Von Don Antonios Feld in die Welt: Eine Familiengeschichte aus Abruzzo
Alles beginnt in den 1960er-Jahren auf einem Bauernhof in den Hügeln rund um Roccascalegna, einem kleinen Ort in der Provinz Chieti, etwa zwanzig Kilometer vom Adriatischen Meer entfernt. Antonio De Laurentiis – später von allen nur Don Antonio genannt – bewirtschaftet hier sein Land und kocht für seine Familie: Tomaten, Gemüse, Oliven werden zu haltbaren Köstlichkeiten verarbeitet, weil er immer nach neuen Wegen sucht, die Ernte in ihrer besten Form zu konservieren. Seine Frau Donna Antonia trägt die Gläser schließlich auf den Wochenmarkt von Roccascalegna und Chieti und in die Läden der Region – und bald kennt die ganze Gegend das Olivenöl und das eingelegte Gemüse der Familie. 1999 übernimmt Sohn Nicola den Betrieb, gemeinsam mit seiner Frau Paola sowie ihren beiden Söhnen Marco und Andrea. 2004 folgt der nächste Schritt: die Gründung der Produktlinie Don Antonio, benannt nach dem Patriarchen, als eigenständige Marke für den nationalen und internationalen Handel.
Handarbeit, kurze Wege, keine Kompromisse beim Rohstoff
Das Prinzip, das Don Antonio einst am Herd entwickelte, gilt bis heute: Erst ernten, wenn die Reife stimmt – dann sofort verarbeiten. Die Tomaten für die Passata werden von Hand gepflückt, im optimalen Moment des natürlichen Reifezyklus. Die Verarbeitungsmaschinen sind eigens so gewählt, dass sie kein Nickel abgeben; der Wasseranteil in der fertigen Passata bleibt bewusst niedrig, was Konsistenz und Aroma konzentriert. In die Antipasti-Linien fließt bis heute ein erheblicher Anteil manueller Arbeit – Maschinentakt wird dort eingesetzt, wo er Qualität nicht mindert, Handgriffe bleiben, wo sie Qualität sichern. Nachhaltigkeit ist dabei kein Marketingversprechen, sondern die logische Konsequenz aus dem Prinzip kurzer Erzeuger-Verarbeiter-Ketten: Rohware aus der eigenen Region, verarbeitet im eigenen Betrieb auf dem Hof bei Roccascalegna.
Die gesamte Don-Antonio-Saucenlinie ist vegan, glutenfrei und laktosefrei – eine Produktentscheidung, die auf die Reinheit der Zutaten setzt, nicht auf Weglassen: Wer gute Tomaten, regionales Pecorino, frisches Basilikum oder echte Trüffel einsetzt, braucht keine Füllstoffe.
Das Sortiment: Abruzzesische Küche in Gläsern und Dosen
Was Casina Rossa heute produziert, lässt sich als kondensierte Hausmannskost Abruzzos lesen: Passate di Pomodoro mit cremiger Textur und intensivem Tomatenaroma, gebrauchsfertige Sughi nach Familienrezept – von der klassischen Bolognese über Basilico e Pecorino bis zur Carbonara –, dazu Barbecue-Saucen und Ketchup, darunter Varianten mit schwarzem Trüffel aus der Region. Die Salsa bianca al tartufo und der Ketchup al tartufo stehen exemplarisch dafür, wie Casina Rossa lokale Abruzzo-Produkte in alltagstaugliche Küchenhilfen übersetzt. Spezialitätshändler in Australien, den USA, Japan, der Schweiz und quer durch Europa führen die Linie – was zeigt, dass abruzzesische Traditionsküche in Gläsern funktioniert, wenn die Rohware stimmt.