
Kloster Eberbach
Kloster Eberbach — Staatsweingut im Herzen des Rheingaus
Kloster Eberbach zählt zu den bedeutendsten Weingütern Deutschlands — nicht wegen seiner Größe, sondern wegen seiner Geschichte. Die Zisterziensermönche, die hier ab dem 12. Jahrhundert Weinbau betrieben, legten den Grundstein für eine Weinkultur, die bis heute das Bild des Rheingaus prägt. Seit 1969 wird das Gut im Auftrag des Landes Hessen geführt, heute unter der Leitung von Dieter Greiner.
Auf 247 Hektar Rebfläche rund um Eltville am Rhein wachsen vor allem Riesling und Spätburgunder — in Lagen, die zu den klassischsten des Rheingaus gehören. Der Steinberg, eine vollständig von Klostermauern umfriedete Einzellage, und der Rauenthaler Baiken stehen für mineralische Tiefe, die aus Quarzit, Löss-Lehm und Mergelböden entsteht. Diese Bodenvielfalt spiegelt sich in den Weinen wider: präzise Säurestruktur beim Riesling, Eleganz und Substanz beim Spätburgunder.
Mit rund 1,9 Millionen Flaschen pro Jahr ist Kloster Eberbach kein kleines Familienweingut — aber der Anspruch bleibt derselbe: Weine, die ihren Ursprung klar benennen. Wer Rheingau-Riesling in seiner klassischen Form kennenlernen möchte, findet hier einen verlässlichen Ausgangspunkt.

























