Ahr · Deutschland
Meyer-Näkel
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Meyer-Näkel steht für Weine aus der Ahr, einer der nördlichsten Rotweinregionen Deutschlands. Im Sortiment bei Vinoscout findest du Rot-, Rosé- und Weißweine, die vor allem auf Spätburgunder, Frühburgunder, Dornfelder und Riesling setzen. Die Preise reichen von rund 12 bis knapp 80 Euro, sodass sowohl der unkomplizierte Genuss für zwischendurch als auch besondere Flaschen für anspruchsvolle Anlässe abgedeckt sind.

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Über Meyer-Näkel
Von Willibald Näkel zu den Schwestern: Wie ein kleines Ahrweingut Rotweingeschichte schrieb
Das Weingut Meyer-Näkel entstand 1950 durch die Heirat von Paula Meyer und Willibald Näkel in Dernau an der Ahr. Willibald bewirtschaftete damals nur rund 1,5 Hektar Rebfläche — und setzte dabei auf trockene Rotweine, die in der Region noch weitgehend unüblich waren. Den entscheidenden Sprung brachte Werner Näkel, der den Betrieb 1982 als Quereinsteiger übernahm: Der ehemalige Gymnasiallehrer für Mathematik und Sport stellte das Weingut Ende der 1980er Jahre konsequent neu auf und schuf damit einen neuen Stilbegriff für den Spätburgunder an der Ahr. Seit 1994 ist das Weingut Mitglied im VDP. Heute führen Werners Töchter Meike und Dörte Näkel den Betrieb in fünfter Generation — als ausgebildete Kellermeisterinnen und gleichberechtigte Partnerinnen, die das Erbe ihres Vaters mit eigener Handschrift weiterentwickeln.
Steillagen, Schiefer und konsequent niedrige Erträge
Das Weingut bewirtschaftet rund 20 Hektar Rebfläche, von denen gut 90 Prozent mit Spät- und Frühburgunder bepflanzt sind — fast ausschließlich in steilen Schieferlagen der Mittelahr. Der Schieferboden speichert Wärme, gibt sie nachts langsam ab und liefert den Reben ein skelettreiches, mineralisches Umfeld. Ertragsreduzierung und regionale Begrünung sind feste Bestandteile der Weinbergsarbeit; auf Herbizide und Pestizide wird verzichtet, Biodiversität wird aktiv gefördert. Das Weingut ist nach dem FAIR'N GREEN-Standard für nachhaltigen Weinbau zertifiziert.
Im Keller dominiert Handarbeit: Alle Trauben werden von Hand gelesen und selektiert. Die Vergärung erfolgt vorwiegend durch Spontangärung mit natürlichen Hefen, die Rotweine werden teilweise in offenen Gärbottichen vergoren. Je nach Lage und Qualitätsstufe reifen die Weine in Barriques oder größeren Holzfässern — schonende Verarbeitung und langer Feinhefekontakt sind die kellertechnischen Konstanten hinter dem Stil des Hauses.
Spätburgunder als Maßstab — vom Einstieg bis zum Großen Gewächs
Der Fokus liegt klar auf dem Spätburgunder, ergänzt durch Frühburgunder sowie, in kleineren Mengen, Riesling und Weißburgunder. Das Sortiment reicht vom lagentypischen Gutswein — etwa der „Blauschiefer" oder die „Grauwacke", deren Namen direkt auf den Untergrund der Ahr verweisen — bis zu den Großen Gewächsen aus vier klassifizierten VDP-Lagen: Dernauer Pfarrwingert, Neuenahrer Sonnenberg, Ahrweiler Silberberg und Walporzheimer Kräuterberg. Diese Lagen bringen Rotweine mit dichter roter Frucht, feiner Tanninstruktur und einer Mineralität hervor, die der Schieferboden unmittelbar prägt. Der „us de la meng" — mundartlich für „aus der Menge" — steht als zugänglicher Einstieg ins Sortiment, ohne auf Lagentypizität zu verzichten. Wer tiefer ins Programm vordringt, findet im Frühburgunder eine selten vinifizierte Rarität der Ahr, die mit dunkler Beerenfrucht und würzigem Abgang überzeugt. Alle Weine teilen einen gemeinsamen Anspruch: das Terroir der Ahr hörbar zu machen — nicht laut, sondern präzise.













