Laphroaig
Filter
2 Produkte
Laphroaig – der unbeugsame Islay-Malt aus der schönen Mulde
Wer Laphroaig zum ersten Mal trinkt, ist selten gleichgültig. Der Rauch, das Jod, der Seetang, die torfige Wärme – dieser Single Malt aus der Südküste Islays verlangt eine Entscheidung. Seit 1815 destilliert man hier nach denselben Grundprinzipien, und nichts an Laphroaig ist darauf ausgelegt, es jedem recht zu machen. Das macht ihn zu einem der ehrlichsten Whiskys Schottlands.
Geschichte: Von der Viehweide zur Weltmarke
Donald und Alexander Johnston gründeten die Destillerie 1815 – ursprünglich als Nebenerwerb zu einer Pacht von 1.000 Acres, die zur Viehzucht gedacht war. Weil man Gerste als Winterfutter anbaute, entstand zwangsläufig überschüssiges Getreide, das zu Whisky verarbeitet wurde. Noch Ende 1815 war das Brennen profitabler als die Landwirtschaft, und Laphroaig hatte seinen eigentlichen Zweck gefunden.
Prägend für die moderne Destillerie wurde Ian Hunter, der die Anzahl der Brennblasen 1923 von zwei auf vier erhöhte, 1928 Alleineigentümer wurde und beim seinem Tod 1954 die Destillerie seiner Managerin Bessie Williamson hinterließ. Williamson war eine der wenigen Frauen, die je eine schottische Destillerie besaßen und leiteten; sie sicherte Laphroaig durch die Nachkriegsjahre und baute den Export systematisch aus. Hunter führte auch die amerikanischen Weißeichen-Bourbon-Fässer ein, die bis heute über 90 % der Reifungskapazität ausmachen.
Nach mehreren Eigentümerwechseln gehört Laphroaig heute zu Suntory Global Spirits, einer Tochtergesellschaft von Suntory Holdings aus Osaka, Japan – seit 2014, als Suntory den damaligen Eigentümer Beam Inc. übernahm. 2022 übernahm Barry MacAffer die Leitung der Destillerie, ein gebürtiger Islay-Insulaner, der als Kind auf dem Destillerie-Gelände spielte.
Philosophie: Torf, Traditionen und der Kilbride Stream
Laphroaig liegt direkt am Wasser, nahe Port Ellen am Loch Laphroaig, den Elementen des Hebriden-Meers ausgesetzt. Das Wasser kommt aus dem Kilbride Stream, der am Rande des Islay-Torflands entspringt. Etwa 20 % des Malzes werden noch heute vor Ort in traditionellen Tennen-Mälzungen hergestellt und mit Islay-Torf auf 50–60 ppm geräuchert – ein Wert, der Laphroaig seinen charakteristischen Spitznamen „Peat Monster" eingebracht hat. Damit zählt die Destillerie zu den wenigen in Schottland, die noch eine aktive Mälzerei betreiben.
Ungewöhnlich ist auch die Konfiguration der Brennblasen: Statt einer gleichen Anzahl von Wash- und Spirit-Stills arbeitet Laphroaig mit drei Wash Stills und vier Spirit Stills, was dem New Make seinen besonderen Charakter verleiht.
Auszeichnungen und Gemeinschaft
1994 verlieh HRH Prinz Charles persönlich das Royal Warrant – Laphroaig ist bis heute der einzige schottische Whisky, dem diese Ehre zuteil wurde. Im selben Jahr entstand der „Friends of Laphroaig"-Club, dessen Mitglieder einen lebenslangen Pacht-Anspruch auf bis zu einem Quadratfuß Laphroaig-Land auf Islay erhalten – eine der ungewöhnlichsten Kundenbindungsideen der Whiskybranche, die bis heute Bestand hat.
Stil und Charakter
Laphroaig polarisiert – und das ist Programm. Die Kombination aus schwerem Torfrauch, Meeressalz, Jod und einer warmen, durch Bourbon-Holz geprägten Süße ergibt ein Aromenbild, das es nirgends sonst in dieser Form gibt. Die Quarter Cask Expression nutzt kleinere Fässer mit 30 % mehr Eichenkontakt als Standardfässer und erzeugt dadurch eine weiche, samtartige Ergänzung zum rauchigen Grundcharakter.
Laphroaig bei Vinoscout
Im Sortiment von Vinoscout findest du zwei der zentralen Expressionen dieser Destillerie:
- Laphroaig 10 Jahre Islay Single Malt – der klassische Einstieg in den Laphroaig-Kosmos, direkt, torfig, kompromisslos. Ab 41,90 EUR.
- Laphroaig Quarter Cask Single Malt Whisky – in kleineren Fässern gereift, etwas weicher und runder im Abgang, dabei charakterstark wie immer. Ab 49,80 EUR.
Beide Whiskys repräsentieren das, wofür Laphroaig steht: Herkunft, Handwerk und einen Geschmack, den man nicht verwechseln kann.


