Das Weingut · Bolgheri · Italien

Grattamacco

Grattamacco war von Anfang an anders. 1977, als kaum jemand an Bolgheri glaubte, pflanzten die Gründer hier ihre ersten Reben. Das zweite Weingut der Region. Die ersten, die einen Bolgheri Rosso ke... Weiterlesen Weniger lesen

Grattamacco war von Anfang an anders. 1977, als kaum jemand an Bolgheri glaubte, pflanzten die Gründer hier ihre ersten Reben. Das zweite Weingut der Region. Die ersten, die einen Bolgheri Rosso kelterten. Pioniere, die Vermentino großmachten, bevor es jemand kannte.

Heute liegt das Gut auf einem bewaldeten Hügel zwischen Castagneto Carducci und Bolgheri, mit Blick auf die Küste. Meeresbrisen kühlen, weißer Tonboden speichert Mineralik. Der Grund? Ein ausgetrockneter Salzsee aus uralter Zeit – und das schmeckst du.

Im Keller: so wenig wie möglich. Alles per Hand, kaum Technik. Sangiovese, Vermentino, Cabernet, Merlot – jede Traube bekommt die Zeit, die sie braucht. Wein, der sein Land nicht verleugnet.

Castagneto Carducci, Bolgheri 4 Produkte 2 prämierte Produkte
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Grattamacco
Herkunft Bolgheri, Italien
Sortiment 4 Produkte

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Grattamacco Bolgheri Rosso DOC
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Grattamacco Rosso Bolgheri Superiore
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Grattamacco Vermentino Bolgheri DOC

Über das Weingut Grattamacco

Zweites Weingut Bolghers, erstes seiner Art

Der Name Grattamacco geht auf ein etruskisches Mineral zurück, das auf diesen Hügeln einst abgekratzt wurde — macco grattato. Dass ausgerechnet hier, auf der letzten Hügelkuppe nördlich von Castagneto Carducci, eines der bedeutendsten Weingüter Italiens entstehen würde, ahnte 1977 kaum jemand. Piermario Meletti Cavallari, damals 34, tauschte eine Managementkarriere in Bergamo gegen unbewirtschaftetes Land in der toskanischen Küstenmaremma. Weder Strom noch fließendes Wasser — er rodete, pflanzte und kelterte. Damit wurde Grattamacco zum zweiten Weingut, das sich je in Bolgheri niederließ, nach der Tenuta San Guido mit ihrem Sassicaia.

Der erste Jahrgang erschien 1982, zunächst als einfacher Vino da Tavola. 1994 war Grattamacco das erste Gut überhaupt, das einen Bolgheri Rosso DOC abfüllte und damit half, die neu gegründete Appellation weltweit bekannt zu machen. Unter dem alten Eichenbaum des Hofes versammelten sich in jenem Jahr Piermario Meletti Cavallari, Michele Satta, Mario Incisa della Rocchetta sowie Piero und Lodovico Antinori — ein Foto, das die Geburtsstunde der Denomination festhält. 2002 übernahm Claudio Tipa, Gründer der ColleMassari-Gruppe, das Weingut von Meletti Cavallari. Die Tipa-Bertarelli-Familie führt es seither weiter, ohne den Charakter des Hauses zu brechen.

Organischer Weinbau auf kalkhaltigen Hügeln

Das Weingut umfasst heute 80 Hektar, von denen 34 mit Reben bepflanzt und 5 mit Olivenhainen bestockt sind. Der Rest ist dicht bewaldetes Hügelland. Die Weinberge liegen auf 100 bis 200 Meter Meereshöhe — für Bolgheri ungewöhnlich hoch — und verteilen sich auf verschiedene Lagen mit unterschiedlichen Böden: sandige Substrate in den tieferen Parzellen, Kalk und Mergel in den höheren Lagen rund um Casa Vecchia, die erst 1998 erschlossen wurde. Diese Höhenlage bringt thermische Schwankungen, kühlere Nächte und stete Meereswinde, die das Rebwerk trocken halten.

Bereits in den späten 1990er-Jahren stellte Grattamacco auf organischen Weinbau um — zu einer Zeit, als das in Bolgheri noch eine Ausnahme war. Heute ist die Bewirtschaftung ICEA-zertifiziert, Herbizide und Pestizide werden konsequent ausgeschlossen. Chefwinzer Luca Marrone beschreibt die Kellerphilosophie als „bare winemaking": spontane Vergärung ohne Temperatursteuerung, ohne Zuchthefen, ohne Zeitvorgaben. Die Trauben werden per Hand gelesen, die Rebsorten separat in kleinen konischen Eichenholzbottichen vergoren, anschließend rund 18 Monate in Barriques ausgebaut — teils neu, teils gebraucht.

Sangiovese in der Cuvée, Vermentino vorn weg

Was Grattamacco von vielen Nachbarn in Bolgheri unterscheidet, ist die Entscheidung, Sangiovese im Rotwein zu halten. Während die Region spätestens mit der DOC-Gründung 1994 auf Bordeaux-Cuvées aus Cabernet Sauvignon und Merlot setzte, bestand Grattamacco auf dem toskanischen Anteil. Seit 1995 trägt der Bolgheri Superiore eine stabile Mischung aus rund 65 % Cabernet Sauvignon, 20 % Merlot und 15 % Sangiovese — Spielraum je nach Jahrgang inklusive. Grattamacco war außerdem das erste Weingut in Bolgheri, das Vermentino pflanzte, auf den weißen Tonböden der Region, die für diese Sorte gemacht scheinen.

Das Ergebnis sind Rotweine mit dunkler Frucht, mediterranen Kräuternoten und einer salzigen Mineralik, die den Böden direkt ablesbar ist — mit Tanninen, die Struktur geben, ohne zu sperren. Der Vermentino Bolgheri DOC zeigt frische Zitrusfrucht, Aprikose und einen belebenden, leicht salzigen Abgang. Beide Stile spiegeln die Lage wider: Küstennähe und Höhe zugleich, Wind und Kalkstein, Sonne mit kühlem Abend. Weine, die Bolgheri erklären, bevor die Region berühmt war — und die es noch immer tun.

Castagneto Carduccicollemassariwines.it

Ausgezeichnete Weine

Grattamacco –
Bolgheri von Anfang an

Grattamacco war das zweite Weingut, das sich 1977 in Bolgheri niederließ – zu einer Zeit, als die Region kaum jemand kannte. Die Gründer pflanzten ihre ersten Reben, kelterteten einen der frühesten Bolgheri Rosso und machten Vermentino in der Toskana salonfähig, bevor der Stil einen Namen hatte.

Das Gut liegt auf einem bewaldeten Hügel zwischen Castagneto Carducci und der Küste. Unter den Reben: weißer Tonboden, der auf einem ausgetrockneten Salzsee aus uralter Zeit ruht. Meeresbrisen kühlen die Trauben, der Boden gibt Mineralik ab – beides landet im Glas. Sangiovese, Cabernet Sauvignon, Merlot und Vermentino wachsen hier mit Blick aufs Tyrrhenische Meer.

Im Keller arbeitet das Team so zurückhaltend wie möglich: Handlese, minimale Eingriffe, keine Eile. Jede Sorte bekommt die Reifezeit, die ihr Charakter verlangt. Was dabei entsteht, sind Weine, die ihr Terroir nicht kommentieren – sie zeigen es einfach.