Vom Hafen-Treff zur Rum-Institution
The Rum & Crab Shack wurde 2012 in St Ives, Cornwall, gegründet – von vier Freunden, die spätabends beschlossen, ihre zwei liebsten Dinge unter ein Dach zu bringen: Rum und Krabbe. Aus der Schnapsidee wurde ein Lokal direkt am Hafen, das schnell für seine ungewöhnlich große Rum-Auswahl bekannt wurde. Drei Jahre später, 2015, stellte Mitgründer Neythan Hayes den ersten hauseigenen Rum vor und taufte ihn Dead Man's Fingers. Premiere feierte der Spiced Rum beim Port Eliot Festival in Cornwall, bevor er sich vom Bar-Exoten zur international gehandelten Marke entwickelte.
2018 übernahm der britische Spirituosenkonzern Halewood die Marke Dead Man's Fingers. Produziert wird der Rum seither in der Bristol and Bath Rum Distillery, doch der Ursprungsort in St Ives blieb die spirituelle Heimat der Marke – bis heute reisen Rum-Fans aus aller Welt an den Hafen, wo alles begann.
Cornish Soul statt alter Rum-Regeln
Der Name Dead Man's Fingers hat nichts mit Piratenromantik zu tun, sondern mit der Küche direkt nebenan: So werden im Englischen die fingerförmigen, ungenießbaren Kiemen der Krabbe genannt – ein Insider-Scherz, der zum Markenzeichen wurde. Statt sich an Piratenklischees und Karibik-Kitsch zu orientieren, wollte das Team bewusst mit alten Rum-Konventionen brechen und der Marke eine unangepasste, „Rock and Roll“ statt „Palmen und Papagei“-Persönlichkeit geben.
Basis bleibt dabei immer echter Rum: Verwendet wird ausgewählter karibischer Rum im Alter von zwei bis drei Jahren, verfeinert mit natürlichen Gewürzen und natürlicher Süße statt künstlicher Aromen – die Würzung soll den Rum unterstreichen, nicht überdecken.
Über 100 Rums und die Hausmarke Dead Man's Fingers
Im Regal der Shack stehen mittlerweile über 100 Rums aus aller Welt, vom Klassiker bis zum Exoten. 2020 kam mit dem Stargazy Rum-Likör ein zweites hauseigenes Produkt hinzu. Die Dead-Man's-Fingers-Kollektion selbst ist längst über den würzigen Original-Rum hinausgewachsen und umfasst heute zahlreiche Frucht- und Aromavarianten – von Ananas und Kirsche bis Kaffee und Kokosnuss.
In der Coconut-Variante, die auch bei uns im Sortiment steht, treffen Aromen von reifer Mango, Rosine und weicher Karamellsüße auf einen Hauch Limette, abgerundet durch Vanille und eine Prise Gewürznelke. Serviert wird sie pur über Eis, mit Cola als unkomplizierter Longdrink oder als tropische Variante im Mojito – eine Hommage an genau die verspielte, regelbrechende Haltung, mit der am Hafen von St Ives alles begann.