Das Weingut · Toskana · Italien

Castelli di Grevepesa

Castelli di Grevepesa steht für das Herz der Toskana – für Weine, die ihre Heimat zwischen Florenz und Siena mit jeder Flasche spürbar machen.Neben klassischen Chianti- und Chianti-Classico-Weinen ... Weiterlesen Weniger lesen

Castelli di Grevepesa steht für das Herz der Toskana – für Weine, die ihre Heimat zwischen Florenz und Siena mit jeder Flasche spürbar machen.

Neben klassischen Chianti- und Chianti-Classico-Weinen aus Sangiovese hütet das Weingut eine der faszinierendsten Traditionen Italiens: den Vin Santo. Für diesen legendären Süßwein werden Trebbiano- und Malvasia-Trauben schonend getrocknet, bevor sie langsam zu einem Wein werden, der Geschichte und Handwerk in jedem Schluck vereint. Ob du ihn zur Meditation genießt oder klassisch mit Cantuccini – er erzählt dir einfach eine Geschichte.

Montespertoli, Toskana 1 Produkte
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Castelli di Grevepesa
Herkunft Toskana, Italien
Sortiment 1 Produkte
Rebsorten Trebbiano

1 Produkt

Angebot12,99 €
0,375 l34,64 €/lNährwerte

Über das Weingut Castelli di Grevepesa

Von der Genossenschaftsidee zur größten Chianti-Classico-Familie

Am 21. Juni 1965 gründete Cavalier Gualtiero Armando Nunzi zusammen mit einer ersten Gruppe von 17 Weinbauern aus dem florentinischen Chianti Classico die Kellerei Castelli del Grevepesa. Die Idee war für ihre Zeit ambitioniert: eine moderne Genossenschaftskellerei, die die Trauben mehrerer kleiner Betriebe bündelt und nach den strengen Regeln des damaligen Consorzio Gallo Nero gemeinsam vinifiziert. Als Symbol wählten die Gründer die Schwertlilie, die wild zwischen dem Val di Greve und dem Val di Pesa wächst – ein Sinnbild für Widerstandskraft und die enge Bindung an die florentinische Kultur.

Aus den anfänglich 17 Winzern ist längst die größte Familie des Chianti Classico geworden: heute zählt die Genossenschaft über 120 angeschlossene Weinbaubetriebe aus verschiedenen Teilzonen der Appellation. Ein wichtiger Produktionsstandort liegt in Montespertoli im Tal des Virginio-Bachs, wo seit Jahrhunderten Reb- und Olivenanbau die Landwirtschaft prägen; die dortige Genossenschaft der Colli Fiorentini wurde 1972 gegründet und 1988 sowie 1993 um die Cantina Sociale Colline d'Elsa aus Gambassi Terme und die genossenschaftliche Ölmühle von Montespertoli erweitert.

Gemeinsam für Terroir und Tradition

Die Mitgliedsbetriebe bewirtschaften Lagen in Greve in Chianti, San Casciano Val di Pesa, Tavarnelle Val di Pesa und Barberino Val d'Elsa, ergänzt durch Zulieferer aus San Gimignano und der Maremma. Diese Vielfalt an Kleinstlagen erlaubt es Castelli del Grevepesa, ein breites Spektrum toskanischer Terroirs abzubilden – jeder Weinberg mit eigenem Mikroklima und eigenem Boden fließt in eine entsprechend eigenständige Abfüllung.

Die Kellerei investiert in Energieeffizienz, von moderner Beleuchtung über Photovoltaik bis zu einer Heizzentrale auf Hackschnitzelbasis. Parallel entstehen biologische Erzeugnisse und Weine ohne Schwefelzusatz.

Vom Gran-Selezione-Chianti bis zum jahrhundertealten Vin Santo

Das Sortiment reicht von Chianti DOCG und Chianti Classico DOCG über die Riserva- und Gran-Selezione-Linien Lamole und Panzano bis zu Bolgheri und Nobile di Montepulciano. Jede Etikette entsteht aus Trauben des jeweils passenden Teilgebiets und zeigt dadurch einen eigenen Charakter.

Eine der ältesten Traditionen des Hauses ist der Vin Santo: Trebbiano- und Malvasia-Trauben werden von Hand gelesen, auf Schilfmatten appassiert und anschließend langsam in kleinen Caratelli aus Kastanien- oder Eichenholz vergoren. Entscheidend für den Charakter ist die sogenannte Madre, die feinhefige Starterkultur aus dem Vorjahr, die die Fermentation in Gang hält. Nach mindestens drei Jahren Reifung im Caratello wird der Wein filtriert und abgefüllt – so entstehen der Castelgreve Vin Santo del Chianti Classico und die Riserva Clemente VII. Farblich zeigt sich der Castelgreve bernsteingelb mit goldenen Reflexen, in der Nase Aprikose, Rosinen und Feige, am Gaumen samtig mit fein eingebundener Süße. Serviere ihn bei 12 bis 18 °C zu Cantuccini, trockenem Mandelgebäck oder einem würzig-reifen Käse.

Castelli di Grevepesa –
Toskana zwischen Florenz und Siena

Castelli di Grevepesa liegt im Chianti Classico, dem schmalen Streifen Toskana zwischen Florenz und Siena, wo Sangiovese seit Jahrhunderten seinen charakteristischsten Ausdruck findet. Die Genossenschaft bündelt Lagen aus dem gesamten Classico-Gebiet und vinifiziert sie mit dem Ziel, die Herkunft ablesbar zu halten – im Glas zeigt sich das als Kirscharoma, feine Tannine und die typische Säure, die toskanische Rotweine so tischfähig macht.

Neben dem Chianti Classico hütet das Weingut eine der ältesten Traditionen Italiens: den Vin Santo. Trebbiano- und Malvasia-Trauben werden nach der Lese auf Strohmatten oder an Schnüren getrocknet, bis ein Großteil des Wassers entwichen ist. Der eingedickte Most vergärt dann über Jahre in kleinen Holzfässern, den sogenannten Caratelli, unter dem Dach des Weinguts – Hitze im Sommer, Kälte im Winter, kein Eingriff. Was entsteht, ist ein Wein mit Aromen von getrockneter Aprikose, Walnuss und Honig, einem langen, leicht oxydativen Abgang.

Klassisch wird der Vin Santo zu Cantuccini gereicht – die Mandelbiscotti werden kurz eingetaucht, der Wein übernimmt den Rest. Wer ihn pur trinkt, braucht nichts weiter als ein kleines Glas und etwas Zeit.