Seit 1746 in Gumpoldskirchen: Eine Familie, eine Region, eine Linie
Die Geschichte des Weinguts Krug reicht bis ins Jahr 1746 zurück — und führt seitdem ohne Unterbrechung durch Gumpoldskirchen, rund 20 Kilometer südlich von Wien. Was als bäuerlicher Familienbetrieb begann, ist heute eines der bekanntesten Weingüter der Thermenregion. Verantwortlich für den Weinbau ist Gustav Krug, der den Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Sabine führt: Während sie das traditionsreiche Heurigenlokal „Altes Zechhaus" leitet — ein Ensemble mit Kern aus dem 14. Jahrhundert —, konzentriert sich Gustav Krug auf die Weinerzeugung. 1998 markierte eine entscheidende Zäsur: Der Weinkeller wurde ausgelagert und mitten in den Weingärten ein moderner, funktioneller Betrieb errichtet — nah am Rohstoff, nah am Boden.
Naturnaher Anbau auf Lehm und Kalk: Was im Weinberg entschieden wird
Auf 35 Hektar der besten Lagen rund um Gumpoldskirchen wächst das Sortiment des Weinguts Krug. Die Böden aus Lehm und Kalk, das milde Klima entlang der Thermenlinie — Bedingungen, die schon die alten Römer zu schätzen wussten — bilden die Grundlage für kraftvolle, strukturreiche Weine. Der Weinbau folgt den Richtlinien der naturnahen Produktion: Sorgfältige Pflege der Weingärten und strikte Selektion gesunden, reifen Traubenmaterials stehen im Mittelpunkt. Nur was dem Qualitätsanspruch entspricht, gelangt ins Presshaus. Insgesamt werden elf verschiedene Rebsorten kultiviert, wobei das Hauptaugenmerk auf den gebietstypischen Sorten liegt.
Ein besonderes Merkmal des Kellers: Ausgewählte Raritäten und Spezialitäten werden in Großflaschen — von Magnum bis Jeroboam und darüber hinaus — abgefüllt, weil das größere Volumen eine gleichmäßigere Reifung begünstigt.
Rotgipfler, Zierfandler und mehr: Das Profil der Krug-Weine
Das Herz des Sortiments schlägt für die autochthonen Sorten der Thermenregion: Rotgipfler — eine natürliche Kreuzung aus Traminer und Rotem Veltliner — und Zierfandler. Beide Sorten liefern auf den Kalk-Lehm-Böden vielschichtige, körperreiche Weißweine mit ausgeprägter Struktur. Rund 60 bis 70 Prozent der Produktion entfallen auf Weißweine. Daneben stehen internationale Sorten wie Chardonnay, Grüner Veltliner, Grauburgunder und Sauvignon Blanc sowie Rotweine aus Zweigelt, Merlot, Cabernet Sauvignon und Pinot Noir. Zu den bedeutendsten Lagen zählen die warme Südlage Ried Rasslerin und die Ried Kreuzweingarten. Der Anspruch zieht sich durch das gesamte Sortiment: Die Weine sollen Lagerpotenzial besitzen und trotzdem schon in jungen Jahren Trinkfreude bereiten — keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern ein handwerkliches Ziel.