Das Château · Margaux · Frankreich

Château Giscours

Auf Château Giscours werden alle Trauben parzellenweise von Hand in kleine Kistchen gelesen, umgehend in die Kellerei gebracht und hier separat (getrennt nach Rebsorte, Parzelle, Lage, Alter der Re... Weiterlesen Weniger lesen

Auf Château Giscours werden alle Trauben parzellenweise von Hand in kleine Kistchen gelesen, umgehend in die Kellerei gebracht und hier separat (getrennt nach Rebsorte, Parzelle, Lage, Alter der Reben) vinifiziert.

Die entrappten Trauben werden bei kontrollierten Temperaturen von 28 bis 30 °C in Beton- und Edelstahltanks vergoren, die Weine nach abgeschlossener alkoholischer Gärung und einer verlängerten Maischestandzeit von 18 bis 24 Tagen vorsichtig abgezogen und die Maische in pneumatischen Pressen gepresst.

Die Weine durchlaufen den biologischen Säureabbau und werden erst danach für 15 bis 18 Monate in Barriques aus feinporiger französischer Eiche (mittlere Toastung, 50 % neues Holz) zur Reife gelegt.

Labarde, Margaux 3 Produkte
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Château Giscours
Herkunft Margaux, Frankreich
Sortiment 3 Produkte

Über Château Giscours

Vom Tuchhändler-Gut zum Troisième Grand Cru Classé: Sieben Jahrhunderte Giscours

Die erste urkundliche Erwähnung von Giscours datiert auf das Jahr 1330 — damals als befestigte Anlage in der Gemeinde Labarde. Den eigentlichen Grundstein für den Weinbau legte 1552 Pierre de Lhomme, ein wohlhabender Tuchhändler aus Bordeaux, der das Anwesen „Guyscoutz" erwarb und die ersten Reben auf bis dahin wildem Land pflanzte. Zwei Jahrhunderte und mehrere Besitzerwechsel später — darunter eine kurze Episode als Nationalbesitz nach der Französischen Revolution — gab der Industrielle Marc Promis dem Gut sein heutiges Gesicht: Er ließ das elegante neoklassische Schloss errichten, das noch heute in Labarde steht. Sein Nachfolger Jean-Pierre Pescatore investierte weiter in Prestige und Infrastruktur und ermöglichte damit, dass Giscours bei der berühmten Bordeaux-Klassifikation von 1855 als Troisième Grand Cru Classé eingestuft wurde.

1995 begann ein neues Kapitel: Der niederländische Unternehmer Eric Albada Jelgersma übernahm das Château und leitete eine umfassende Neuausrichtung von Weinberg und Keller ein. Heute führen seine drei Kinder Dennis, Derk und Valérie das Gut — und mit ihnen Technischer Direktor Didier Forêt, der die qualitative Erneuerung der vergangenen Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt hat.

Agroökologie statt Chemiekeule: Wie Giscours seinen Weinberg denkt

Château Giscours bewirtschaftet rund 160 Hektar Reben — 100 Hektar innerhalb der Appellation Margaux, 60 Hektar im Haut-Médoc — aufgeteilt in etwa dreißig Einzelparzellen auf den Kiesschotterplateaus von Labarde und Arsac. Die ältesten Stöcke stammen aus dem Jahr 1923 und wurzeln tief in einem Boden aus Garonne-Kies über einer Stampian-Kalksteinschicht — klassisches Margaux-Terroir mit exzellenter Drainage. Bepflanzt wird mit den vier Bordeaux-Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot.

Im Weinberg folgt das Team dem Prinzip der Agroökologie: Landwirtschaft und natürliche Umgebung werden als zusammenhängendes Ökosystem verstanden. Alte Parzellen werden durch Interplanting — das gezielte Nachpflanzen junger Stöcke zwischen bestehende alte Reben — erhalten statt gerodet. Um genetische Vielfalt zu sichern, setzt Giscours bei Neupflanzungen auf Massenselektionen aus dem historischen Rebmaterial des Guts, das mindestens 70 Jahre alt ist und vor der Klonalselektion liegt. Im Keller beginnt der Prozess mit einer Kaltmazeration vor der alkoholischen Gärung, die Fruchtklarheit und Ausdrucksstärke verbessert. Vergärung und Ausbau folgen der bisherigen Kellertradition: parzellengenaue Vinifikation, kontrollierte Temperaturen, verlängerte Maischestandzeit, biologischer Säureabbau. Zum Abschluss reifen die Weine 15 bis 18 Monate in französischen Eichenbarriques (50 % neues Holz, mittlere Toastung) aus einem Pool von zehn verschiedenen Küfern.

Struktur, Eleganz und das Zeichen der Meerjungfrau: die Weine von Giscours

Seit der Neuausrichtung ab 1995 steht Cabernet Sauvignon klar im Mittelpunkt des Grand Vins — ein Wandel, der dem Terroir auf den Kiesrücken von Labarde weit besser entspricht als die früher dominante Merlot-Assemblage. Das Ergebnis sind Weine mit dichter Struktur, feiner Tanninzeichnung und der für Margaux typischen aromatischen Präzision: dunkle Beerenfrucht, floraler Unterton, langer mineralischer Abgang. Die Leitlinie im Keller lautet „aromatische Strahlkraft und feine Tannine" — kein Schwergewicht, sondern ein Wein, der Tiefe mit Eleganz verbindet.

Das Sortiment umfasst mit Château Giscours Margaux den Grand Vin sowie La Sirène de Giscours als zweiten Wein — benannt nach der Meerjungfrau, die seit 1900 das Etikett des Hauses ziert und dem Zweitwein seinen Namen gibt. La Sirène de Giscours stammt ebenfalls aus Margaux-Parzellen und folgt denselben Grundsätzen der parzellenweisen Vinifikation, ist dabei zugänglicher und früher zu genießen. Beide Weine stehen für ein Gut, das seine bewegte Geschichte in Qualität umgemünzt hat — und das seinen Platz unter den Klassifizierten von 1855 heute mit Überzeugung ausfüllt.

Château Giscours —
handwerkliche Präzision aus Margaux

Château Giscours liegt im Herzen von Margaux, einem der renommiertesten Appellationen des Médoc. Jede Parzelle wird separat bewirtschaftet und die Trauben ausschließlich von Hand in kleine Kistchen gelesen — so gelangt das Lesegut unbeschädigt und innerhalb kürzester Zeit in die Kellerei.

Dort beginnt eine Vinifikation, die auf Präzision setzt: Jede Rebsorte, jede Lage und jeder Rebstock-Jahrgang wird einzeln vergoren, die Maische bei kontrollierten 28 bis 30 °C in Beton- und Edelstahltanks. Eine verlängerte Maischestandzeit von 18 bis 24 Tagen gibt den Weinen Struktur und Tiefe, bevor sie nach dem biologischen Säureabbau für 15 bis 18 Monate in Barriques aus feinporiger französischer Eiche reifen — mittlere Toastung, 50 % neues Holz.

Das Ergebnis sind Weine mit der typischen Eleganz des Margaux: seidene Tannine, dunkle Beerenfrucht, ein langer Abgang. Ob zum Lammrücken mit Kräuterkruste oder einem gereiften Comté — die Crus von Giscours brauchen Tisch und Zeit.