Die Bodega · Castilla · Spanien

Bodegas Pintia

Pablo Álvarez, Sohn des Besitzers von Vega Sicilia, war fasziniert vom einzigartigen Terroir von Toro. 1997 gründete er das zweite Weingut der Familie: Bodegas Pintia. Das Ziel war ein moderner, el... Weiterlesen Weniger lesen

Pablo Álvarez, Sohn des Besitzers von Vega Sicilia, war fasziniert vom einzigartigen Terroir von Toro. 1997 gründete er das zweite Weingut der Familie: Bodegas Pintia. Das Ziel war ein moderner, eleganter Wein aus der rauen Landschaft am Duero.

Das Gut verfügt über 96 Hektar alte Reben der lokalen Sorte Tinta de Toro, einem kräftigen Verwandten des Tempranillo. Die Böden sind arm, sandig und kalkhaltig, das Klima extrem mit heißen Sommern und kalten Wintern.

Das Ergebnis ist ein einziger, reinsortiger Rotwein von großer Dichte und Kraft, der dennoch präzise und elegant wirkt. Seit dem ersten Jahrgang 2001 genießt Pintia Kultstatus unter Spanien-Liebhabern.

Castilla 3 Produkte
Zum Sortiment
Bodegas Pintia
Herkunft Castilla, Spanien
Sortiment 3 Produkte
Rebsorten Tinta de Toro

3 Produkte

Angebot81,75 €
0,375 l218,00 €/lNährwerte
Merken Zur Merkliste
Bodegas Pintia Pintia
Angebot194,71 €
1,5 l129,81 €/lNährwerte
Angebot50,57 €
0,375 l134,85 €/lNährwerte

Über Bodegas Pintia

Von Vega Sicilia nach Toro: Ein Familienproject am wilden Duero

Die Geschichte von Bodegas Pintia beginnt mit einer Entscheidung, die für die gesamte DO Toro folgenreich werden sollte. Mitte der 1990er-Jahre, nachdem die Familie Álvarez mit Vega Sicilia und Alión in der Ribera del Duero bereits zwei Maßstäbe gesetzt hatte, suchte David Álvarez gemeinsam mit seinem Sohn Pablo nach einem neuen Terroir. Sie folgten dem Duero flussabwärts — rund hundert Kilometer westlich, in Richtung Portugal — und stießen auf Toro: damals eine weitgehend unbekannte, von der internationalen Weinwelt übersehene Region. 1997 begannen die ersten Weinbergskäufe rund um das Dorf San Román de Hornija. Toro war zu diesem Zeitpunkt keine Entdeckung im modischen Sinne, sondern eine Wette auf ein Terroir, das die Familie überzeugt hatte — mit alten, zum Teil ungepfropften Reben, Kieselsteinflächen aus alten Flussablagerungen und einer Extremlage auf rund 700 Metern Höhe. 2001 erschien der erste Jahrgang unter dem Namen Pintia.

Kieselstein-Terroir, organischer Anbau und hundert Versuche im Keller

Die Weinberge von Pintia liegen auf alluvialen Terrassen, die der Duero über Jahrhunderte aufgeschichtet hat. Zwei Hauptparzellen prägen den Betrieb: Garabitas mit tiefen Böden und reichlich Kies im Untergrund, und Los Hoyos, dessen felsige Oberfläche für früheres Ausreifen der Trauben sorgt. Das kontinentale Klima ist kompromisslos — bitterkalte Winter, heiße, trockene Sommer mit einem Jahresniederschlag von nur 350 bis 400 mm. Die Vineyards werden, wie alle Lagen des Tempos-Vega-Sicilia-Verbunds, organisch bewirtschaftet; Herbizide und synthetische Dünger haben keinen Platz. Da die Region Toro von der Reblaus verschont blieb, sind viele der alten Stöcke bis heute ungepfropft — ein Glücksfall, der Reben von außergewöhnlicher Tiefe und Eigenständigkeit hinterlassen hat.

Im Keller zeigt Pintia dieselbe Gründlichkeit. Bevor der erste Wein in den Handel kam, testete das Team in vier Versuchsjahrgängen nahezu hundert Vinifikations- und Reifevarianten — verschiedene Reblagen, Holztypen, Maischestands- und Fasszeiten, Malo-Fermentation im Tank oder im Fass. Die Ernte erfolgt ausschließlich von Hand, die Trauben kommen in 12-kg-Kisten, werden nach einer zwölfstündigen Kältephase doppelt verlesen und anschließend kalt mazeriert. Die Fassreifung dauert je nach Jahrgang zwölf bis fünfzehn Monate — überwiegend in französischer und amerikanischer Eiche —, gefolgt von mindestens zwölf Monaten Flaschenlager. 2018 wurde die Bodega umfassend modernisiert, um mit kleineren Tanks, Steinamphoren und eiförmigen Granitbehältern noch differenzierter arbeiten zu können.

Ein einziger Wein, ein einziger Anspruch: Kraft mit Präzision

Pintia produziert genau einen Wein — das Prinzip, das die Familie bereits mit Alión etabliert hatte. 100 % Tinta de Toro, der lokale Klon des Tempranillo mit dickschaligen Beeren und ausgeprägtem Tanningerüst. Die Herausforderung des Terroirs liegt offen auf der Hand: Toro ist wärmer als die Ribera del Duero, die Trauben reifen schneller und erreichen höhere Zuckergrade. Das Ziel war von Beginn an, diese Kraft nicht auszustellen, sondern zu zähmen — die Frucht zu bewahren, ohne in Überreife oder Lakritzdominanz zu fallen, und dennoch die unverwechselbare Dichte des Plateaus spürbar zu lassen. Im Glas zeigt sich das als tiefes Rubinviolett mit Aromen von schwarzer Kirsche, Brombeere und würziger Eiche, einem mittelschweren bis vollmundigen Körper und einem langen, strukturierten Abgang. Pintia ist ausschließlich als Einzellagen-Cuvée erhältlich — in der Standardflasche (0,375 l) und als Magnum (1,5 l), die für verlangsamte Reifung und besondere Anlässe konzipiert ist.

Schnelle Antworten

Bodegas Pintia —
Eleganz aus den alten Reben von Toro

Bodegas Pintia entstand 1997 aus einer Überzeugung: Pablo Álvarez, Sohn des Vega-Sicilia-Eigentümers, erkannte im rauen Hochplateau von Toro ein Terroir, das zu wenig beachtet wurde. Die kargen, sandigen Kalkböden am Duero, die extremen Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter — all das formte in seinen Augen die Grundlage für einen Rotwein von echter Tiefe.

Das Gut bewirtschaftet 96 Hektar alte Reben der Tinta de Toro, einem genetisch eigenständigen Verwandten des Tempranillo, der sich über Jahrhunderte an dieses harte Klima angepasst hat. Alte Stöcke, geringe Erträge, arme Böden: Die Trauben bringen von Natur aus Konzentration mit, ohne dass nachgeholfen werden muss.

Seit dem ersten Jahrgang 2001 produziert Pintia einen einzigen, reinsortigen Rotwein — dicht und kraftvoll im Körper, dabei erstaunlich präzise in der Struktur. Dunkle Frucht, feste Tannine, langer Abgang. Ein Wein für Lammkeule, Ibérico-Schwein oder gereiften Manchego — und für alle, die spanischen Rotwein jenseits der ausgetretenen Pfade suchen.