Vom Südosthang bei Azé zur Verbindung mit den Devillards
Das Domaine de la Garenne liegt auf den Hügeln von Azé, einem kleinen Dorf im nördlichen Mâconnais, dem Süden Burgunds. Die Reben stehen an einem Südosthang, rund zwei Lieues von Cluny entfernt. Dort bauten im Mittelalter Benediktinermönche Chardonnay an. Die Rebsorte trägt den Namen eines Nachbardorfs.
2008 übernahm die Familie Beaumont das Gut. Durch die Heirat von Pauline Beaumont und Amaury Devillard kam es mit der Winzerfamilie Devillard aus Mercurey zusammen. Die Devillards führen unter anderem das Château de Chamirey. Beratend begleitet das Domaine heute Enrico Peyron, technischer Berater von Domaines Devillard. Verkostet werden die Weine im Probierkeller des Château de Chamirey in Mercurey.
Handlese, Kalkterrasse und Ausbau auf der Feinhefe
Die Reben wachsen ausschließlich auf Chardonnay und stehen auf Kalkböden. Die Parzelle des Mâcon-Azé wurde 1986 in der höchsten Lage der Gemeinde gepflanzt. Sie profitiert von viel Sonne. Der Weinbau ist raisonné, also am Bedarf des Rebstocks orientiert.
Die Trauben werden von Hand gelesen und verlesen. Nach dem pneumatischen Pressen setzt sich der Most über Nacht kühl ab. Alkoholische und malolaktische Gärung laufen im Edelstahltank. Beim Mâcon-Azé reift der Wein überwiegend im Stahl, in einzelnen Jahrgängen auf der Feinhefe, in jüngeren Jahrgängen zu einem kleinen Teil auch im Holzfass. Der Pouilly-Fuissé wird anders ausgebaut. Er stammt aus den Parzellen La Ruère und Le Moule, wobei Le Moule ein Premier Cru ist. Gärung und Reifung finden dort zehn Monate in Barriques statt, 30 % davon neu, danach folgen zwei Monate im Stahltank.
Mâcon-Azé, Bussières, Pouilly-Fuissé: Chardonnay mit Frische und Kalk
Im Sortiment steht ausschließlich Weißwein. Die Appellationen sind Mâcon-Azé, Mâcon-Bussières, Mâcon-Solutré-Pouilly und Pouilly-Fuissé. Der Stil setzt auf Frucht und Balance. Der Mâcon-Azé zeigt Zitrus, gelbe Früchte und weiße Blüten wie Weißdorn oder Maiglöckchen. Am Gaumen wirkt er frisch, mit feiner Säure und salzig-mineralischem Nachhall, der vom Kalkboden kommt. Der Pouilly-Fuissé bringt Zitrone, Pfirsich und Birne mit, dazu die Textur des Holzausbaus.
Den Mâcon-Azé trinkst du am besten bei 11 bis 13 °C. Er passt zu Geflügel in Sauce, Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch oder Lachs in Rahmsauce. Auch ein Glas zum Aperitif funktioniert gut.