Mira Luna Olivenöle – drei Öle aus der Provence
Die Domaine Mira Luna macht nicht nur Wein. Aus denselben Hügeln der Provence kommen drei native Olivenöle, alle aus biologischem Anbau und alle kalt gepresst – jedes in der 250-ml- und der 500-ml-Flasche. Sie unterscheiden sich weniger im Preis als im Erntezeitpunkt, und genau der entscheidet über den Geschmack.
Früh oder spät geerntet – der Unterschied
Werden Oliven früh gelesen, kurz vor der Vollreife, ist die Ausbeute geringer, das Aroma dafür intensiver. Solche Öle schmecken nach grüner Tomate und frischem Gras und kratzen leicht im Hals. Dieses Kratzen ist kein Makel, sondern das Erkennungszeichen eines hohen Polyphenolgehalts – jener Pflanzenstoffe, die das Öl stabil halten und für seinen antioxidativen Wert stehen.
Späte Ernte kehrt das um: reife gelbe Frucht, Mandelnoten, deutlich weniger Bitterkeit, ein runderer Abgang. Weder das eine noch das andere ist besser – es sind zwei Werkzeuge für zwei Aufgaben.
Die drei Öle
- DOP Provence, grün-fruchtig: die frühe Ernte. Grüne Tomate, frisches Gras, pfeffriger Abgang. Das kräftigste der drei – für alles, was Gegenwehr verträgt.
- Frantoio: sortenrein aus einer der aromatisch intensivsten Olivensorten des Mittelmeerraums. Artischocke, grüne Mandel, klar und leichtflüssig statt fettig. Am stärksten pur eingesetzt: über gegrilltem Fisch, auf Bruschetta, zu rohem Gemüse.
- Provence, vollreif geerntet: das milde. Runder und weicher als toskanische Öle, reife Frucht und eine würzige Kräuterlinie. Für Vinaigrettes, Tapenade, über gegrilltem Gemüse oder zu Ziegenkäse.
Zwei der drei tragen eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Sie besagt, dass Anbau, Ernte und Pressung ausschließlich in der angestammten Region und nach festgelegten Verfahren stattfinden – Herkunft und Herstellung sind damit geprüft, nicht nur behauptet.
250 oder 500 Milliliter
Jedes der drei Öle gibt es in beiden Größen: 250 ml für 15,90 Euro, 500 ml für 26,90 Euro. Die kleine Flasche ist keine Sparversion, sondern eine Frage der Frische. Olivenöl oxidiert, sobald es Luft und Licht bekommt, und verliert dabei genau die Aromen, für die man es gekauft hat. Wenn du selten zum Finish greifst, fährst du mit 250 ml besser – du verbrauchst das Öl, solange es auf der Höhe seiner Kraft ist.
Ein Tipp fürs Zusammenstellen: Nimm ein grün-fruchtiges und ein mildes Öl parallel. Das kräftige kommt zum Schluss aufs Gericht, das milde in die Vinaigrette – so schmeckst du den Unterschied am eigenen Tisch. Die passenden Weine dazu stehen bei den Mira Luna Weinen.