwerklichen Bedingungen erzeugt. Wer das Weinhaus Disibodenberg kauft, bekommt Nahe-Charakter aus einem Boden, der schon die Mönche des Mittelalters überzeugt hat.

Nahe-Weine mit Geschichte —
Weinhaus Disibodenberg

Tonschiefer, Melaphyr, vulkanischer Untergrund — die vier Einzellagen des Weinguts liegen im Schatten der Klosterruine Disibodenberg, wo Hildegard von Bingen wirkte. Daraus entstehen Rieslinge mit lebendiger Säure und Tiefe sowie ein Spätburgunder mit echter Substanz.