Islay · Großbritannien

Laphroaig

Laphroaig kommt von der Südküste Islays und bedeutet im gälischen Dialekt der Insel „die schöne Mulde an einer breiten Bucht" – ein Name, der das Wesen dieser Destillerie auf den Punkt bringt: rau,... Weiterlesen Weniger lesen

Laphroaig kommt von der Südküste Islays und bedeutet im gälischen Dialekt der Insel „die schöne Mulde an einer breiten Bucht" – ein Name, der das Wesen dieser Destillerie auf den Punkt bringt: rau, direkt, tief verwurzelt im Ort.

Seit 1815 brennt man hier mit Torf aus dem Islay-Moor, und der Single Malt trägt seinen Spitznamen „Peat Monster" zu Recht. Kein anderer schottischer Whisky hält das Royal Warrant, das Prinz Charles der Destillerie 1994 persönlich verlieh. Heute ist Laphroaig der meistverkaufte Whisky auf Islay – polarisierend, unverwechselbar, kompromisslos.

Glasgow, Islay 2 Produkte 2 prämierte Produkte
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Laphroaig
Herkunft Islay, Großbritannien
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Laphroaig 10 Jahre Islay Single Malt
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Über Laphroaig

Seit 1815 an der Südküste Islays: Die Johnston-Erbschaft

Die Geschichte von Laphroaig beginnt 1815, als die Brüder Donald und Alexander Johnston auf der abgelegenen Südküste Islays, nahe Port Ellen, ihre Destillerie gründeten. Auf einer gepachteten Fläche nutzten sie, was die Insel ihnen gab: weiches, torfiges Wasser aus dem Kilbride-Bach, dichtes Moor direkt vor der Haustür und eine feuchte Meeresluft, die die Fasslagerung von Beginn an prägte. Alexander verließ Islay 1836, Donald kaufte seinen Anteil ab und führte die Destillerie allein weiter — bis zu seinem Tod 1847. Die Johnston-Familie hielt Laphroaig trotzdem zusammen: Töchter, Cousins und schließlich Ian Hunter, der 1908 kam und die Produktion modernisierte, unter anderem durch den systematischen Einsatz von Ex-Bourbon-Fässern, der den heutigen Hausstil mitdefiniert. Nach Hunters Tod 1954 übernahm seine Managerin Bessie Williamson — eine in der schottischen Whiskygeschichte seltene Konstellation. Heute gehört Laphroaig zu Suntory Global Spirits, doch jede Flasche trägt noch immer den Zusatz „Distilled and bottled in Scotland by D. Johnston & Co." — ein bewusster Verweis auf die Gründerbrüder.

Handwerk ohne Abkürzungen: Torf, Malz und sieben Brennblasen

Was Laphroaig von der großen Mehrheit der schottischen Destillerien unterscheidet, beginnt auf dem Malzboden. Rund 20 % der eigenen Gerste werden noch immer vor Ort per Hand gewendet und anschließend über ein Torffeu­er bei niedriger Temperatur für zehn bis zwölf Stunden getrocknet — ein Kalträucherverfahren, das phenolische Verbindungen tief ins Korn treibt. Den Torf dafür schneidet die Destillerie aus ihrem eigenen Moor, dem Glenmachrie Peat Moss: kein Waldtorf, sondern ein Gemisch aus Heidekraut, Flechten, Moos und altem Meerespflanzenmaterial aus jener Zeit, als Islay noch unter Wasser lag. Das Ergebnis liegt bei rund 40 ppm Phenolgehalt im Malz — deutlich mehr als bei den meisten anderen Islay-Destillerien. Die restliche Gerste wird außer Haus nach Spezifikation gedarrt, dann mit dem Eigenmalz verschnitten. Gebrannt wird in sieben Kupferbrennblasen — drei Wash Stills, vier Spirit Stills — mit charakteristisch ansteigenden Lyne Arms, die dem Destillat eine gewisse Helligkeit verleihen, ohne die öligen, maritimen Noten zu brechen. Das Prozesswasser stammt ausschließlich aus dem Kilbride-Bach, der direkt durch eigene Torffelder fließt und dem Spirit seinen mineralischen Unterton mitgibt.

Rauch, Jod und Salzluft: Was dich im Glas erwartet

Laphroaig ist kein Whisky, der Kompromisse sucht. Der Laphroaig 10 Jahre — die Referenz des Hauses — reift in First-Fill-Ex-Bourbon-Fässern und zeigt im Glas Teer, Seetang, Jod und einen langen, leicht süßen Rauch­abgang mit Salzkaramell. Der Quarter Cask durchläuft nach der Erstlagerung kleinere Fässer mit größerem Holzkontakt: kürzerer Weg zu mehr Vanille- und Kokosnuss-Tönen, ohne dass der Torf auch nur einen Schritt zurückweicht. Beide Abfüllungen stehen exemplarisch für das, was die Destillerie seit über zwei Jahrhunderten tut: einen Stil brennen, der polarisiert, weil er nichts kaschiert. Wer Laphroaig mag, mag ihn kompromisslos — pur, mit wenigen Tropfen Wasser oder on the rocks. Das Royal Warrant, das Prinz Charles der Destillerie 1994 verlieh, war das erste und bis heute einzige, das ein schottischer Single Malt erhalten hat.

Ausgezeichnete Weine

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Laphroaig —
der Torfrauch-Klassiker von der Südküste Islays

Laphroaig brennt seit 1815 an der Südküste Islays — dort, wo der Wind vom Atlantik über das Moor streicht und der Torf eine Tiefe hat, die sich in keinem anderen Single Malt so direkt wiederfindet. Der Name stammt aus dem Gälischen und bedeutet sinngemäß „die schöne Mulde an einer breiten Bucht". Wer das erste Mal ein Glas Laphroaig in der Hand hält, versteht, warum: Rauch, Jod, Meeressalz — unverblümt und ohne Umweg.

Torf aus dem Islay-Moor wird hier noch heute zum Darren der Gerste verwendet, was dem Whisky seinen charakteristischen Phenolgehalt gibt. 1994 verlieh Prinz Charles der Destillerie den Royal Warrant — als erster und bisher einziger schottischer Whisky trägt Laphroaig dieses königliche Gütesiegel. Kein Zufall: Hinter dem rauen Auftritt steckt ein handwerklich präzise geführter Betrieb, der seinen Stil seit über zwei Jahrhunderten nicht verwässert hat.

Laphroaig ist nichts für jeden — und das ist Programm. Wer Torfrauch, Algen und einen langen, trockenen Abgang schätzt, findet hier einen Whisky, der pur überzeugt, aber auch mit einem Tropfen Wasser an Komplexität gewinnt. Empfehlung: pur bei Zimmertemperatur oder zu geräuchertem Fisch und kräftigem Hartkäse.