Rheinhessen · Deutschland
St.Antony
Weiterlesen Weniger lesen
Weißt du, was passiert, wenn ein Stahlkonzern beschließt, Wein zu machen? Genau das ist die Geschichte von St. Antony . 1920 gegründet aus einer ehemaligen Kalkgrube, hat sich das Weingut in die absolute Spitzenklasse Rheinhessens katapultiert .
Hier dreht sich alles um den sagenumwobenen Roten Hang. Auf dem roten Schiefer wachsen Rieslinge, die es in sich haben: mineralisch, rauchig und voller Kraft [citation:3]. Seit 2006 wird hier bio und biodynamisch gewirtschaftet [citation:2]. Die Weine der Lagen Pettenthal, Orbel und Hipping gehören zu den besten Deutschlands .
Lass dich von Kellermeister Dirk Würtz auf eine Reise ein – vom kraftvollen Blaufränkisch bis zum eleganten Riesling. Ein echtes deutsches Spitzenweingut zum Entdecken!

Filter
18 Produkte
Über St.Antony
Von der Eisenhütte zum Roten Hang: die Wurzeln von St. Antony
Die Geschichte von St. Antony beginnt nicht im Weinberg, sondern in der Industrie. Die „Gute Hoffnungshütte" — ein Eisenwerk, aus dem später der MAN-Konzern hervorging — erwarb das kalkreiche Terrain südlich von Nierstein ursprünglich als Rohstoffquelle. Nach dem Ersten Weltkrieg brach die Eisennachfrage ein, und das Unternehmen erkannte das Potenzial der umgebenden Weinberge: 1920 wurde das Weingut offiziell gegründet, der erste Jahrgang war bereits 1918 entstanden. Der Name St. Antony erinnert bis heute an die St.-Antony-Hütte in Oberhausen, das erste Eisenwerk im Ruhrgebiet und die Keimzelle des Mutterkonzerns. 2005 kaufte Unternehmer Detlev Meyer das Gut — seitdem ist St. Antony in Familienbesitz. Seit 1990 ist das Weingut Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP).
Biodynamisch in der Steilage: Handarbeit am Roten Hang
Der Rote Hang zwischen Nierstein und Nackenheim zählt zu den geologisch außergewöhnlichsten Weinberglagen Deutschlands. Roten Schiefer, Kalk, Ton und Sandstein prägen den Boden; die Ost- bis Südostexposition über dem Rhein schafft eines der wärmsten und trockensten Mikroklimata im Land. Kein anderes Weingut hält hier so viele Parzellen wie St. Antony — von Pettenthal, Hipping und Ölberg über Orbel bis zu den zwei Monopollagen Brudersberg und Zehnmorgen. Seit 2006 wird zertifiziert ökologisch gearbeitet, ab Jahrgang 2018 nach Demeter-Richtlinien. Weil die steilen, kargen Hänge keine Maschinenarbeit zulassen, erfordert das biodynamische Wirtschaften hier konsequente Handarbeit im Weinberg — vollständig seit 2019. Geschäftsführer und Kellermeister Dirk Würtz, der zuvor u. a. als Kellermeister bei Robert Weil tätig war und St. Antony seit 2019 leitet, bringt es selbst auf den Punkt: Innovation sei ohne Tradition nicht möglich — die Tradition sei das Wertegerüst.
Im Keller gilt dasselbe Prinzip der Zurückhaltung: spontane Vergärung, minimale Eingriffe, viel Zeit für Reifung und Entwicklung. Most und Wein werden schonend per Schwerkraft bewegt, um mechanischen Stress zu vermeiden.
Riesling mit Druck, Burgunder mit Finesse: das Sortiment
Im Zentrum des Portfolios steht der Riesling — vor allem aus den Großen Lagen des Roten Hangs. Die eisenhaltigen Rotschieferböden verleihen den Weinen eine unverwechselbare Mineralität: Würze, Salz, ein fester Säurerücken und ausgeprägte Lagerfähigkeit. Pettenthal-Rieslinge gelten wegen ihrer Struktur und Tiefe als besonders charakterstark. Neben Riesling kultiviert St. Antony Chardonnay, Weißburgunder, Pinot Noir und Blaufränkisch — Letzterer liefert einen fruchtig-pfeffrigen, konzentrierten Rotwein, der den mineralischen Geist des Roten Hangs auch in Rot zum Ausdruck bringt. Das Sortiment reicht vom zugänglichen Gutsriesling bis zu den Großen Gewächsen klassifizierter VDP-Lagen. Wer die Weine von St. Antony einmal kennt, erkennt den Roten Hang darin wieder — präzise, terroirgeprägt und mit echtem Reifepotenzial.






















