Von der Hagener Markthalle zum deutschen Premium-Spirituosen-Importeur
Die Geschichte der Sierra Madre GmbH beginnt Mitte der 1990er-Jahre in einer Hagener Kneipe: Gründer Guido Klaumann trifft dort auf Jürgen Stroschein, den Betreiber eines mexikanischen Imbissstandes in der Hagener Markthalle. Aus dieser zufälligen Begegnung entsteht 1995 ein Unternehmen, das zunächst mexikanische Lebensmittel und Spezialitäten nach Deutschland importiert. Der Name Sierra Madre — spanisch für Muttergebirge — trägt die lateinamerikanische DNA von Anfang an im Kern. Rund zwei Jahrzehnte nach der Gründung, um 2013 und 2014, vollzieht das Unternehmen eine wichtige Weichenstellung: Stroschein zieht sich zurück, Timo Fischer und Marcus da Costa stoßen zur Unternehmensleitung, und Sierra Madre richtet seinen Fokus konsequent auf den Vertrieb hochwertiger Spirituosen aus.
Heute, nach drei Jahrzehnten am Markt, zählt das inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in Hagen (Nordrhein-Westfalen) zu den führenden deutschen Importeuren für Premium-Spirituosen — eine Entwicklung, die bei der Gründung als kleiner Lebensmittelhändler wohl niemand so erwartet hätte.
Kuratiertes Portfolio statt Katalog von der Stange
Was Sierra Madre antreibt, lässt sich mit einem Satz des Unternehmens selbst beschreiben: Nur wenn der Endkunde von einem Produkt überzeugt ist, entsteht echte Nachfrage beim Handel. Diesem Grundsatz entsprechend setzt Sierra Madre auf direkte Marktnähe — bis zu 120 Messen und 250 Tastings pro Jahr, bei denen das Team persönlich hinter den Flaschen steht. Der Aufbau des Portfolios folgt keiner Logik des Volumenhandels, sondern dem Prinzip der gezielten Markenentwicklung: Sierra Madre agiert als Exklusivimporteur für ausgewählte Produzenten und begleitet deren Marken aktiv im deutschen und europäischen Markt. Das erfordert Hintergrundwissen über Herstellung, Rohstoffe und Herkunft — und genau dieses Wissen gibt das Team an Fachhandel, Gastronomie und Endkunden weiter.
Der Wandel vom Großhändler zum Importeur für Premium-Marken war laut Brand-Manager Marius Rupieper eine bewusste Entscheidung: Über den Einstieg in Tequila aus 100 Prozent Agave rutschte man immer tiefer in die Welt der Spirituosen — Rum, Gin, Whisky, Brandy und Sherry folgten Schritt für Schritt. Jede neue Kategorie wurde erst dann ins Portfolio aufgenommen, wenn das Team selbst vom Produkt überzeugt war.
Rum aus den Philippinen, Gin aus London — ein globales Portfolio mit klarer Handschrift
Das Sortiment von Sierra Madre spannt heute einen weiten Bogen: vom philippinischen Don Papa Rum über den mehrfach ausgezeichneten Brockmans Gin aus London bis hin zu gereiften Raritäten wie dem El Ron Prohibido mit 22 Jahren Fassreife im Solera-Verfahren oder dem Dos Maderas Rum Añejo 5+3. Was diese Flaschen verbindet, ist keine geografische Gemeinsamkeit, sondern eine redaktionelle: Sierra Madre wählt Produzenten, die eine eigene Geschichte erzählen — über ihre Rohstoffe, ihre Destillationsmethoden, ihre Herkunft. Im Vinoscout-Sortiment findest du eine Auswahl dieser kuratierten Markenwelt: Spirituosen, bei denen der Weg von der Ernte bis in die Flasche nachvollziehbar bleibt.