Sancerre · Frankreich

Domaine Hubert Brochard

Im Herzen des Sancerre – wo die Hügel der Loire sich in geschwungenen Linien zum Horizont ziehen – baut die Familie Brochard seit Generationen das an, was diese Appellation so unverwechselbar macht... Weiterlesen Weniger lesen

Im Herzen des Sancerre – wo die Hügel der Loire sich in geschwungenen Linien zum Horizont ziehen – baut die Familie Brochard seit Generationen das an, was diese Appellation so unverwechselbar macht: Sauvignon Blanc von mineralischer Präzision und Pinot Noir mit samtiger Tiefe.

Hubert Brochard hat den Betrieb mit viel Gespür für Terroir und Handwerk geprägt. Die Weine erzählen vom Silex und Kalkstein unter den Reben – frisch, lebendig, unverkennbar Loire.

Sancerre 9 Produkte
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Domaine Hubert Brochard
Herkunft Sancerre, Frankreich
Sortiment 9 Produkte
Rebsorten Pinot NoirSauvignon Blanc

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9 Produkte

Hubert Brochard Sancerre Rosé
Sancerre Rouge
La Côte des Monts Damnés Sancerre Blanc
Les 3 Côteaux Sancerre Blanc Caillotes
Château de Thauvenay Sancerre Blanc Calcaire
Le Cul de Beaujeu Sancerre Blanc
La Grande Haie Sancerre Blanc
Pouilly-Fumé
Château de Fontaine Audon Sancerre Blanc Silex

Über Domaine Hubert Brochard

Mehr als ein Jahrhundert Sancerre: Die Wurzeln in Chavignol

Das Domaine Hubert Brochard gehört zu den ältesten Weinbetrieben der Appellation: Seit 1900 wird hier Sancerre erzeugt, gegründet von Aimée und Hubert Brochard im Herzen von Chavignol, einem Weiler wenige Kilometer südwestlich der Stadt Sancerre. Damals bewirtschaftete die Familie noch einen gemischten Hof — Ziegen, Felder und Reben, alles per Hand. Sohn Henri und seine Frau Thérèse weiteten den Weinbau aus, drei ihrer Kinder — Daniel, Jean-François und Benoît — formten das Domaine zur heutigen Größe. Daniel brachte gemeinsam mit seiner Frau Christiane und den Töchtern Caroline und Anne-Sophie die Weine auf internationales Parkett. Fünf Generationen Familiengeschichte, bevor im Juli 2022 die Bollinger-Gruppe das Weingut übernahm und damit ein weiteres Kapitel aufschlug. Seither leitet der chilenische Kellermeister Rodrigo Zamorano, der zuvor 15 Jahre in südamerikanischen Großweingütern gearbeitet hat, die önologische Ausrichtung des Hauses.

Parzellendenken statt Einheitswein: Handwerk zwischen Silex, Kalk und Caillottes

Das Domaine bewirtschaftet heute 89 Hektar Sauvignon Blanc und Pinot Noir, verteilt auf acht der bekanntesten Gemeinden der Sancerre-Appellation — darunter Chavignol, Amigny, Saint-Satur, Thauvenay und Verdigny — sowie weitere Parzellen in Pouilly-Fumé. Diese Streuung über drei geologisch klar unterschiedliche Bodentypen ist keine Selbstverständlichkeit: Im Norden rund um das Château de Fontaine-Audon dominiert Silex (Feuerstein), im Süden rund um das Château de Thauvenay kimmeridgischer Kalkstein (Terres Blanches), im Zentrum um Chavignol die kleinsteinigen Caillottes. Rodrigo Zamorano ließ zu Beginn seiner Arbeit detaillierte geologische Parzellenanalysen durchführen, um Bewirtschaftung und Ausbau je nach Boden anzupassen — von Begrünung und Kompost über Laubschnitt bis hin zur Grünernte. Im Keller werden die Parzellen separat in kleinen Tanks vinifiziert; der Ausbau folgt dem einzelnen Wein, nicht einer Schablone. Für die Terroir-Cuvées der Spitzenlagen wie Monts Damnés oder Cul de Beaujeu kommt neben temperaturkontrollierten Edelstahltanks auch Vergärung in Terrakotta-Amphoren und Barriques zum Einsatz. Das gesamte Weingut trägt die HVE-Zertifizierung (Haute Valeur Environnementale); seit 2022 befindet sich zudem ein Teil der Flächen in biologischer Umstellung.

Drei Böden, ein Anspruch: das Sortiment im Überblick

Die Leitidee des Hauses ist klar: Es gibt nicht den einen Sancerre — es gibt so viele, wie es Böden gibt. Im Sortiment spiegelt sich das direkt: Die Cuvées sind konsequent nach Terroir und Lage aufgeteilt. Der Château de Fontaine-Audon aus Silex-Lagen zeigt die typische mineralisch-salzige Feuersteinnote des nördlichen Sancerre. Der Château de Thauvenay vom kimmeridgischen Kalkstein bringt mehr Volumen und Rundes. Die Caillottes-Cuvée aus Chavignol arbeitet mit feiner Aromatik und Frische. Die Steillagengewächse La Côte des Monts Damnés und Le Cul de Beaujeu — ausschließlich von Hand bearbeitet, in Amphoren und Eichenholz ausgebaut — stehen für den komplexesten, reifefähigsten Ausdruck des Hauses. Dazu kommen ein Sancerre Rosé aus Pinot Noir sowie Weine aus Pouilly-Fumé. Alle Lagen-Cuvées stammen aus eigenen Parzellen mit einem durchschnittlichen Rebenalter von 30 Jahren. Der gemeinsame Nenner quer durch das Sortiment: Aromengenauigkeit, lebendige Säure und ein Terroir-Abdruck, der im Glas ablesbar bleibt.

Domaine Hubert Brochard –
Silex und Kalkstein aus dem Sancerre

Die Domaine Hubert Brochard liegt im Kern der Appellation Sancerre, dort wo Silex und Kalkstein den Untergrund prägen und dem Sauvignon Blanc seine charakteristische Mineralik geben. Hubert Brochard hat den Betrieb über Jahrzehnte mit einem klaren Blick für Terroir und handwerkliche Sorgfalt geführt – die Reben stehen auf Böden, die man im Glas spürt: kühle Zitrusfrucht, ein Hauch weißer Blüte, salziger Nachhall.

Neben dem Sauvignon Blanc baut die Familie auch Pinot Noir an – ein Rotwein, der in Sancerre oft unterschätzt wird, hier aber mit feiner Struktur und samtiger Textur überzeugt. Beide Stilistiken folgen derselben Logik: wenig Eingriff, viel Herkunft. Die Weine eignen sich zu Ziegenkäse aus der Loire, zu Flussforelle oder einfach als Aperitif an einem langen Sommerabend.