Von der Boloneser Destillerie zur Campari-Marke
Der Name Sarti ist der Familienname der Gründer — Luigi Sarti & Figli eröffneten ihre Destillerie 1885 in Bologna, der Hauptstadt der Emilia-Romagna und kulinarischen Metropole Italiens. Schon früh machte sich Casa Luigi Sarti & Figli einen Namen für Liköre, die handwerkliches Können mit dem Anspruch verbanden, immer wieder neue Rezepturen auszuprobieren. 1995 erwarb die Campari Group die Marke und integrierte sie in ihr Aperitivo-Portfolio — neben Campari, Aperol und Crodino.
2022 schrieb Campari ein neues Kapitel für die Traditionsmarke: Mit Sarti Rosa erschien ein moderner Aperitif, der die Geschichte der Casa Sarti ausdrücklich als Inspiration nennt und deren Erfindergeist in eine zeitgemäße Formel übersetzt.
Infusion statt Destillation — Handwerk im Dienst der Frucht
Sarti Rosa entsteht durch Infusion, nicht durch Fermentation: Eine Mischung aus Früchten und Botanicals wird in einen neutralen Getreidespiritus eingelegt, bis die Aromen vollständig übergegangen sind. Im Mittelpunkt stehen sizilianische Blutorangen, deren tiefes Aroma und natürliche Bitteröle dem Aperitif eine klar italianische Identität geben. Mango und Passionsfrucht schichten sich darüber und bringen tropische Tiefe. Die genaue Rezeptur gilt als gut gehütetes Hausgeheimnis.
Die Fruchtaromen werden anschließend mit Zitrusölen und natürlichen Farbstoffen abgestimmt, bevor der Aperitif auf 14 % vol. eingestellt und abgefüllt wird. Das Ergebnis: ein leuchtendes Pink mit violetten Reflexen — Farbe als Stilaussage, nicht nur als Dekoration.
Sarti Rosa — fruchtiger Gegenentwurf zur Bitter-Schule
Wo klassische italienische Aperitifs die Bitterkeit in den Vordergrund stellen, setzt Sarti Rosa auf ein anderes Gleichgewicht: ausgeprägte Zitrus-Süße von der Blutorange, tropisches Gewicht von Mango und Passionsfrucht, eine dezente Säurelinie — und Bitterkeit als Hintergrundton, nicht als Leitthema. Im Glas zeigt sich das als volle, saftige Textur mit frischem Abgang.
Sarti Rosa trinkt sich pur auf Eis, als Spritz mit Prosecco und Soda (klassisch im Verhältnis 3:2:1) oder als Basis für Cocktails mit Zitrus-Ausrichtung. Serviertemperatur: gut gekühlt, ca. 6–8 °C. Der Aperitif passt zu leichten Vorspeisen, Antipasti, Bruschetta und salzigen Snacks — alles, was die Fruchtigkeit des Getränks als Kontrast braucht und nicht überdeckt.