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Van Volxem
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Das Weingut Van Volxem befindet sich in Wiltingen an der Saar südlich der Stadt Trier gelegen. Die Geschichte des Weinguts reicht bis ins 3. Jahrhundert zurück und ist seit 2000 im Besitz von Roman Niewodniczanski. Das Weingut verfügt über eine gesamte Rebfläche von 42 ha, die auf neun Lagen aufgeteilt ist. Zu den besten Lagen gehören Wiltinger Gottesfuß, Scharzhofberger und Bockstein. Die Böden bestehen hauptsächlich aus Devonschiefer. Für die Produktion der Weine von Van Volxem werden zu 96 % Rieslingtrauben und zu vier Prozent Weißburgundertrauben angebaut. Jährlich werden circa 280.000 Flaschen Wein produziert.

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Über Van Volxem
Vom Klostergut zum Aushängeschild der Saar
Das Stammhaus von Van Volxem steht im historischen Zentrum von Wiltingen — errichtet auf den Fundamenten einer römischen Hofanlage, bewirtschaftet seit dem frühen 18. Jahrhundert zunächst von den Luxemburger Jesuiten. Nach der Säkularisation gelangte das Gut in den Besitz des belgischen Kaufmanns Gustav van Volxem, dessen Familie es vier Generationen lang führte und an die Weltspitze brachte: Um 1900 erzielten Van-Volxem-Weine Preise, die selbst große Bordeaux übertrafen. Nach Jahrzehnten des Niedergangs und eines kurzen Interludiums unter dem Namen „Jordan & Jordan" stand das Gut Ende der 1990er-Jahre vor der Insolvenz. Ende 1999 übernahm Roman Niewodniczanski — Spross der Bitburger-Brauerei-Dynastie und Wirtschaftsgeograf — das heruntergewirtschaftete Anwesen, restaurierte es denkmalgerecht und vermarktete die Weine wieder unter ihrem historischen Namen. 2007 wurde Van Volxem Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP).
Organischer Weinbau, Schwerkraft-Keller, keine Kompromisse
Im Weinberg steht naturnahe, rein organische Bodenbewirtschaftung im Mittelpunkt: von der akkuraten Handlese in mehreren Selektionsdurchgängen bis zur sorgfältigen Nachlese auf dem Laufband im Keller. Um konzentrierte, aromatisch reife Früchte zu ernten, begrenzt Van Volxem den Ertrag auf durchschnittlich rund 40 hl/ha — in den Spitzenlagen wird zumeist erst im November gelesen. 2019 eröffnete das Gut nach dreijähriger Bauzeit eine neue Weinmanufaktur auf dem Wiltinger Schlossberg: Trauben und Most werden dort ausschließlich über Schwerkraft bewegt, ohne Pumpen. Das Herzstück bildet ein Natursteinkeller, in dem die Weine in Holzfässern aus gutseigenen Eichen reifen. Im Keller wird konsequent mit wilden Hefen spontan vergoren, auf Schönungsmittel wird verzichtet — das Terroir soll sprechen, nicht der Eingriff des Winzers.
Seit 2022 wird Roman Niewodniczanski von Kellermeister Christoph Friedrich und Verwalter Lukas Becker unterstützt. Der Vinum Weinguide zeichnete Niewodniczanski 2019 als Winzer des Jahres aus.
Riesling pur — von der Gutswein-Ebene bis zu 130 Jahre alten Wurzelreben
Van Volxem bewirtschaftet rund 80 Hektar Steillagen entlang der Saar, davon über 90 % mit Riesling bepflanzt. Das durchschnittliche Rebenalter liegt bei etwa 35 Jahren; in der Lage Wiltinger Gottesfuß wachsen Reben, die rund 130 Jahre alt und wurzelecht sind — eine Rarität, die in Deutschland kaum ihresgleichen findet. Die Böden wechseln je nach Lage zwischen Devonschiefer, Rotschiefer, Grauschiefer, Quarzit und Diabas; sie speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts langsam ab, was selbst in kühlen Jahren eine gleichmäßige Reifung ermöglicht. Zu den VDP-Großen Lagen zählen Scharzhofberger, Wiltinger Gottesfuß, Bockstein und Altenberg. Die daraus entstehenden Großen Gewächse zeigen, was die Saar in ihrer besten Form kann: präzise Säurestruktur, salziger Abgang, Gelbfrucht und Schiefer-Mineralik, die auch nach einem Jahrzehnt im Keller noch zulegt. Wer mit dem Saar Riesling QbA trocken einsteigt, bekommt bereits einen klaren Eindruck des Hauses — mineralisch, schlank, mit Graphit-Note und langem Finish — bevor die Lagenrieslinge die volle Tiefe der Saar entfalten.
Wiltingenvanvolxem.com


















