Filter
23 Produkte
Über Kloster Eberbach
Neun Jahrhunderte Weinbau im Herzen des Rheingaus
Kloster Eberbach wurde 1136 als erste rechtsrheinische Tochter des burgundischen Mutterklosters Clairvaux gegründet. Die Zisterziensermönche brachten aus Burgund nicht nur ihre Ordensregel mit, sondern auch die Pinot-Noir-Rebe — im Rheingau als Spätburgunder kultiviert. Schon im Mittelalter erschlossen sie steile, zuvor brachliegende Hänge für den Weinbau und legten damit den Grundstein für einige der bedeutendsten Weinlagen Deutschlands. Bereits im 15. Jahrhundert galt Kloster Eberbach als größtes Weingut Deutschlands; die bewirtschafteten Flächen reichten vom Rheingau bis an die Nahe, den Mittelrhein und die Bergstraße.
Nach der Säkularisierung 1803 wechselte das Weingut zunächst in den Besitz des Herzogs von Nassau, dann in jenen des Königreichs Preußen. Seit 1945 gehört es dem Land Hessen. Heute firmiert es als Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach GmbH und ist Mitglied im VDP — Verband Deutscher Prädikatsweingüter. In den historischen Mauern des Klosters lagern Weinraritäten aus mehreren Jahrhunderten; die ältesten Flaschenbestände reichen bis ins Jahr 1706 zurück.
Naturnaher Weinbau zwischen Schiefersteillagen und mittelalterlichem Cabinetkeller
Das Weingut bewirtschaftet rund 200 Hektar Rebfläche, davon über 50 Hektar Steillagen, viele davon mit bis zu 65 % Hangneigung. In solchen Lagen wie dem Assmannshäuser Höllenberg oder dem Rüdesheimer Berg ist Maschineneinsatz kaum möglich — die Handlese bleibt Pflicht. Auf Insektizide wird vollständig verzichtet; extensive Begrünung, Steinhügel und gezielte Biodiversitätsmaßnahmen prägen die Weinbergspflege. Zugleich setzt das Weingut auf pilzwiderstandsfähige PIWI-Rebsorten, deren Pflanzenschutzbedarf um bis zu 80 % geringer ist als bei klassischen Sorten.
Im Keller steht schonende Verarbeitung im Vordergrund: sanftes Pressen, sorgfältige Vinifikation und — für die Spitzenweine — Reifung im historischen Cabinetkeller. Die Cabinetkeller in Assmannshausen und am Steinberg sind die Heimat der handgelesenen Topweine aus den besten Parzellen der Großen Lagen; hier entstehen sowohl trockene Ikonen als auch edelsüße Raritäten mit langem Reifepotenzial.
Riesling, Spätburgunder und die großen Lagen: Steinberg, Höllenberg, Marcobrunn
Die Leitrebsorte ist der Riesling, ergänzt durch Spätburgunder, Weißburgunder und Grauburgunder. Herzstück der Riesling-Domäne ist der Steinberg bei Hattenheim — seit 1239 Alleinbesitz des Klosters, von den Zisterziensern nach burgundischem Vorbild mit einer rund drei Kilometer langen Mauer eingefasst. Die Böden aus Taunus-Schiefer, Löss-Lehm und Quarzit prägen einen Riesling mit Dichte, Mineralität und langer Entwicklung. Im Kontrast dazu steht der Assmannshäuser Höllenberg: Steilhang in reiner Südlage, Boden aus violettem Phyllitschiefer, seit dem 19. Jahrhundert fast ausschließlich mit Spätburgunder bestockt. Hier entsteht ein Pinot Noir mit roter Frucht, fein strukturierter Säure und erheblichem Reifepotenzial — der Ausbau im traditionellen Holzfass ist Programm.
Das Sortiment reicht vom zugänglichen Gutswein bis zum Großen Gewächs aus dem Cabinetkeller: Der Rheingau Riesling trocken und der Riesling feinherb bilden den Einstieg, die Crescentia-Weine aus einzelnen Spitzenlagen die nächste Stufe, die VDP-Großen-Gewächse aus Lagen wie Höllenberg, Steinberg oder Erbach Marcobrunn die Spitze des Sortiments. Wer die Weine des Kloster Eberbach trinkt, hält fast 900 Jahre rheinischen Weinbau im Glas.
Eltville/Rheinkloster-eberbach.de
Ausgezeichnete Weine
Das sagen unsere Kunden
Sie "sprechen" durchgehend von einem Riesling 2017, den ich auch kaufen wollte, aber nach Ihrer Aussage nicht mehr vorrätig war. Ich war dann mit Jahrgang 2019 einverstanden und es wude der gleiche Preis wie der 2017 ener berechnet. Auch auf der Rechnung steht expliziet 2017. Das finde ich nicht korrekt. Die sonstige Abwicklung erfolgte zügig.
Häufige Fragen
Was zeichnet die Weine von Kloster Eberbach aus?
Welche Rebsorten baut Kloster Eberbach an?
Was bedeutet VDP Großes Gewächs bei Kloster Eberbach?
Wie unterscheidet sich ein feinherber Riesling von einem trockenen?
Zu welchen Gerichten passen die Riesling-Spätlesen aus dem Rheingau?
Wie lange kann man Weine von Kloster Eberbach lagern?

Kloster Eberbach –
Rheingauer Weingeschichte aus Steinberg und Rauenthaler Baiken
Kloster Eberbach zählt zu den bekanntesten Weingütern Deutschlands – nicht wegen seiner Größe, sondern wegen seiner Lage: mitten im Rheingau, in Eltville am Rhein, eingebettet zwischen Taunus und Rhein, umgeben von Lagen, die seit Jahrhunderten Riesling hervorbringen. Das Weingut bewirtschaftet 247 Hektar Rebfläche auf Quarzit-, Löss-Lehm-, Mergel- und Schieferverwitterungsböden – eine Vielfalt, die sich direkt im Glas zeigt.
Die Toplagen Steinberg und Rauenthaler Baiken stehen für das, was den Rheingau ausmacht: präzise Säure, mineralische Tiefe und eine Reifefähigkeit, die gute Rieslinge aus dieser Region auszeichnet. Neben Riesling baut das Weingut auch Spätburgunder an – ein Zeichen dafür, dass Kloster Eberbach nicht auf ein einziges Profil festgelegt ist, sondern das Potenzial seiner Böden ausschöpft.
Seit 1969 im Besitz des Landes Hessen und unter der Leitung von Dieter Greiner produziert das Weingut jährlich rund 1,9 Millionen Flaschen. Trotz dieser Menge bleibt der Fokus auf den klassischen Rheingauer Stil: lagentypisch, handwerklich ausgebaut, mit klarem Herkunftsbezug.




























