Vom Soldaten zur Weinfamilie: die Wurzeln der Cantine Minini
Die Geschichte hinter Terre Avare beginnt nicht in Apulien, sondern in der Lombardei. 1920 gründete Francesco Minini, gerade aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, mit wenig Kapital aber großer Entschlossenheit sein Weinhandelsunternehmen in Verolanuova. Der Zweite Weltkrieg zerstörte die ersten Erfolge, doch gemeinsam mit seinen Söhnen Franco und Battista baute Francesco Minini den Betrieb mit neuem Elan wieder auf; Anfang der 1960er-Jahre folgte der Umzug in den bis heute genutzten Firmensitz.
Über die Jahrzehnte knüpfte die Familie Kooperationen mit Winzern in den wichtigsten Anbaugebieten Italiens und erweiterte so ihr Portfolio – ein Weg, der den Weinen den Zugang zu internationalen Märkten ebnete. Heute führt mit Mario Minini bereits die dritte Generation das Unternehmen, dessen Weine mittlerweile weltweit vertrieben werden.
Zwei Freunde, ein Ziel: Qualität in Apulien
Aus dieser Expansionsstrategie ging auch Terre Avare hervor: Mario Minini tat sich mit seinem Freund Vincenzo zusammen, dessen Familie selbst seit vielen Generationen in Apulien Wein erzeugt, um das Projekt „Qualität in Apulien" zu starten. Vincenzo brachte die Weinberge und die Kellerei vor Ort ein, Mario Minini das Kapital und seine Erfahrung mit hochwertigen Weinen aus dem Norden Italiens.
Im Mittelpunkt stehen autochthone Rebsorten wie Primitivo, Negroamaro und Nero di Troia von der Halbinsel Salento. Ziel der beiden war und ist es, die typischen Rotweine Süditaliens auf hohem Qualitätsniveau zu moderaten Preisen anzubieten – traditionelle Vinifikation trifft dabei auf moderne Kellertechnik.
Primitivo, Negroamaro und Nero di Troia: der Süden neu interpretiert
Die Terre-Avare-Linie zeigt sich in zeitgemäßem Design und umfasst neben dem Primitivo Puglia IGT auch einen Negroamaro del Salento sowie einen Primitivo di Manduria DOC. Der Primitivo Puglia IGT präsentiert sich brombeerrot mit violetten Reflexen; in der Nase Noten von dunklen Beeren, ein Hauch Vanille und Kakao, am Gaumen samtig, fleischig und von saftiger Frucht getragen. Er passt zu mediterranen Gerichten, gegrilltem Fleisch sowie deftigen Schweine-, Rind-, Lamm- und Wildgerichten und kräftigem Käse.
Der Nero di Troia IGT zeigt sich kirschrot im Glas, mit einem Bouquet aus reifen Heidelbeeren und saftigen Kirschen; am Gaumen ein harmonisches Zusammenspiel aus Frucht, Frische und feinen Tanninen, das in einem frischen, fruchtigen Abgang endet. Serviert bei 16 bis 18 °C passt er zu Pasta und mediterraner Küche.