
Delheim Chenin Blanc Wild Ferment
Spontangärung als Stilmittel: Der Wild Ferment Chenin Blanc von Delheim zeigt, was passiert, wenn man der Natur etwas mehr Spielraum lässt. Das Ergebnis ist ein Weißwein mit spürbarer Tiefe und einem klaren Herkunftsprofil aus Stellenbosch.
Delheim gehört zu den traditionsreichen Weingütern am Simonsberg – eine der kühleren, windexponierten Lagen der Stellenbosch-Region. Die natürliche Hefe bringt mehr Komplexität ins Glas als kultivierte Reinzuchthefen: unberechenbarer, aber charakterstärker.
In der Nase Grapefruit, Orange und weißer Pfirsich, dazu ein feiner Kräuterton (Bohnenkraut) und ein dezenter Holzrahmen. Am Gaumen zeigt der Wein eine lebendige Säurestruktur, die von saftiger Frucht getragen wird – kein breiter, schwerer Stil, sondern straff mit Volumen. Der Abgang bleibt frisch und sauber.
John Platter vergab für den Jahrgang 2016 vier Sterne.
Trinkempfehlung: 10–12 °C, gut zu gegrilltem Kabeljau, Poulet rôti mit Kräutern oder einem reifen Ziegenkäse. Auch als Aperitif mit etwas Oliven und Focaccia eine gute Wahl.
Nährwerte pro 100 ml
Pflichtangaben & Handel
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Delheim – südafrikanische Weine mit deutschem Herz. Gründer Hans Otto Hoheisen kam in den 30ern aus Deutschland nach Südafrika, richtete Farm und Weinberge am Simonsberg her und baute seiner Frau Deli eine gemütliche Stube – „Delis Heim“ wurde zum Namen. Abenteuerlust hatte er, am Weinkönnen mangelte es ihm. Aufgeben? Keine Option. Irgendwie schaffte er seinen ersten Cabernet.
Ab 1958 übernahm „Spatz“ Sperling den Keller – mit Ehrgeiz, Humor und einem Chenin Blanc mit dem hässlichsten Etikett des Jahres 1970: „Spatzendreck“. Ein Stück deutsch-südafrikanischer Wein-Geschichte.
Bremendelheim.com

















