Die Domaine · Loiretal · Frankreich

Chéreau Carré

Die gesunden, aromatisch ausgereiften Muscadet-Trauben werden sofort in die Kellerei gebracht, hier in pneumatischen Pressen schonend gepresst, dann die Moste durch Kaltsedimentation sanft vorgeklä... Weiterlesen Weniger lesen

Die gesunden, aromatisch ausgereiften Muscadet-Trauben werden sofort in die Kellerei gebracht, hier in pneumatischen Pressen schonend gepresst, dann die Moste durch Kaltsedimentation sanft vorgeklärt und in rund zwei bis drei Wochen traditionell vergoren.

Gemäß AOC-Vorschrift verbleibt der Wein nach der Vergärung während der gesamten Reifezeit bis zur Flaschenabfüllung auf den Feinhefen.

Die traditionelle bâtonnage, das regelmäßige Aufrühren des Feinhefelagers, verleiht der Frucht noch mehr Ausdruck und dem Wein insgesamt eine noch elegantere Fülle und Balance.

Nach vollendeter (mindestens viermonatiger) Reife wird der Muscadet im Frühjahr des folgenden Jahres auf Château de la Chesnaie direkt vom Hefelager auf die Flaschen gefüllt und für den Handel frei gegeben

Roubaix, Loiretal 5 Produkte
Zum Sortiment
Chéreau Carré
Herkunft Loiretal, Frankreich
Sortiment 5 Produkte

Filter

Sortierung:

Über die Domaine Chéreau Carré

Drei Generationen im Herzen des Muscadet-Landes

Die Geschichte von Chéreau Carré beginnt 1953 im Loire-Atlantique-Département, südöstlich von Nantes: Bernard Chéreau Senior heiratet Edmonde Carré, und aus dieser Verbindung entsteht das Familienweingut, das heute seinen Namen trägt. Den Grundstein legte er mit dem Kauf des Château de Chasseloir — einem Anwesen, auf dem damals Jahrhundertreben neben Pferden, Rindern und Getreidefeldern standen. Chéreaus Ziel war es, einen Muscadet zu schaffen, der sich mit den großen Weißweinen Frankreichs messen kann. Die Wurzeln der Familie in der Region reichen dabei bis ins 11. Jahrhundert zurück.

Sohn Bernard Chéreau Junior brach sein Medizinstudium ab, um 1982 ins Weingut einzusteigen, und trieb die Bekanntheit des Muscadet Sèvre-et-Maine sur Lie in Frankreich wie international voran. Heute leitet das Vater-Tochter-Gespann Bernard und Louise Chéreau das Domaine in der zweiten und dritten Generation gemeinsam — Louise als Stimme der Gegenwart, die das Haus stetig neu erfindet.

Schwerkraft, Schiefer und der Mut zur langen Hefe

Chéreau Carré bewirtschaftet mehrere Einzellagen rund um den Zusammenfluss von Sèvre und Maine, deren Böden je nach Parzelle aus Schiefer, Gneis und Orthogneis bestehen. Die Weinberge werden nach den Grundsätzen des nachhaltigen Anbaus bewirtschaftet: Herbizide kommen nicht zum Einsatz, der Boden wird gepflügt, die Lese erfolgt von Hand. Der Keller am Château de Chasseloir ist in den Hang gebaut und arbeitet ausschließlich per Schwerkraft — ohne Pumpen, die das aromatische Potenzial der Trauben gefährden könnten. Für die anspruchsvollsten Lagen setzt das Domaine auf Spontanvergärung mit Wildhefe aus dem Weinberg.

Chéreau Carré gilt als Pionier der Méthode sur Lie: Bernard Chéreau Senior war der Erste in der Appellation, der Muscadet auf den Feinhefen reifen ließ — eine Technik, die 1977 offiziell in das AOC-Regelwerk aufgenommen wurde. Vater und Sohn setzten diese Arbeit konsequent fort und machten das Domaine zur treibenden Kraft hinter den Crus Communaux, dem System zur Klassifizierung herausragender Muscadet-Einzellagen.

Klassische Tiefe und mutige Neuerfindungen

Das Sortiment spannt einen weiten Bogen: Auf der einen Seite stehen klassische Muscadet Sèvre-et-Maine sur Lie wie das Château de la Chesnaie oder die Griffe Bernard Chéreau — dichte, mineralische Weine mit ausgeprägter Zitrusstruktur und salzigem Abgang, wie Melon de Bourgogne ihn auf Schieferboden entwickelt. Auf der anderen Seite steht Louises Projekt Vices & Vertus: eine Linie, die bewusst mit den Konventionen bricht. Der Katharos entsteht als schwefelfreier Muscadet aus Chasseloir-Trauben auf Schiefer — vergoren ohne zugesetztes SO₂, auf der Hefe abgefüllt, um Oxidation zu vermeiden, und ohne Malo-Vergärung, damit die Säurestruktur frisch bleibt. Die Colère ist eine Folle Blanche als Vin de France — eine in der Loire fast verschwundene Rebsorte, die Louise als eigenständige, lebhafte Cuvée neu begreift. Zu den klassischen Muscadet-Weinen passt atlantisch geprägter Fisch — Austern, gegrillter Wolfsbarsch, Jakobsmuscheln; die Weine der Vices-&-Vertus-Linie sind offen für Experimentierfreude am Tisch.

Chéreau Carré —
Muscadet sur lie vom Château de la Chesnaie

Chéreau Carré gehört zu den bekanntesten Adressen im Muscadet-Sèvre-et-Maine-Gebiet der Loire. Das Weingut bewirtschaftet seine Lagen rund um das Château de la Chesnaie mit dem Ziel, die typische Mineralik und die feine Frucht der Region so direkt wie möglich in die Flasche zu bringen — ohne Umwege, ohne Kompromisse beim Handwerk.

Die Trauben werden nach der Lese sofort in die Kellerei gebracht und in pneumatischen Pressen besonders schonend verarbeitet. Nach einer Kaltsedimentation zur Vorklärung vergären die Moste über zwei bis drei Wochen traditionell. Anschließend verbleibt der Wein gemäß AOC-Vorschrift bis zur Abfüllung auf den Feinhefen — die regelmäßige bâtonnage, das Aufrühren des Hefelagers, gibt dem Wein seine charakteristische Fülle und eine lebendige Balance zwischen Frische und Textur.

Abgefüllt wird der Muscadet im Frühjahr des Folgejahres direkt vom Hefelager — sur lie, wie es die Tradition verlangt. Das Ergebnis ist ein Weißwein, der zu Meeresfrüchten, Austern oder einem einfachen Fischgericht ebenso passt wie als Aperitif an einem warmen Abend.