
Dernauer Pfarrwingert Spätburgunder GG

Dernauer Pfarrwingert Spätburgunder GG
Der Pfarrwingert in Dernau trägt seinen Namen aus gutem Grund: Die katholische Pfarrkirche ist bis heute Grundbesitzer dieses Flurstücks. Was nach Kirchengeschichte klingt, ist vor allem eine außergewöhnliche Lage.
Meyer-Näkel zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Adressen für Spätburgunder an der Ahr. Die Familie bewirtschaftet ihre Steillagen mit dem Fokus auf Terroir-Ausdruck — und der Pfarrwingert liefert dafür ideale Voraussetzungen: südliche Exposition, steile Hanglage und ein Boden aus Grauwacke, einem körnigen Trümmersediment mit Tonschieferfragmenten. Dieses Material erwärmt sich schnell, speichert Wärme und gibt dem Wein seine charakteristische Mineralik.
Im Glas zeigt der Spätburgunder dunkle Waldfrüchte — Brombeere, Schwarzkirsche — unterlegt von erdiger Mineralik, Blütenduft und einem Hauch Eukalyptus. Feine Teearomen und eine kühle Würze geben dem Wein Komplexität. Der Ausbau mit neuem Holz ist spürbar, drängt sich aber nicht auf: Die Eiche fügt sich ein, ohne die Frucht zu überlagern. Mittlerer bis voller Körper, seidiges Tannin, langer Abgang.
Trinktemperatur: 16–17 °C. Trinkfenster: jetzt bis 2030+. Passt zu Rehfilet mit Wildpreiselbeeren, geschmorter Lammschulter oder reifem Époisses.
















