Das Château · Bordeaux · Frankreich

Château Pichon-Longueville

Château Pichon-Longueville, besser bekannt als Comtesse de Lalande, zaubert elegante Pauillac-Weine mit feinem Charme und purer Klasse ins Glas. Aus dem Herzen des Médoc kommen Weine, die die noble... Weiterlesen Weniger lesen

Château Pichon-Longueville, besser bekannt als Comtesse de Lalande, zaubert elegante Pauillac-Weine mit feinem Charme und purer Klasse ins Glas. Aus dem Herzen des Médoc kommen Weine, die die noble Gravel-Böden und die klassische Bordeaux-Landschaft widerspiegeln – ein Stück Geschichte, das du schmecken kannst.

Im Glas fasziniert satige Cassisfrucht, zarte Veilchennoten und eine seidige Textur mit elegantem Tanninspiel. Typisch für diese Comtesse: sinnlich, harmonisch und von längerer Garde, aber immer zugänglich und einladend. Hier findest du Weine, die Bordeaux-Eleganz lebendig machen.

Perfekt für alle, die edle Rotweine mit Tiefe, Stil und einem Hauch von Verführung schätzen. Ein Klassiker, der nie enttäuscht.

Pauillac, Bordeaux 1 Produkte
Zum Sortiment
Herkunft Bordeaux, Frankreich
Sortiment 1 Produkte

Filter

Sortierung:

Über Château Pichon-Longueville

Vom Parlamentspräsidenten zum Deuxième Cru: die Geburt eines Pauillac-Klassikers

Die Geschichte von Château Pichon-Longueville reicht bis ins Jahr 1694 zurück, als Baron Jacques de Pichon-Longueville, erster Präsident des Bordeaux-Parlaments, das Weingut durch Heirat mit der Erbtochter der Familie de Rauzan erwarb. Aus einem einfachen Gutshof entwickelte er ein Weingut, das schnell einen ausgezeichneten Ruf in der Appellation Pauillac erlangte. Nach seinem Tod 1850 wurde das ursprünglich einheitliche Anwesen unter seinen fünf Kindern aufgeteilt: Der Anteil von Baron Raoul de Pichon-Longueville wurde zu Château Pichon Baron, der Anteil seiner drei Schwestern zum heutigen Château Pichon-Longueville Comtesse de Lalande. Baron Raoul ließ 1851 das markante Schlossgebäude errichten — mit seinen zwei charakteristischen Türmen und dem Wassergraben davor ein Wahrzeichen des Médoc. Nur wenige Jahre später, bei der Pariser Weltausstellung 1855 auf Wunsch Napoleons III., wurde der Wein als Deuxième Grand Cru Classé eingestuft. Nach mehreren Besitzerwechseln — darunter fünf Jahrzehnte in den Händen der Familie Bouteiller — übernahm 1987 AXA Millésimes das Château und leitete eine umfassende Erneuerung ein, die das Weingut zu neuem Glanz führte.

Terroir, Selektion und das Handwerk hinter dem Grand Vin

Das Weingut umfasst 73 Hektar auf quartären Kiesböden im Süden der Gemeinde Pauillac — ein Terroir, das an das unmittelbar benachbarte Château Latour grenzt. Die Bepflanzungsdichte liegt bei 9.000 Rebstöcken pro Hektar, mit einem Rebsortenspiegel von 65 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot sowie kleinen Anteilen Cabernet Franc und Petit Verdot. Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand; die Trauben werden parzellenweise nach Rebsorte, Alter der Reben und Reife sortiert und separat vinifiziert.

Seit 2001 gilt im Keller ein konsequentes Selektionsprinzip: Nur die Parzellen des historischen Kernterroirs — rund 40 Hektar — fließen in den Grand Vin ein. Der Ausbau erfolgt 18 bis 20 Monate in französischen Barriques mit bis zu 80 % Neuholzanteil in starken Jahrgängen, in schmaleren Jahrgängen entsprechend geringer. Seit 2022 wird der Petit Verdot zusätzlich in Amphoren vinifiziert. Die technische Leitung liegt seit Mai 2022 bei Pierre Montégut; Kellermeisterin und Winzerin Alexandra Lebossé ist seit 2017 für die Vinifikation verantwortlich.

Kraftvoller Pauillac-Stil und ein Sortiment mit klarer Handschrift

Pichon Baron steht für den maskulinen, Cabernet-geprägten Pauillac-Typus: dichtes Fruchtprofil mit Schwarzkirsche, Cassis und Zedernholz, feste, gut strukturierte Tannine und ein langer, mineralischer Abgang. Im Vergleich zum Nachbarn Comtesse de Lalande zeigt der Wein mehr Gewicht und Textur — ein Stil, der Zeit braucht, um sich zu entfalten, dafür aber außerordentliche Tiefe entwickelt.

Neben dem Grand Vin produziert das Gut zwei Zweitweine: Les Tourelles de Longueville, seit 1983 im Sortiment, stammt aus Parzellen mit lehmigeren Böden und ist Merlot-betont — zugänglicher im Stil, mit weicherem Mundgefühl und einer Aromatik, die eher an die Weine der Rive Droite erinnert. Les Griffons de Pichon Baron, eingeführt 2012, schlägt mit einem höheren Cabernet-Sauvignon-Anteil einen klassischeren Pauillac-Kurs ein: Florales Profil, Schwarzbeeren-Frucht, feste Struktur. Alle drei Weine spiegeln konsequent das Terroir des Guts wider — Pichon Baron ist Pauillac ohne Kompromiss.

Château Pichon-Longueville —
Eleganz aus dem Herzen des Médoc

Château Pichon-Longueville liegt im Herzen von Pauillac, eingebettet zwischen den großen Lagen des Médoc, auf tief drainierten Gravel-Böden, die dem Cabernet Sauvignon seine charakteristische Struktur geben. Das Château gehört zu den bekanntesten Adressen des Bordeaux — klassifiziert 1855 als Deuxième Grand Cru Classé — und hat über Generationen einen Stil entwickelt, der Kraft und Finesse in einem hält.

Im Keller arbeitet das Team auf Präzision: kontrollierte Vergärung, Ausbau in französischer Eiche, sorgfältige Selektion der Partien. Das Ergebnis sind Weine mit dichter Cassisfrucht, einem Hauch Veilchen und einer seidigen Tanninstruktur, die auch in jungen Jahren zugänglich bleibt — ohne das Lagerpotenzial zu opfern. Wer Geduld mitbringt, wird mit zunehmender Komplexität belohnt.

Die Weine aus Pichon-Longueville passen zu geschmortem Lamm, Entenbrust oder gereiftem Hartkäse. Wer Bordeaux nicht nur trinken, sondern verstehen möchte, findet hier einen verlässlichen Einstieg in den klassischen Médoc-Stil.