Trentino · Italien

San Leonardo

San Leonardo steht für Weine aus dem Trentino, einer der spannendsten Rotweinregionen Italiens. Bei Vinoscout findest du das Sortiment in einer Preisspanne von rund 17 bis 94 Euro – von zugängliche... Weiterlesen Weniger lesen

San Leonardo steht für Weine aus dem Trentino, einer der spannendsten Rotweinregionen Italiens. Bei Vinoscout findest du das Sortiment in einer Preisspanne von rund 17 bis 94 Euro – von zugänglichen Einstiegsweinen bis hin zu ambitionierten Cuvées. Im Mittelpunkt stehen kraftvolle Rotweine aus Cabernet Sauvignon, Carmenère und Lagrein sowie ein frischer Sauvignon Blanc, der die alpine Herkunft des Guts spürbar macht.

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San Leonardo
Herkunft Trentino, Italien
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Über San Leonardo

Vom Kreuzfahrerkloster zum Referenzweingut des Trentino

Was heute eines der bekanntesten Weingüter Italiens ist, begann als Kloster: Seit 1215 stand auf dem Anwesen im Avio-Tal, am südlichen Zipfel des Trentino, ein Mönchskonvent, der Kreuzfahrern als Herberge diente. Die Familie Guerrieri Gonzaga pachtete das Gut ab 1741 und erwarb es noch im selben Jahrhundert käuflich. Den entscheidenden Impuls zum modernen Weinbau setzte Marchese Carlo Guerrieri Gonzaga, der das Gut 1974 von seinem Vater übernahm. Carlo hatte Önologie in Lausanne studiert — unter dem einflussreichen französischen Önologen Émile Peynaud — und danach als Berater bei der Tenuta San Guido in der Toskana gearbeitet, dem Gut, auf dem der Sassicaia entstand. Diese Prägung war programmatisch: Carlo brachte die Seele der großen Bordeaux-Châteaux ins Trentino, ohne das alpine Terroir zu verleugnen. 1982 entstand der erste Jahrgang des Flaggschiff-Blends San Leonardo. Heute leitet sein Sohn Anselmo das Weingut, unterstützt vom renommierten Önologen Carlo Ferrini, der seit dem Jahr 2000 als Berater tätig ist.

Handwerk zwischen Alpen und Gardasee

Die 30 Weinbau-Hektar liegen eingebettet in ein 300 Hektar großes Anwesen aus Wäldern, Wiesen und Flussauen im Vallagarina, nahe der Etsch. Die Böden sind glazial geprägt: Kies, Lehm und Kalk wechseln sich ab, leiten Wasser gut ab und speichern tagsüber Wärme. Das Klima verdankt seine Besonderheit zwei gegenläufigen Kräften — der Alpenbarriere im Norden, die kalte Winde abbremst, und der Wärme des nahegelegenen Gardasees, die durch das Tal aufsteigt. Der Ora del Garda, ein täglicher Windstrom vom See, trocknet die Laubwand und hält Krankheitsdruck gering. Starke Tag-Nacht-Temperaturunterschiede, auch im Sommer, sorgen für lange, langsame Reife und ausgeprägte Frische in den Beeren. Im Weinberg setzt die Familie auf konsequent niedrige Erträge und ausschließlich indigene Hefen bei der Vergärung. Die Reben für den Flaggschiff-Wein sind mindestens 25 Jahre alt. Carménère — die Sorte, die auf dem Gut seit dem 19. Jahrhundert als Cabernet Franc galt, bis eine DNA-Analyse die Wahrheit ans Licht brachte — wird teilweise wieder in der traditionellen Pergola-Erziehung kultiviert, um ihr volles sortentypisches Profil auszuschöpfen. Die Reifung der Rotweine erfolgt über 18 bis 24 Monate im Barrique, in alten Kellergewölben ohne mechanische Kühlung.

Bordeaux-Seele, alpine Frische — das Sortiment im Überblick

Im Zentrum steht der San Leonardo, eine Cuvée aus 60 % Cabernet Sauvignon, 30 % Carménère und 10 % Merlot. Der Wein trägt eine klare Handschrift: keine hedonistische Üppigkeit im toskanischen Stil, sondern kühle Würze, Struktur und Länge — rauchige Paprika und grüne Olive als sortentypische Carménère-Signatur, gerahmt von der Dichte des Cabernet Sauvignon. Der Terre di San Leonardo interpretiert diese Stilistik zugänglicher und fruchtbetonter. Villa Gresti, ein Merlot-Carménère-Blend, bringt Fülle mit mediterranem Charakter. Auf der Gegenseite steht der Vette di San Leonardo, ein Sauvignon Blanc aus höheren Lagen, der die alpine Herkunft des Guts klar abbildet: kräuterig, zitrusfrisch, mit lebendiger Säure. Ergänzt wird das Portfolio durch den Gemma, einen Rosato. Das Ergebnis ist ein Sortiment, das die geographische Zwischenstellung des Trentino — alpin und mediterranzugleich — konsequent nutzt und in stilistisch kohärente Weine übersetzt.

", "notes": "Quellenlage gut bis sehr gut. Offizielle Website (sanleonardo.it) sowie englischsprachige Fachquellen (Grape Collective-Interview mit Anselmo, World of Fine Wine, Old Vine Conference, Please the Palate) bestätigen die Kerndaten. Widerspruch bei Bio-Zertifizierung: Hawesko nennt 'offiziell biologisch zertifiziert seit 2015', Anselmo selbst sagte in einem Interview (April 2025) 'organic but not certified' — daher wurde keine Zertifizierungsaussage in den Text aufgenommen. Hektar-Angabe (30 ha Weinbau / 300 ha Gesamt) von mehreren Quellen übereinstimmend bestätigt. Gambero Rosso 2025 Winery of the Year laut pleasethepalate.com erwähnt, aber nicht in den Haupttext aufgenommen, da es sich um ein laufendes Jahr handelt und Verifizierung über eine einzige Quelle hinaus ausstand. 1982 als erstes Flaggschiff-Jahrgang und Blend-Komposition (60/30/10) aus direktem Anselmo-Interview belegt.", "source_quality": "high" } ``` Zeichenzählung (Text ohne JSON-Rahmen, nur der HTML-Content): ~3.150 Zeichen — liegt sicher im Korridor 2000–3500. ```json {"text":"

Vom Kreuzfahrerkloster zum Referenzweingut des Trentino

Was heute eines der bekanntesten Weingüter Italiens ist, begann als Kloster: Seit 1215 stand auf dem Anwesen im Avio-Tal, am südlichen Zipfel des Trentino, ein Mönchskonvent, der Kreuzfahrern als Herberge diente. Die Familie Guerrieri Gonzaga pachtete das Gut ab 1741 und erwarb es noch im selben Jahrhundert käuflich. Den entscheidenden Impuls zum modernen Weinbau setzte Marchese Carlo Guerrieri Gonzaga, der das Gut 1974 von seinem Vater übernahm. Carlo hatte Önologie in Lausanne studiert — unter dem einflussreichen französischen Önologen Émile Peynaud — und danach als Berater bei der Tenuta San Guido in der Toskana gearbeitet, dem Gut, auf dem der Sassicaia entstand. Diese Prägung war programmatisch: Carlo brachte die Seele der großen Bordeaux-Châteaux ins Trentino, ohne das alpine Terroir zu verleugnen. 1982 entstand der erste Jahrgang des Flaggschiff-Blends San Leonardo. Heute leitet sein Sohn Anselmo das Weingut, unterstützt vom renommierten Önologen Carlo Ferrini, der seit dem Jahr 2000 als Berater tätig ist.

Handwerk zwischen Alpen und Gardasee

Die 30 Weinbau-Hektar liegen eingebettet in ein 300 Hektar großes Anwesen aus Wäldern, Wiesen und Flussauen im Vallagarina, nahe der Etsch. Die Böden sind glazial geprägt: Kies, Lehm und Kalk wechseln sich ab, leiten Wasser gut ab und speichern tagsüber Wärme. Das Klima verdankt seine Besonderheit zwei gegenläufigen Kräften — der Alpenbarriere im Norden, die kalte Winde abbremst, und der Wärme des nahegelegenen Gardasees, die durch das Tal aufsteigt. Der Ora del Garda, ein täglicher Windstrom vom See, trocknet die Laubwand und hält Krankheitsdruck gering. Starke Tag-Nacht-Temperaturunterschiede, auch im Sommer, sorgen für lange, langsame Reife und ausgeprägte Frische in den Beeren. Im Weinberg setzt die Familie auf konsequent niedrige Erträge und ausschließlich indigene Hefen bei der Vergärung. Die Reben für den Flaggschiff-Wein sind mindestens 25 Jahre alt. Carménère — die Sorte, die auf dem Gut seit dem 19. Jahrhundert als Cabernet Franc galt, bis eine DNA-Analyse die Wahrheit ans Licht brachte — wird teilweise wieder in der traditionellen Pergola-Erziehung kultiviert, um ihr volles sortentypisches Profil auszuschöpfen. Die Reifung der Rotweine erfolgt über 18 bis 24 Monate im Barrique, in alten Kellergewölben ohne mechanische Kühlung.

Bordeaux-Seele, alpine Frische — das Sortiment im Überblick

Im Zentrum steht der San Leonardo, eine Cuvée aus 60 % Cabernet Sauvignon, 30 % Carménère und 10 % Merlot. Der Wein trägt eine klare Handschrift: keine hedonistische Üppigkeit im toskanischen Stil, sondern kühle Würze, Struktur und Länge — rauchige Paprika und grüne Olive als sortentypische Carménère-Signatur, gerahmt von der Dichte des Cabernet Sauvignon. Der Terre di San Leonardo interpretiert diese Stilistik zugänglicher und fruchtbetonter. Villa Gresti, ein Merlot-Carménère-Blend, bringt Fülle mit mediterranem Charakter. Auf der Gegenseite steht der Vette di San Leonardo, ein Sauvignon Blanc aus höheren Lagen, der die alpine Herkunft des Guts klar abbildet: kräuterig, zitrusfrisch, mit lebendiger Säure. Ergänzt wird das Portfolio durch den Gemma, einen Rosato. Das Ergebnis ist ein Sortiment, das die geographische Zwischenstellung des Trentino — alpin und mediterran zugleich — konsequent nutzt und in stilistisch kohärente Weine übersetzt.

San Leonardo –
Bordeaux-Seele im Trentino

Auf dem Weingut der Marchesi Guerrieri Gonzaga im Südtiroler Lagatal entstehen seit Generationen Rotweine, die Bordeaux-Eleganz mit alpiner Frische verbinden. Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot reifen hier zu tiefgründigen, lagerfähigen Cuvées.