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Château Tour du

Château Tour du Haut-Moulin liegt direkt am Ufer der Gironde – in Cussac-Fort-Médoc, mitten im Herzen des Haut-Médoc. Ein kleines, aber feines Weingut, das seinen Charakter dem außergewöhnlichen Mo... Weiterlesen Weniger lesen

Château Tour du Haut-Moulin liegt direkt am Ufer der Gironde – in Cussac-Fort-Médoc, mitten im Herzen des Haut-Médoc. Ein kleines, aber feines Weingut, das seinen Charakter dem außergewöhnlichen Mosaik-Terroir der Médoc-Terrassen verdankt.

Kiesige Hochlagen, gemischte Sand-Schotter-Böden in der Mitte, tonreicher Untergrund nahe dem Fluss – jede Parzelle erzählt eine eigene Geschichte. Die Nähe zum Gironde-Mündungsarm sorgt für ein mildes Klima, langsame Reife und Weine mit echter Tiefe und Alterungspotenzial. Cabernet Sauvignon, Merlot und etwas Petit Verdot fügen sich zu stimmigen, strukturierten Bordeaux zusammen, die Bestand haben.

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Herkunft Bordeaux, Frankreich
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Über Château Tour du

Seit 1870 in Familienhand — und eine neue Ära ab 2024

Château Tour du Haut-Moulin gehört zu den beständigsten Adressen des Haut-Médoc. 1870 legte Louis Poitou den Grundstein des Guts in Cussac-Fort-Médoc — zu einer Zeit, als das Médoc als Weinregion noch längst nicht den Ruf hatte, den es heute genießt. Sechs Generationen der Familie Cazaux-Poitou führten das Weingut danach in direkter Linie, zuletzt Lionel und Carol Poitou, die das Gut über Jahrzehnte prägten. Lionel Poitou bewirtschaftete die Weinberge seit seiner Kindheit und entwickelte dabei eine Arbeitsweise, die auf genauer Beobachtung jeder einzelnen Parzelle gründet.

2024 markiert einen Wendepunkt: Das Gut wechselte den Besitzer und ging an eine Partnerschaft aus drei erfahrenen israelischen Weinmachern — Eran Pick MW, Golan Flam und Dan Sheinman. Alle drei bringen jahrelange Erfahrung aus Bordeaux und Burgund mit; Golan Flam führt zudem das renommierte Flam Winery in Israel. Lionel Poitou begleitete die Übergabe aktiv, um sein Terroir-Wissen weiterzugeben. Als Berater unterstützt Vincent Dupuch, der zuvor u. a. mit Château Lafleur in Pomerol zusammenarbeitete.

Kies, Sand und Ton — ein Mosaik-Terroir zwischen zwei Grands Crus

Das Weingut liegt auf einer Kieskuppe in Cussac-Fort-Médoc, geografisch exakt zwischen den Appellationen Margaux und Saint-Julien eingeklemmt. Die 10 Hektar Rebfläche verteilen sich auf Böden aus Kies, Sand und Ton — jenes Wechselspiel, das für die Médoc-Terrassen typisch ist. Die Nähe zur Gironde, keine Meile vom Ufer entfernt, wirkt als klimatischer Puffer: Der Fluss dämpft Temperaturschwankungen, schützt vor Spätfrost und verlangsamt die Reife der Trauben.

Im Keller setzt das Gut auf temperaturgesteuerte Zementtanks für die Vergärung und die malolaktische Gärung — ein Material, das Frische und Präzision im Wein bewahrt. Anschließend reifen die Weine zwischen zwölf und fünfzehn Monate in französischen Eichenbarriques, davon rund 30 Prozent neue Fässer. Diese Kombination aus kühler Zementvinifikation und gezieltem Holzeinsatz ist charakteristisch für den Stil des Hauses.

Strukturierte Médoc-Weine mit Tiefe und Lagerfähigkeit

Der Cru Bourgeois Haut-Médoc basiert auf einer Bepflanzung von 50 Prozent Cabernet Sauvignon, 45 Prozent Merlot und 5 Prozent Petit Verdot; die Reben sind im Schnitt 25 Jahre alt. Das Ergebnis sind Weine mit dunkler Frucht — Brombeere, Cassis, ein Hauch Zedernholz — fester Tanninstruktur und einem Abgang, der Geduld belohnt. Kritiker wie Oz Clarke zählen Tour du Haut-Moulin seit Jahren zu den verlässlichsten Wertadressen im Médoc; Hugh Johnsons Pocket Wine Book fasst den Stil knapp zusammen: „Classic wines, structured, to age."

Passend dazu: Lammkeule mit Kräuterkruste, Rinderbraten oder gereifter Comté. Serviertemperatur 17–18 °C, vor dem Einschenken ruhig eine Stunde dekantieren.

Château Tour du Haut-Moulin —
Terroir-Bordeaux aus dem Haut-Médoc

Château Tour du Haut-Moulin liegt in Cussac-Fort-Médoc, unmittelbar am Ufer der Gironde — dort, wo der breite Mündungsarm das Klima mildert, die Reifezeiten verlängert und Weinen eine Tiefe verleiht, die man in dieser Preisklasse selten findet. Das Weingut ist klein, aber das Terroir ist komplex: Kiesige Hochlagen, gemischte Sand-Schotter-Böden in der Mitte und tonreicher Untergrund nahe dem Fluss — jede Parzelle bringt andere Voraussetzungen mit.

Aus diesem Mosaik entstehen klassische Haut-Médoc-Bordeaux auf Basis von Cabernet Sauvignon, Merlot und einem Anteil Petit Verdot. Die Weine sind strukturiert, ohne hart zu wirken, und zeigen mit etwas Lagerzeit ihre eigentliche Stärke: dunkle Frucht, feine Tanninstruktur und einen langen Abgang. Empfehlung: zu geschmortem Lamm, Entenbrust oder reifem Comté — oder einfach in den Keller legen und abwarten.