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Markus Altenberger

Bernadette und Markus Altenburger bauen im österreichischen Burgenland Blaufränkisch und Chardonnay an – und lassen sich dabei so viel Zeit, wie die Weine brauchen. Ihr Sekt „230 Integral" lag 19 J... Weiterlesen Weniger lesen

Bernadette und Markus Altenburger bauen im österreichischen Burgenland Blaufränkisch und Chardonnay an – und lassen sich dabei so viel Zeit, wie die Weine brauchen. Ihr Sekt „230 Integral" lag 19 Jahre auf der Hefe, bevor er die Kellertür verließ. Das ist kein Marketingtrick, sondern Haltung.

Stilistisch stehen die Weißweine für kalkgeprägte Mineralität und salzige Würze, die Roten für die ganze Bandbreite des Blaufränkisch – von trinkfreudig bis lagerfähig. Wer reife Jahrgänge sucht, wird in der Rubrik „Reif" fündig: Weine, die Altenburger bewusst zurückgehalten hat, bis sie trinkreif waren.

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Herkunft Weinbauregion Weinland , Österreich
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Altenburger Jois Cuvee Altenburger
Weinbauregion Weinland
Angebot32,70 €(43,60 €/l) 0,75 l

Über das Weingut Markus Altenberger

Von der Tiroler Bergfamilie zum Leithaberg-Pionier

Das Weingut Markus Altenburger sitzt im burgenländischen Jois, einem kleinen Ort zwischen dem Leithagebirge und dem Neusiedlersee. Hierher zog die Familie Altenburger im 16. Jahrhundert aus dem westösterreichischen Tirol — und betreibt seither einen traditionellen Mischbetrieb mit Weinbau. Markus führt das Weingut heute in dieser langen Linie weiter, zusammen mit seiner Partnerin Bernadette. Den Grundstein für die heutigen Parzellenlagen legte bereits sein Großvater: Die ältesten Reben am Jungenberg wurden 1969 gepflanzt, sein Vater Matthias setzte 1990 weitere Stöcke. Dass am Joiser Jungenberg überhaupt Weinbau betrieben wird, ist keine neue Idee — die Riede hat eine nachgewiesene Weinbaugeschichte von über 800 Jahren.

Natur statt Ordnung: Weinbau mit Geduld und Eigensinn

Markus Altenburger selbst beschreibt seine Weingärten als rückständig und unordentlich — aus Sicht der Schulmeinung. Zwischen den Rebzeilen wächst die Begrünung ungestutzt, frische Triebe werden nicht beschnitten. Das ist kein Versehen, sondern Haltung: Artenvielfalt im Weinberg hat Vorrang vor dem gepflegten Erscheinungsbild. Im Jungenberg, dem Paradebeispiel für diesen Ansatz, wird seit Jahren kein Traktor mehr eingesetzt. Die 17 Hektar des Gutes umfassen mehrere Lagen am Leithagebirge — darunter Jungenberg (Südhang, Schiefer) und Hackelsberg (Nordhang, ebenfalls Schiefer). Zwei Drittel der Reben sind über 30 Jahre alt und liefern entsprechend geringe Erträge.

Im Keller arbeitet Altenburger mit spontaner Vergärung, großen Holzfässern und Betoneiern. Beim Flaggschiff Jungenberg Blaufränkisch wird nach der Handlese im offenen Gärständer vergoren, anschließend folgt ein Ausbau von über 20 Monaten in 500-Liter-Fässern. Die Mengen sind radikal klein: Vom Lagenwein Jungenberg gibt es in starken Jahrgängen kaum mehr als 400 bis 500 Flaschen — oft nur ein einziges Fass Gesamtproduktion. Seit 2006 werden am Betrieb keine neuen Nicht-Blaufränkisch-Rebsorten mehr gepflanzt, was die Fokussierung auf die lokale Hauptsorte unterstreicht.

Kreidige Mineralität, filigranes Tannin, kein Kompromiss beim Sortiment

Die Weißweine aus Chardonnay, Neuburger und weiteren Sorten stehen für das, was Altenburger selbst als kreidig-salzig-würzig beschreibt — geprägt von den Kalk- und Schieferböden des Leithabergs, die Reben zwingen, durch eine Schieferschicht zu graben, bevor sie auf Leithakalk treffen. Diese Bodenschichtung schlägt sich direkt in den Weinen nieder: Tiefe, Textur und salzige Länge statt schwerer Frucht. Bei den Rotweinen dreht sich alles um Blaufränkisch — von der trinkfreudigen Basisqualität bis zum dichten, lagerfähigen Jungenberg, dessen Profil aus roten Waldbeeren, Pfeffer, Tabakwürze und feinem Schieferton internationale Aufmerksamkeit erregt hat. Das Wine Enthusiast-Magazin nominierte einen Jungenberg-Jahrgang als einen der 100 besten Weine des Jahres — Platz 14, bester Wein aus Österreich. Wer reife Jahrgänge sucht, findet sie in der Rubrik „Reif & Rar": Altenburger legt seit über 15 Jahren Reserven zurück und gibt Weine erst frei, wenn er sie unter eigenen Lagerbedingungen für trinkbereit hält. Das ist kein Marketingtrick, sondern das konsequente Ende einer langen Kette von Entscheidungen.

Markus Altenberger –
Lagenweine vom Jungenberg

Markus Altenberger bewirtschaftet den Jungenberg in Jois, Burgenland mit dem Fokus auf Herkunft und Handwerk. Seine Weine spiegeln die Eigenheit der Lage wider – klar strukturiert, mit Tiefe und regionalem Charakter.