Vom Gin-Macher und Sommelier zur alkoholfreien Pioniermarke
Pierre Strydom und Stefan Coetzee kennen sich als Freunde und Unternehmer – und sie kennen Alkohol von beiden Seiten. Pierre arbeitete als zertifizierter Sommelier auf einem Kreuzfahrtschiff der Luxusklasse, verkostete sich durch die Weinkeller der Welt, bevor er an Land ging und einen Weinportfolio aufbaute. Stefan verbrachte Jahre in Weinkellern in Napa Valley und Südafrika, bevor er sich der aufblühenden südafrikanischen Craft-Gin-Szene zuwandte. Gemeinsam gründeten sie Bloedlemoen Gin und gelten als Schöpfer des weltweit ersten Blood-Orange-Gins – ein Aromaprofil, das danach viele andere Hersteller aufgriffen. 2020 folgte in Kapstadt der nächste Schritt: Abstinence Spirits, gegründet aus einer persönlichen Erfahrung heraus. Beide hatten längere Phasen ohne Alkohol hinter sich und vermissten dabei nicht den Rausch, sondern die Komplexität und das Ritual des Trinkens. Diese Lücke wollten sie schließen – mit etwas, das sie selbst stolz trinken würden.
Hydrodestillation, indigene Botanicals, null Kompromiss
Die Produktionsstätte liegt in Kapstadt, mit Blick auf den Tafelberg und das Cape Floral Kingdom – dem kleinsten, aber artenreichsten Florenreich der Erde, das über 9.000 Pflanzenarten beherbergt. Genau dort beginnt jede Flasche Abstinence: mit nachhaltig geernteten, indigenen Botanicals wie Buchu, Honeybush, Cassia, Fynbos oder Cape Rose Geranium. Verarbeitet werden sie in kleinen Batches per Hydrodestillation – einem schonenden Verfahren, das die flüchtigen Aromastoffe der Pflanzen besonders präzise einfängt, ohne Hitze die feinen Noten zu zerstören. Das Ergebnis sind Destillate ohne Alkohol, die trotzdem Struktur und Abgang mitbringen – kein Aromenextrakt, sondern echter Destillat-Charakter. Ein Teil der Erlöse fließt in Projekte zum Schutz der regionalen Biodiversität, die das Fundament dieser Produkte bildet.
Alkoholfrei mit Tiefe: White Spirits, Dark Spirits, Aperitifs und Spritzes
Das Sortiment von Abstinence gliedert sich in vier Kategorien: klare White Spirits als Gin-Alternativen, dunkle Spirits im Rum-Stil, bittersüße Aperitifs nach italienischem Vorbild und trinkfertige Spritzes. Der Cape Malt orientiert sich am Profil eines maltigen Dark Spirit mit rauchiger Note. Der Cape Spice arbeitet mit Vanilla, Honeybush und einer Schicht aus Tabakblatt, gebranntem Zucker und Allspice – warmwürzig, ohne Alkohol-Schärfe. Die Aperitifs bringen Bitterkeit, Körper und Kräutertiefe mit, vergleichbar einem Campari- oder Aperol-Stil, aber mit südafrikanischem Drehbuch: African Wormwood statt Wermut, Cinchona-Rinde statt synthetischem Bitter. Alle Produkte funktionieren pur über Eis, als Basis für alkoholfreie Cocktails oder als Aperitif-Moment vor dem Essen – für alle, die auf Alkohol verzichten wollen, aber nicht auf Geschmack.