Die Domaine · Chablis · Frankreich

Domaine des Genèves

Im nördlichsten Zipfel Burgunds, wo die Böden nach Austern duften und der Himmel das Wetter bestimmt, liegt Domaine des Genèves. Als Propriétaire-Récoltant – also Winzer, der seine Reben selbst bes... Weiterlesen Weniger lesen

Im nördlichsten Zipfel Burgunds, wo die Böden nach Austern duften und der Himmel das Wetter bestimmt, liegt Domaine des Genèves. Als Propriétaire-Récoltant – also Winzer, der seine Reben selbst besitzt und keltert – steht hier die Herkunft im Mittelpunkt: echter, ungschminkter Chablis.

Das bedeutet: Chardonnay auf Kimmeridge-Kalkstein, mineralische Frische, die man fast schmecken kann, bevor man das Glas ans Licht hält. Kein Holz, das ablenkt – nur Terroir, das erzählt.

Fleys, Chablis 2 Produkte 2 prämierte Produkte
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Domaine des Genèves
Herkunft Chablis, Frankreich
Sortiment 2 Produkte
Rebsorten Chardonnay

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Über Domaine des Genèves

Fünf Generationen auf den Hängen von Fleys

Die Familie Aufrère baut in Fleys, einem der 19 Chablis-Dörfer östlich der Appellation, seit Generationen Wein an — eine Linie, die sich von Louis über Jean-Baptiste, Henry, Ulysse und Roger bis zu Dominique und Annie zieht. 1973 gründeten Dominique und Annie Aufrère das Domaine des Genèves formell, indem sie die Weinberge ihrer Eltern übernahmen. Stéphane Aufrère, einer ihrer beiden Söhne, stieß 1993 zum Betrieb und führt das Weingut heute allein. Der Name des Domaines leitet sich vom Kataster-Flurnamen „les Genèves" ab: So nennt man in Fleys die Wacholde­rbüsche, die auf den extrem kalkreichen Böden der Gegend seit jeher gedeihen.

Stéphane ist damit der erste Winzer, der das Domaine in seiner heutigen Form über eine volle Karriere hinweg geprägt hat — auf denselben Hängen, auf denen er aufgewachsen ist. 1992 wurde der Keller mit temperaturgesteuerten Edelstahlbehältern modernisiert, 2006 umfassend renoviert.

Lutte raisonnée, Stahltank, kein Holz

Stéphane bewirtschaftet heute rund 21 Hektar Chardonnay, verteilt auf Parzellen in den Gemeinden Fleys, Chablis, Chichée und Serrigny. Im Weinberg arbeitet er nach dem Prinzip der lutte raisonnée — einem nachhaltigen Ansatz, der chemischen Einsatz auf das absolut Notwendige reduziert und das Terroir langfristig schützt. Die Ernte wird nach klassischer Guyot-double-Erziehung geführt; die Selektion jeder einzelnen Rute beim Winterschnitt gilt ihm als einer der entscheidenden Qualitätsschritte. Das Domaine ist zudem nach HVE (Haute Valeur Environnementale) zertifiziert.

Im Keller wird konsequent auf Holz verzichtet — alle Weine reifen in Edelstahl, um die natürliche Typizität jeder Parzelle unverfälscht zu erhalten. Sämtliche Weine werden auf dem Gut selbst erzeugt, ausgebaut und abgefüllt.

Klarer Chablis — von Petit Chablis bis Premier Cru

Das Sortiment spannt sich von einem Bourgogne Chardonnay und Petit Chablis bis zum Chablis Village und drei Premiers Crus: Les Fourneaux, Vaucoupin und Mont de Milieu. Was alle Weine verbindet, ist der Verzicht auf Holz und der direkte Ausdruck des kimméridgischen Kalkstein-Mergel-Bodens: Zitrusaromen, weiße Blüten, Feuerstein und eine salzige, trockene Struktur im Abgang. Der Chablis Village ist der klassische Einstieg — floral, mit Grünapfel und feiner Mineralik. Die Premiers Crus legen Dichte und Länge zu: Les Fourneaux, dessen Name Stéphanes Hausadresse in Fleys ist, zeigt würzige Tiefe; Mont de Milieu gilt als einer der ausdrucksstärksten Premier-Cru-Lagen der rechten Serein-Uferseite. Zu allen Weinen des Domaines passt, was Chablis traditionell begleitet: Austern, Meeresfrüchte, gegrillter Fisch oder ein reifer Ziegenkäse aus der Region.

Ausgezeichnete Weine

Domaine des Genèves —
Chablis, wie er vom Boden erzählt

Im nördlichsten Zipfel Burgunds, wo Kimmeridge-Kalkstein und kontinentales Klima den Ton angeben, bewirtschaftet Domaine des Genèves seine Lagen als Propriétaire-Récoltant — das heißt: eigene Reben, eigene Kelterung, volle Verantwortung für jeden Jahrgang. Kein Zukauf, kein Verschnitt mit fremdem Material. Was ins Glas kommt, wächst auf dem Boden, der Chablis seit Jahrhunderten prägt.

Dieser Boden ist das Herzstück. Der Kimmeridge-Kalkstein, durchzogen von fossilen Austernschalen aus dem Jura-Meer, gibt den Weinen ihre charakteristische Salzigkeit und jene kühle Mineralik, die man kaum beschreiben, aber sofort erkennt. Domaine des Genèves verzichtet bewusst auf Holzausbau — kein Barrique, das Aromen überlagert. Stattdessen: Stahltank, Präzision, Herkunft pur.

Das Ergebnis sind Chardonnays mit klarer Struktur, lebendiger Säure und einem Abgang, der an Kreide und Zitrusschale erinnert. Ideal zu Austern, Jakobsmuscheln oder einem klassischen Poulet à la crème — und für alle, die Burgund nicht über den Preis, sondern über den Charakter kennenlernen wollen.