
Schlossberg Grauburgunder GG

Schlossberg Grauburgunder GG
Der Schlossberg ist eine der prägendsten Steillagen im Kaiserstuhl — und dieser Grauburgunder zeigt, warum: kalkreiches Vulkangestein, alte Reben aus Selektion Massale, langer Ausbau. Das Ergebnis ist kein gefälliger Alltagswein, sondern ein GG mit echtem Rückgrat.
Franz Keller bewirtschaftet den Schlossberg seit Jahrzehnten mit dem Ziel, die genetische Vielfalt der alten Reben zu erhalten. Deshalb setzt das Weingut auf Selektion Massale statt Klon — jede Rebe ein Individuum, der Weinberg ein Mosaik. Zwölf Monate Ausbau im großen Holz, danach sechs Monate Reife auf der Vollhefe: Das gibt Textur, ohne den Wein zu überformen.
Im Glas zeigen sich reife Zitrusfrucht, ein Hauch Haselnuss und grüne, herbale Anklänge — Kräuter, vielleicht etwas Fenchel. Der Gaumen ist dicht und mit einem zarten Schmelz ausgestattet, der durch eine lebendige Säure gestützt wird. Der Abgang ist salzig, mineralisch und lang — ein klarer Fingerabdruck des Vulkanbodens.
Trinkempfehlung: Am besten bei 12–13 °C. Passt zu Kabeljau mit Buttersauce, Kalbsbries oder einem reifen Comté. Trinkfenster 2025–2032.

Franz Keller















