Elsass · Frankreich
Domaines Schlumberger
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Domaines Schlumberger aus Guebwiller im südlichen Elsass ist seit 1810 in Familienbesitz und zählt zu den bedeutendsten Weingütern Frankreichs. Heute führt die siebte Generation das Haus: Séverine und Thomas Schlumberger bewirtschaften rund 140 Hektar Weinberge – das größte zusammenhängende AOC-Weingut des Elsass, davon 70 Hektar in vier Grand-Cru-Lagen. Auf Steilhängen mit bis zu 50 Prozent Gefälle, gepflegt mit Zugpferden und über 50 Kilometern steinerner Stützmauern, entstehen Weine mit großer Tiefe. Schlumberger keltert ausschließlich eigene Trauben und produziert bewusst nur die Hälfte dessen, was das Gesetz erlauben würde.

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Über Domaines Schlumberger
Von der Textilfabrik zum größten Grand-Cru-Besitzer des Elsass
Als Nicolas Schlumberger (1782–1867) 1810 nach Guebwiller zog, um dort eine Textilmaschinenfabrik zu eröffnen, erwarb er nebenbei rund 20 Hektar Weinberge an den Hängen oberhalb der Stadt. Was als Nebenerwerb begann, wurde zur eigentlichen Lebensaufgabe der Familie. Nach seinem Tod erbte Jean Schlumberger die Rebflächen und legte damit den Grundstein für eine systematische Weinproduktion. Den entscheidenden Wachstumsschritt vollzog Ernest Schlumberger (1885–1954): Während der Reblaus-Epidemie zu Beginn des 20. Jahrhunderts kaufte er brachliegende, verwüstete Weinberge auf, bepflanzte sie neu und baute das Gut von jenen ursprünglichen 20 auf schließlich 140 Hektar aus. Heute führt die siebte Generation das Haus: Séverine und Thomas Schlumberger bewirtschaften gemeinsam mit ihrem Onkel Alain das größte zusammenhängende AOC-Weingut des Elsass.
Steilhänge, Steinmauern, 50 Kilometer Handarbeit
Das Herzstück des Guts sind vier Grand-Cru-Lagen — Kitterlé, Kessler, Saering und Spiegel — deren Klassifizierung 1983 offiziell anerkannt wurde. Von den 140 Hektar Gesamtfläche entfallen 70 auf diese vier Terroirs, ein Verhältnis, das im Elsass einmalig ist: Schlumberger hält damit mehr Grand-Cru-Fläche als jedes andere Weingut der Region. Die Hänge erreichen Neigungen von bis zu 50 Grad; erhalten werden sie durch über 50 Kilometer steinerner Trockenmauern, die zum Teil mit Zugpferden gepflegt werden, weil Traktoren auf solchem Gelände nicht arbeiten können. Hinzu kommt ein konsequentes Bekenntnis zur Herkunft: Schlumberger kauft weder Trauben noch Most noch fertige Weine zu. Alles, was in den Keller kommt, wächst auf eigenem Land. Im Ausbau stehen 120 große Holzfässer — teils über 100 Jahre alt, bewusst neutral gehalten, damit sie dem Wein keine Holznote übertragen — sowie 80 Edelstahltanks, die eine parzellenweise Vinifikation ermöglichen. Auf den Grand-Cru-Flächen wird zudem ein Teil der Rebfläche biodynamisch bewirtschaftet, der Gesamtertrag bleibt mit rund 25 Hektolitern je Hektar weit unter dem gesetzlich Erlaubten.
Sieben Rebsorten, vier Terroirs, ein Stil: mineralisch und lagerfähig
Schlumberger baut alle sieben klassischen elsässischen Rebsorten an — Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris, Muscat, Pinot Blanc, Pinot Noir und Sylvaner. Das Sortiment gliedert sich in die zugänglichere Linie Les Princes Abbés, benannt nach den Fürstäbten der Murbach-Abtei, die einst diese Lagen kontrollierten, sowie in die Grand-Cru-Cuvées, in denen Rebsorte und Terroir jeweils klar adressiert werden. Auf dem Kitterlé, dem steilsten und bekanntesten der vier Grands Crus mit Vulkangesteins- und Sandsteinböden, entstehen die kraftvollsten und strukturiertesten Abfüllungen. Kessler und Spiegel liefern etwas schwerere, tiefgründige Weine mit ausgeprägter Textur, während der Saering auf Kalk-Mergel-Sandstein für elegantere, zitronisch-mineralische Ausdrücke bekannt ist. In Ausnahmejahrgängen produziert Schlumberger zudem Vendanges Tardives und Sélections de Grains Nobles — ausschließlich aus Grand-Cru-Trauben. Wer die Weine dieser Domaine in den Keller legt, profitiert davon: Säurestruktur und Extrakt aus den Steillagen schaffen die Grundlage für lange Entwicklung im Glas.
Guebwillerdomaines-schlumberger.com
Domaines Schlumberger —
Steillagen-Winzer aus Guebwiller im Elsass
Domaines Schlumberger aus Guebwiller im südlichen Elsass bewirtschaftet seit 1810 in Familienbesitz rund 140 Hektar Weinberge — das größte zusammenhängende AOC-Weingut des Elsass. Séverine und Thomas Schlumberger führen das Haus in siebter Generation und setzen dabei auf eine Bewirtschaftung, die den Boden in den Mittelpunkt stellt: Steilhänge mit bis zu 50 Prozent Gefälle, über 50 Kilometer steinerne Stützmauern und Zugpferde statt Maschinen.
Vier Grand-Cru-Lagen — Kitterlé, Kessler, Saering und Spiegel — prägen den Charakter der Weine. Granit, Sandstein und Kalk geben den Trauben ihre mineralische Tiefe, die langen Reifezeiten am Hang ihre Konzentration. Schlumberger keltert ausschließlich eigene Trauben und produziert bewusst nur die Hälfte der gesetzlich erlaubten Menge — ein klares Bekenntnis zu Qualität statt Volumen.
Die Weine zeigen, was das Elsass kann, wenn Terroir und Geduld zusammenkommen: präzise Säure, aromatische Vielschichtigkeit und eine Lagerfähigkeit, die viele überrascht. Ob Riesling, Gewurztraminer oder Pinot Gris — hier spricht immer die Lage.


















