Das Château · Medoc · Frankreich

Château Le Temple

Château Le Temple liegt im Herzen des Médoc – einer Gegend, in der Weinmachen keine Frage des Trends ist, sondern eine Frage der Haltung. Hier, zwischen alten Reben und bordelaiser Stille, entstehe... Weiterlesen Weniger lesen

Château Le Temple liegt im Herzen des Médoc – einer Gegend, in der Weinmachen keine Frage des Trends ist, sondern eine Frage der Haltung. Hier, zwischen alten Reben und bordelaiser Stille, entstehen Weine, die von ihrem Boden erzählen: tiefgründig, strukturiert und mit einer Eleganz, die man nicht erzwingen kann.

Die Cuvées aus Cabernet Sauvignon und Merlot zeigen, was das Médoc wirklich ausmacht – Kraft mit Finesse, Reife ohne Schwere. Weine, die Zeit verdienen und mit Zeit belohnen.

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Herkunft Medoc, Frankreich
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Über Château Le Temple

Vom Templerorden zur Familiendomaine: die Geschichte des Château Le Temple

Der Name ist Programm: Château Le Temple in Valeyrac, an der nördlichen Spitze des Médoc, trägt seine Geschichte im Namen. Die Wurzeln des Gutes reichen bis zum Orden der Templer zurück, die in dieser Gegend an der Gironde-Mündung einst eine Niederlassung unterhielten. Aus diesem historischen Boden heraus ist ein Weingut gewachsen, das seit 1932 in den Händen der Familie Bergey liegt. Was als landwirtschaftlicher Betrieb begann, hat sich über Generationen zu einem der charakteristischen Médoc-Erzeuger aus der Pointe du Médoc entwickelt.

Heute führen Jean-Pierre Bergey sowie seine Kinder Mélissa und Loïc das Gut als dritte und vierte Generation. Mélissa bringt als ausgebildete Önologin das Kellerwissen mit, Loïc als Fachmann für Weinbau und Önologie das Wissen vom Weinberg. Seit 2010 arbeiten die Geschwister Seite an Seite — eine Arbeitsteilung, die das Gut geprägt und seinen Stil geschärft hat.

100 Hektar zwischen Estuar und Atlantik: Weinbau mit Haltung

Das Gut umfasst 100 Hektar Land — Reben, Marschland und Wald — wovon 24 Hektar als AOC Médoc bestockt sind. Die Lage im nördlichsten Teil der Appellation, rund 75 Kilometer nordwestlich von Bordeaux, prägt den Charakter der Weine: Das maritime Klima zwischen Gironde und Atlantik sorgt für gleichmäßige Reife, die Böden für Struktur und Mineralität.

Nachhaltig zu wirtschaften ist für die Bergeys kein Marketingversprechen, sondern zertifizierter Standard: Das Weingut trägt die Auszeichnung Haute Valeur Environnementale (HVE) Niveau 3, die höchste Stufe des französischen Umweltzertifikats, das Biodiversität, Pflanzenschutz, Dünge- und Wassermanagement bewertet. Die Pflanzdichte der Reben weicht bewusst vom Médoc-Standard ab — statt der appellationstypischen 10.000 Stöcke pro Hektar arbeitet man mit 5.500 bis 6.500 Stöcken, was den Reben mehr Raum zur Wurzelentwicklung lässt. Vinifiziert wird in einem Cuvier aus dem 19. Jahrhundert; die Reifung erfolgt in französischen Eichenfässern.

Neben dem Weinbau betreibt die Familie Rinderzucht mit Charolais-Mutterkühen — eine Kombination, die in der Region ungewöhnlich ist und zum Verständnis des Guts als landwirtschaftlichen Gesamtbetrieb beiträgt, nicht nur als Weinproduzent.

Cabernet, Merlot, Petit Verdot: ein klassisches Médoc mit nördlichem Charakter

Die Cuvée, die du bei uns findest — der Cru Bourgeois Médoc Rouge — ist ein Bordeaux-Verschnitt aus 50 % Cabernet Sauvignon, 48 % Merlot und 2 % Petit Verdot. In der Nase zeigt sich reife Himbeere, Cassis und ein Hauch Kubebenpfeffer, dazu feine Gewürzakzente. Am Gaumen fruchtig und mineralisch zugleich, mit rotem Beerenobst, einer klaren Frische und einem leisen Unterton von Lakritze — dazu feste, aber nicht scharfe Tannine durch die Reifung in Eichenholz. Die nördliche Lage an der Pointe du Médoc gibt den Weinen eine eigene Frische, die sie von den schwereren Süd-Médocs unterscheidet. Klassische Begleitung: Lammkeule aus dem Ofen, Entrecôte mit Kräuterbutter oder gereifter Ossau-Iraty. Serviertemperatur 16–18 °C.

Valeyrac Medoc

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Château Le Temple –
Médoc-Bordeaux mit Tiefe und Struktur

Château Le Temple liegt im nördlichen Médoc, fernab der großen Appellationen, aber nah an dem, was Bordeaux im Kern ausmacht: schwere Kiesböden, atlantisches Klima und Reben, die gelernt haben, tief zu wurzeln. Die Weine entstehen aus klassischen Médoc-Rebsorten – Cabernet Sauvignon als Rückgrat, Merlot für Fülle und Zugänglichkeit.

Was die Cuvées von Le Temple auszeichnet, ist ihre Haltung: keine Überextraktion, kein Holzüberschuss, sondern Weine, die ihren Boden sprechen lassen. Feine Tannine, dunkle Frucht, ein langer Abgang mit mineralischer Note – das ist der Stil des Hauses. Weine, die jung trinkbar sind, aber mit fünf bis zehn Jahren Kellerreife an Komplexität gewinnen.

Empfehlung: zu geschmortem Lammrücken, Entrecôte oder einem reifen Comté. Wer Bordeaux ohne Aufpreis für den Namen sucht, findet hier eine ehrliche Adresse.