Vom Pariser Pastis zur globalen Spirituosengruppe
Pernod Ricard entstand 1975 aus der Fusion zweier französischer Traditionsunternehmen: Pernod, dessen Geschichte bis ins Jahr 1805 zurückreicht, als Henri-Louis Pernod in Pontarlier die Absinthdestillerie Maison Pernod Fils gründete, und Ricard, das Paul Ricard 1932 in Marseille aufbaute und mit seinem Pastis-Rezept rasch zu Frankreichs beliebtestem Longdrink machte. Aus dieser Verbindung zweier starker Anisée-Marken wuchs, Jahrzehnt für Jahrzehnt, einer der größten Spirituosen- und Weinkonzerne der Welt. Der Aufbau des Portfolios folgte einem klaren Prinzip: durch gezielte Übernahmen etablierter Marken mit eigenem Charakter wachsen, statt generische Massenware zu produzieren. So kamen im Laufe der Jahre Marken wie Havana Club, The Glenlivet, Chivas Regal, Absolut Vodka, Jameson, Martell und Ballantine's zur Gruppe. Die deutsche Vertriebsgesellschaft, Pernod Ricard Deutschland GmbH mit Sitz in Köln, wurde 1989 gegründet und bündelt seitdem das gesamte Markenportfolio für den deutschen Markt.
Geselligkeit als Haltung — und Verantwortung als Rahmenbedingung
Pernod Ricard bezeichnet sich selbst als «Créateurs de Convivialité» — Schöpfer von Geselligkeit. Dahinter steckt mehr als ein Slogan: Der Konzern war 1990 Gründungsmitglied des European Forum for Responsible Drinking (EFRD) und unterzeichnete 2003 den United Nations Global Compact. Unter dem Nachhaltigkeitsprogramm «Good Times from a Good Place», das 2019 ins Leben gerufen und seither weiterentwickelt wurde, verfolgt die Gruppe bis 2030 konkrete Ziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette — von der Bewirtschaftung der Rohstoff-Terroirs über Kreislaufwirtschaft in der Produktion bis hin zu verantwortungsvollem Marketing. Dazu zählen Projekte zur Regenerativen Landwirtschaft in eigenen Weinbergen sowie Maßnahmen zur Reduzierung von Scope-1-, -2- und -3-Emissionen. In Deutschland trägt Pernod Ricard Deutschland mit rund 225 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Köln zu dieser Strategie bei und arbeitet aktiv mit Handelspartnern zusammen, um nachhaltige Standards im deutschen Getränkemarkt voranzutreiben.
Ein Sortiment, das Stile und Kulturen verbindet
Was Pernod Ricard Deutschland im Regal vom klassischen Importeur unterscheidet, ist die Breite und gleichzeitige Tiefe des Portfolios: Absolut Vodka — seit 1879 in Südschweden aus Winterweizen und Quellwasser produziert — steht neben dem blended Scotch Ballantine's Finest und dem bordelaiser Aperitif Lillet, der in Blanc und Rosé verfügbar ist und in der Médoc-Region aus Wein und Fruchtlikören komponiert wird. Mit Malfy Gin kommen drei klar profilierte italienische Gins hinzu: con Limone mit sizilianischen Zitronen, con Arancia mit Blutorange und con Amarena mit süditalienischer Sauerkirsche — alle geprägt von mediterraner Frucht und einer klar destillierten Wacholderstruktur. Dazu gesellen sich Klassiker wie Chivas Regal, Havana Club, Ramazzotti und die Champagnermarken Mumm und Perrier-Jouët. Ob Aperitif am Freitagabend, klassischer Highball oder konzentrierter Digestif: das Kölner Portfolio deckt nahezu jede Trinkgelegenheit mit einer Marke ab, die ihren eigenen handwerklichen Ursprung mitbringt.