Westkap · Südafrika

Hamilton Russell Vineyards

Hamilton Russell Vineyards liegt im Hemel-en-Aarde Valley – einem kühlen, meernahen Tal hinter dem alten Fischerdorf Hermanus, ganz im Süden Afrikas. Kaum ein Weingut auf dem Kontinent liegt so wei... Weiterlesen Weniger lesen

Hamilton Russell Vineyards liegt im Hemel-en-Aarde Valley – einem kühlen, meernahen Tal hinter dem alten Fischerdorf Hermanus, ganz im Süden Afrikas. Kaum ein Weingut auf dem Kontinent liegt so weit südlich.Hier hat die Familie Hamilton Russell Pionierarbeit geleistet: Sie zeigte, dass Südafrika Pinot Noir und Chardonnay auf Weltniveau hervorbringen kann. Kühlende Meeresbrisen vom Atlantik, nährstoffarme Böden und viel Geduld – das ist das Rezept. Das Ergebnis? Weine mit Tiefe und Eigencharakter, die ihren Ursprung nicht verleugnen. Ein Schluck, und du weißt: Das kommt von hier, von keinem anderen Ort der Welt.Die Weine schmecken lebendig und präzise – frische rote Früchte, etwas Erde, ein salziger Hauch vom Meer. Kein Zuviel, kein Zuwenig. Einfach stimmig.

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Hamilton Russell Vineyards
Herkunft Westkap, Südafrika
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Über Hamilton Russell Vineyards

Pionierarbeit am Ende Afrikas: die Gründung im Hemel-en-Aarde Valley

Tim Hamilton Russell war Werbeunternehmer, aber vor allem ein Besessener: Nach einer intensiven Suche nach dem südlichsten kühlen Standort Südafrikas kaufte er 1975 ein unerschlossenes 170-Hektar-Anwesen hinter dem kleinen Fischerdorf Hermanus an der Walker Bay. Reben pflanzte er ab 1976; der erste Jahrgang folgte 1981. Hamilton Russell Vineyards war damit das erste Weingut, das im Hemel-en-Aarde Valley überhaupt Weinbau betrieb — in einem Tal, das heute zu den angesehensten Appellationen Südafrikas zählt und in drei eigenständige Unterregionen gegliedert ist.

1991 übernahm sein Sohn Anthony Hamilton Russell das Zepter, mit gerade 29 Jahren. 1994 kaufte er das Gut vollständig von der Familie. Sein erster, entscheidender Schritt: das Portfolio radikal auf zwei Sorten einzudampfen — Pinot Noir und Chardonnay. Gleichzeitig ließ er Hamilton Russell Vineyards als Estate eintragen und verpflichtete sich damit, ausschließlich Trauben aus dem eigenen Weinberg zu verwenden. Heute führt Anthony das Gut gemeinsam mit seiner Frau Olive sowie Kellermeister Emul Ross (im Team seit 2014) und Weinbaumeister Johan Montgomery.

Terroir vor Technik: ökologisches Handwerk auf steinigen Schieferböden

Das Hemel-en-Aarde Valley liegt rund drei Kilometer vom Atlantik entfernt — Südostwind und kühle Meeresbrisen halten die Temperaturen niedrig und die Säure lebendig. Die 52 Hektar Ertragsfläche stocken auf steinigen, tonreichen Böden aus verwittertem Schiefer: nährstoffarm, gut drainiert, mit einem direkten Durchgriff auf das mineralische Muttergestein. Ertragsbegrenzung ist hier keine Entscheidung, sondern Natur — Pinot-Noir-Erträge bleiben häufig unter 20 Hektoliter pro Hektar.

Seit 2015 wird das gesamte Gut vollständig biologisch bewirtschaftet; die Umstellung begann 2014. Statt ausschließlich kupferbasierter Präparate setzt das Team auf nützliche Pilzkulturen zur Krankheitsbekämpfung. Das IPW-Audit (Integrated Production of Wine) schloß mit 97 % ab. Hamilton Russell Vineyards ist außerdem zertifizierter WWF Conservation Champion. Im Keller stehen seit dem Umbau 2015 dreizehn kleine, offene Gärbehälter für den Pinot Noir sowie eine besonders schonende Presse. Anthony Ross führte sukzessive Anteil-Ganztraubenfermentation ein — nach Experimenten mit höheren Anteilen, die unerwünschte Phenolstruktur erzeugten, liegt der Anteil bei rund 15 %. Das erklärte Ziel: Terroir sprechen lassen, Jahrgangscharakter sichtbar machen — keine international-genormte Stilistik.

Pinot Noir und Chardonnay mit südlichem Eigencharakter

Wer Hamilton Russell Vineyards kennt, kennt zwei Weine — und braucht nicht mehr. Der Pinot Noir zeigt rote und dunkle Beerenfrüchte, Torf, Waldboden und eine feine Tannin-Textur, die an das kühlere Spektrum der Côte de Nuits erinnert, ohne Kopie zu sein. Der Chardonnay kommt mit straffer Säure, mineralischem Zug und einer Fruchtlinie, die zwischen grünem Apfel und reifer Birne pendelt — kein Holzmonster, sondern ein Wein mit Rückgrat. Beide Weine sind in über 55 Ländern erhältlich, werden aber nur in kleinen Mengen produziert.

Neben den Flagship-Weinen vertreibt das Gut unter den Marken Southern Right und Ashbourne weitere Weine — darunter einen Pinotage und einen Sauvignon Blanc —, die stärker auf zugängliche Trinkfreude ausgelegt sind, aber dieselbe handwerkliche Sorgfalt widerspiegeln. Trinktemperatur: Pinot Noir 16–17 °C, Chardonnay 10–12 °C.

Hamilton Russell Vineyards –
Pioniere des Hemel-en-Aarde Valley

Hamilton Russell Vineyards liegt im Hemel-en-Aarde Valley, einem der kühlsten Weinbaugebiete Südafrikas. Das Tal erstreckt sich hinter dem alten Fischerdorf Hermanus, nur wenige Kilometer vom Atlantik entfernt – weiter südlich wächst auf dem Kontinent kaum ein Wein. Kühlende Meeresbrisen, nährstoffarme Böden aus verwittertem Schiefer und Ton sowie kurze, gemäßigte Sommer prägen hier das Terroir auf eine Weise, die in Afrika ihresgleichen sucht.

Die Familie Hamilton Russell hat dieses Tal nicht nur entdeckt, sondern geformt: Als Pioniere bewiesen sie, dass Pinot Noir und Chardonnay in Südafrika mit denselben Maßstäben gemessen werden können wie in Burgund. Kein Abkürzen, kein Anpassen an den Massengeschmack – stattdessen konsequente Arbeit im Weinberg, niedrige Erträge und die Geduld, dem Ort zu vertrauen.

Im Glas zeigen sich rote Früchte, ein feiner Erdton und ein salziger Nachhall, der an die Nähe zum Meer erinnert. Die Weine wirken präzise und lebendig zugleich – ohne Überdruck, ohne Schminke. Wer Burgund schätzt, aber nach einem eigenständigen Charakter sucht, findet ihn hier, im südlichsten Zipfel Afrikas.