Andalusien · Spanien
González Byass
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Das spanische Weingut González Byass wurde 1835 gegründet und wird mittlerweile in der vierten und fünften Genration geführt. Gelegen am südlichen Zipfel Spaniens in der Region Jerez und nördlich der Satdt Cadiz, verfügt das Weingut über 800 ha Rebfläche. Neben klassischen Weinen spezialisiert sich González Byass auf Sherry Sorten. Auf ihrem Rebbestand werden Traubensorten, wie u.a. Palomino Fino, Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot, Tempranillo oder Pedro Ximenez angebaut.

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Über González Byass
Von Jerez in die Welt: 190 Jahre Familiengeschichte
1835 kaufte der damals 23-jährige Manuel María González Ángel eine kleine Bodega nahe dem Alcázar von Jerez de la Frontera — mit dem Ziel, Qualitätsweine zu erzeugen und den Namen der Stadt in die Welt zu tragen. Entscheidende Unterstützung kam von seinem Onkel José Ángel de la Peña, im Familienkreis liebevoll „Tío Pepe" genannt: Er lehrte seinen Neffen das Handwerk und gab dem ersten eigenen Solera-Ansatz seinen Namen. 1849 entstand die Marke Tío Pepe, die 1888 als erstes eingetragenes Warenzeichen Spaniens registriert wurde. Wenige Jahre später stieß der britische Handelsvertreter Robert Blake Byass als Partner dazu — damit war der transatlantische Blick von Anfang an Teil der Unternehmens-DNA. Die Byass-Familie schied 1988 aus dem Unternehmen aus; seither liegt die alleinige Verantwortung bei der González-Familie, die das Haus heute in der vierten und fünften Generation führt. Mauricio González-Gordon steht als Präsident für diesen Generationenansatz: ein Unternehmen, das in Jahrzehnten denkt, nicht in Quartalen.
Die Bodega selbst ist ein Stück Architekturgeschichte: La Concha, erbaut anlässlich des Besuchs von Königin Isabel II. im Jahr 1862, trägt ein Stahlgewölbe aus der Schule Gustave Eiffels. Darunter lagern, in den unteren Ebenen der Tío-Pepe-Bodega aus den 1960er-Jahren, rund 30.000 Fässer. Kein Wunder, dass der Standort zu einem der meistbesuchten Weintourismus-Ziele Europas geworden ist.
Albariza-Böden, Solera-System und Generationen-Denken
Das Herz der Erzeugung liegt im Sherry-Dreieck zwischen Jerez, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María. Die kreideweißen Albariza-Böden speichern die winterlichen Regenfälle und geben sie in den trockenen Sommermonaten kontrolliert ab — optimale Bedingungen für die Palomino-Fino-Rebe, die den Großteil der Rebfläche bestellt. Ausgebaut wird nach der traditionellen Solera-Methode: Wein reift in 600-Liter-Fässern aus amerikanischer Eiche und wird durch aufeinanderfolgenden Zufluss jüngerer Jahrgänge zu einem Blend aus vielen Erntejahren. Manche dieser Soleras bei González Byass arbeiten seit über einem Jahrhundert ununterbrochen. Parallel dazu betrieb das Haus bereits in den 1960er-Jahren ein eigenes önologisches Forschungszentrum — für die damalige Zeit ein ungewöhnlich progressiver Schritt. Nachhaltigkeit ist heute strukturell verankert: Das Unternehmen verfolgt mit der Initiative „5+5 Caring for the Planet" eine messbare Umweltstrategie, die alle Betriebe in Spanien, Chile und Mexiko einschließt — von verantwortungsvollem Ressourceneinsatz bis hin zu sozialen Programmen für die Anbaugemeinden.
Vom Fino bis zum VORS: ein Sortiment, das die ganze Tiefe des Sherry zeigt
Tío Pepe, der weltweit bekannteste Fino, ist der Einstieg in eine Stilistik, die an Breite kaum zu übertreffen ist: biologische Alterung unter dem Hefeschleier Flor für rund vier Jahre ergibt jenes salzige, knochentrockene Profil, das den Wein berühmt gemacht hat. Wer tiefer einsteigen will, findet die Palmas-Linie: Tres Palmas und Cuatro Palmas sind ältere Ausprägungen desselben Solera-Ansatzes — der Cuatro Palmas mit rund 45 Jahren Reifung entwickelt sich vom Fino zum vollständigen Amontillado, mit einem Aromenbild aus Haselnuss, getrocknetem Obst und feiner Oxidation. Ganz oben im Sortiment thront die VORS-Kollektion (Very Old Rare Sherry): Weine mit einem Durchschnittsalter von mindestens 30 Jahren, deren Echtheit durch das D.O.-Kontrollgremium zertifiziert wird. Der Del Duque Amontillado VORS — reinsortiger Palomino aus dem historischen Solera-Bestand des Herzogs von Medinaceli — zeigt tiefes Bernstein, geröstete Nüsse, Dörrfrüchte und eine anhaltend würzige Finesse. Der Leonor Palo Cortado, mit durchschnittlich 15 Jahren Reifung, verbindet die Frische eines biologisch gereiften Weins mit der Struktur oxidativer Lagerung. Pedro Ximénez in Form von intensiv süßem Traubenmost komplettiert das Spektrum auf der anderen Seite der Skala. Wer einen leichteren Einstieg sucht, findet ihn im Croft Twist — einem modernen Fino-basierten Aperitif, der die Sherry-Tradition in zeitgemäße Trinkmomente übersetzt.
Jerez de la Frontera (Cádiz)gonzalezbyass.com
Ausgezeichnete Weine
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Erstaunlich frische Nase, am Gaumen würzig (Wacholder, Backpflaumen, Bratenfond, Balsamico) mit eingebundener Säure, langer Abgang mit bitterer Note.
González Byass –
Fünf Generationen Sherry-Handwerk aus Jerez
González Byass gehört zu den prägenden Namen der Sherry-Welt: 1835 in Jerez de la Frontera gegründet, liegt das Weingut am südlichen Zipfel Andalusiens, nördlich von Cádiz, wo atlantische Meeresluft und der kreidehaltige Albariza-Boden die Grundlage für die charakteristischen Weine dieser Region bilden. Heute führen die vierte und fünfte Generation der Familie das Haus – mit 800 Hektar Rebfläche und einer Kontinuität, die sich im Keller ebenso ablesen lässt wie im Weinberg.
Im Mittelpunkt steht die Traube Palomino Fino, aus der die klassischen Sherry-Stile entstehen: vom knochentrocken-salzigen Fino bis zum nussig-oxidativen Oloroso. Daneben wächst Pedro Ximénez für die süßen, dichten Varianten des Hauses. Ergänzt wird das Sortiment durch Rotweine aus Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot und Tempranillo – Sorten, die zeigen, dass González Byass Andalusien auch jenseits der Solera-Tradition ernst nimmt.
Wer Sherry als Aperitif, Speisenbegleiter oder Dessertwein neu entdecken möchte, findet bei González Byass einen verlässlichen Einstieg: handwerklich präzise, historisch verwurzelt, stilistisch klar.



















