Vier Generationen zwischen Libourne und Saint-Émilion
Den Grundstein legte 1927 Léon Galhaud, Agraringenieur und Baumschulgärtner in Saint-Émilion. Seit 1991 führt sein Enkel Jean-Claude Philippe das Gut, gemeinsam mit seiner Frau Nicole und den drei Kindern. Heute liegt der Betrieb in der Hand der vierten Generation.
Die Reben stehen zwischen Libourne und Saint-Émilion, auf gut acht Hektar. Etwa die Hälfte der Fläche trägt die Appellation Saint-Émilion, die andere Hälfte Saint-Émilion Grand Cru. Den Grand-Cru-Status erhielt das Château 1995.
Alte Reben auf Sand, Mâchefer und Ton
Das Gut bewirtschaftet mehr als 18 Parzellen, einige davon mit über hundertjährigen Rebstöcken. Die Böden bestehen aus Sand, Ton und Mâchefer, einer schlackeartigen Beimischung. Angebaut werden ausschließlich Merlot und Cabernet Franc.
Beim Saint-Émilion Grand Cru liest das Gut die Trauben mechanisch und sortiert sie bei der Anlieferung im Keller. Danach reift der Wein zwölf Monate in Eichenfässern. Das gibt ihm Struktur und Komplexität, ohne die Frucht zu überdecken.
Merlot-Frucht mit Cabernet-Franc-Rückgrat
Der Grand Cru besteht aus 80 % Merlot und 20 % Cabernet Franc. In der Nase stehen reife dunkle Früchte, dazu Röstaromen und Lakritz aus dem Fassausbau. Am Gaumen wirkt er fleischig und fruchtbetont, mit langem Nachhall. Serviere ihn bei 16 bis 18 °C, etwa zu Rind, Lamm oder gereiftem Hartkäse.
Die Cuvée du Père kommt von Sand, Mâchefer und Ton nahe Libourne und läuft unter der einfachen Appellation Saint-Émilion. Sie zeigt Cassis und Gewürze, eine runde Textur und feine, samtige Tannine. Daneben gibt es Cuvées, die laut Erzeuger ausschließlich von den hundertjährigen Reben stammen. Wer die Stilistik des rechten Ufers kennenlernen will, findet hier einen Einstieg mit klarer Handschrift.