Drei Generationen Bourdil am Südhang des Bergeracois
Château les Fontenelles liegt in Saint Julien d'Eymet, südlich von Bergerac und Monbazillac, mitten im Herzen der Dordogne. Vater und Großvater von Nicolas Bourdil bewirtschafteten die Hänge hier bereits, bevor Nicolas als dritte Generation das Ruder übernahm. 1999, nach Abschluss seiner Winzerausbildung und mit Unterstützung seiner Eltern, investierte er in einen eigenen Keller — ein Schritt, der das Gut spürbar veränderte. Ab dem Jahrgang 2000 begann Nicolas, den Charakter seines Terroirs gezielt herauszuarbeiten. Seitdem sind die Weine des Château les Fontenelles regelmäßig im Guide Hachette vertreten, zuletzt in den Ausgaben 2025 und 2026.
28 Hektar Coteaux, zwei Expositionen, ein klarer Ansatz
Das 28 Hektar große Weingut liegt auf den Südhängen von Saint Julien, ausgerichtet auf maximale Sonneneinstrahlung von Juli bis September. Das Terroir teilt sich in zwei klar unterschiedliche Parzellen: Ein ostseitiger Hang mit Kalksteinboden und steinigem Untergrund trägt die weißen Rebsorten — vor allem Sauvignon blanc und Sémillon. Der westseitige Hang, auf dem noch die Ruine einer alten Windmühle steht, besteht aus Ton und Kies und gibt den roten Sorten — Merlot, Cabernet franc, Cabernet sauvignon und Malbec — optimale Bedingungen für langsame, vollständige Reife. Die Bepflanzungsdichte variiert zwischen 3.300 und 5.000 Rebstöcken pro Hektar; Teile der Flächen sind begrünt, um Erosion zu reduzieren und die Vitalität der Reben zu steuern — eine Maßnahme, die direkt die Phenolreife, Farbe und Tanninstruktur der Trauben begünstigt.
Vinifiziert wird in einem der ältesten Gebäude des Guts: Unter freigelegten Holzbalken und weißen Steinwänden stehen thermoregulierte Edelstahltanks mit einer Gesamtkapazität von 270.000 Litern. Technik im Dienst des Terroirs — nicht umgekehrt.
Bergerac blanc und rouge: Rebsortenklarheit statt Bordeaux-Imitation
Die Weine der Familie Bourdil folgen einer Devise, die sich durch alle Jahrgänge zieht: Authentizität und Qualität. Der Bergerac Blanc Sec zeigt, was Sauvignon auf kalkigem Hang kann — ein ausgeprägtes Nez mit Buchsbaum und Zitrusfrüchten, Volumen am Gaumen, Aromen von weißen Früchten und Gewürzen, getragen von einer lebendigen Frischesäure im Abgang. Der Bergerac Rouge basiert auf Merlot als Hauptrebsorte, ergänzt durch Cabernet sauvignon und Malbec; er bringt reife rote Früchte, Substanz und Frische — im Stahltank ausgebaut, um das Fruchtprofil zu erhalten. Beide Weine wurden mehrfach mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen ausgezeichnet, auf Wettbewerben in Paris, Mâcon und Bergerac. Serviert werden sie am besten leicht gekühlt: der Blanc bei 10–12 °C, der Rouge bei 14–16 °C — zu Geflügel mit Kräutersauce, Ziegenkäse oder einem klassischen Périgord-Teller mit Confit und Walnüssen.