Die Domaine · Champagne · Frankreich

Veuve Clicquot Ponsardin

Veuve Clicquot – hinter diesem Namen steckt eine der faszinierendsten Geschichten der Champagne. Die Witwe Clicquot übernahm 1805 mit gerade einmal 27 Jahren das Haus ihres verstorbenen Mannes und ... Weiterlesen Weniger lesen

Veuve Clicquot – hinter diesem Namen steckt eine der faszinierendsten Geschichten der Champagne. Die Witwe Clicquot übernahm 1805 mit gerade einmal 27 Jahren das Haus ihres verstorbenen Mannes und revolutionierte die Champagnerherstellung: Das Rüttelpult, das sie mitentwickelte, ist bis heute Standard.


Das unverwechselbare gelbe Etikett ist längst mehr als ein Logo – es steht für Verlässlichkeit, Reife und einen vollmundigen Stil, der Tiefe mit Eleganz verbindet. Im Mittelpunkt steht der non-vintage Yellow Label, geprägt von Pinot Noir und jahrzehntelanger Kellererfahrung.

Epernay, Champagne 4 Produkte 3 prämierte Produkte
Zum Sortiment
Veuve Clicquot Ponsardin
Herkunft Champagne, Frankreich
Sortiment 4 Produkte
Rebsorten ChardonnayPinot MeunierPinot Noir

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Über die Domaine Veuve Clicquot Ponsardin

Von der Witwe zur Grande Dame der Champagne

Veuve Clicquot Ponsardin wurde 1772 von Philippe Clicquot gegründet, einem Reimer Kaufmann aus einer Familie von Bankiers und Textilfabrikanten, der seine Weinbergsparzellen in Ambonnay und Bouzy zu einem Champagnerhaus ausbaute. Den entscheidenden Wendepunkt brachte das Jahr 1805: François Clicquot, sein Sohn und Nachfolger, starb überraschend — und hinterließ seine 27-jährige Witwe Barbe-Nicole Ponsardin als alleinige Leiterin eines noch jungen Unternehmens. In einer Epoche, in der Frauen aus dem Geschäftsleben weitgehend ausgeschlossen waren, übernahm sie die Führung und formte das Haus zur international bekannten Größe.

Ihre technischen Leistungen prägen die Champagnerherstellung bis heute: 1810 brachte sie den ersten dokumentierten Jahrgangs-Champagner auf den Markt, 1816 entwickelte sie das Rüttelpult (riddling table), das die Klärung des Sekts revolutionierte und weltweit übernommen wurde. Zwei Jahre später, 1818, erfand sie den ersten bekannten Rosé-Champagner durch die Assemblage von Rot- und Weißwein — eine Methode, die auch heute noch in der gesamten Champagne Anwendung findet. Seit 1987 gehört das Haus zum LVMH-Konzern, ohne dabei seinen charakteristischen Stil aufzugeben.

Pinot Noir, Kreidegewölbe und nachhaltige Bewirtschaftung

Das Weingut bewirtschaftet rund 390 Hektar eigene Rebflächen, verteilt auf Grands Crus und Premiers Crus in der Montagne de Reims, der Côte des Blancs und dem Vallée de la Marne — etwa 95 Prozent der eigenen Lagen tragen Grand- oder Premier-Cru-Klassifizierung. Hinzu kommen langjährige Partnerschaften mit rund 400 Winzersfamilien, von denen viele seit mehreren Generationen Trauben an das Haus liefern. Die Lese erfolgt ausschließlich per Hand, parzellenscharf, in kleinen Behältern, damit die Beeren den Weg zur Presse unbeschädigt überstehen.

Die Vinifikation setzt auf strikte Cru-Trennung: Jede Rebsorte, jeder Cru und jede Fraktion wird separat ausgebaut — in Edelstahltanks, um Frucht und Terroir-Charakter zu bewahren. Ein kleiner Teil reift in großen Holzfässern, reserviert für Jahrgangsweine und die Cave-Privée-Linie. Gelagert wird in den historischen Kreidegewölben unter Reims, die sich über 24 Kilometer erstrecken und stabile Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen bieten. In Sachen Nachhaltigkeit verzichtet das Haus seit 2018 vollständig auf Herbizide, setzt ausschließlich organische Dünger ein und hat sich mit dem Programm EcoYellow das Ziel der vollständigen Klimaneutralität bis 2050 gesetzt.

Der Stil: Pinot-Noir-Tiefe und das ikonische gelbe Etikett

Das Herzstück des Sortiments ist der non-vintage Yellow Label Brut — eine Assemblage aus 50 bis 60 verschiedenen Crus, Pinot-Noir-betont, mit Chardonnay für Frische und Meunier als fruchtiger Komponente. Mindestens drei Jahre Hefelager geben ihm seine charakteristischen Aromen: Brioche, gebackener Apfel, Zitrusschale, ein langer cremiger Abgang. Das Rosé Brut, aufgebaut auf denselben Grundweinen und ebenfalls drei Jahre in den Kreidegewölben gereift, fügt rote Beerenaromen und eine seidige Textur hinzu. Für besondere Anlässe steht der Rich zur Verfügung — ein Champagner mit höherer Dosage, der sich auch mit Eis oder Frucht trinken lässt. Jahrgangsweine erscheinen nur in außergewöhnlichen Erntejahren und zeigen die Tiefe einzelner Terroir-Ausdrücke mit entsprechendem Reifepotenzial.

Häufige Fragen

Seit 1805: Champagner mit Charakter und gelbem Etikett

Barbe-Nicole Clicquot übernahm das Haus 1805 mit 27 Jahren – und veränderte die Champagne grundlegend. Das Rüttelpult, das sie mitentwickelte, ist bis heute Standard. Ihr Stil: vollmundig, Pinot-Noir-getrieben, mit der Verlässlichkeit eines Hauses, das Jahrzehnte kellert, bevor es etikettiert.