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Über Boschendal
Von Hugenotten-Pionieren zu einem der ältesten Weingüter Südafrikas
Die Geschichte von Boschendal beginnt 1685 im Drakenstein-Tal zwischen Franschhoek und Stellenbosch — dort, wo der Hugenotte Jean le Long nach seiner Flucht aus dem religiös verfolgten Frankreich vom niederländischen Kolonialverwalter Land zugeteilt bekam und die ersten Reben pflanzte. Der Name bedeutet auf Niederländisch schlicht „Wald und Tal" und beschreibt die Lage am Fuß des Simonsberg treffend. Ab 1715 übernahm die Hugenottenfamilie de Villiers das Gut und bewirtschaftete es für mehr als 160 Jahre; sie errichteten das Cape-Dutch-Herrenhaus, das heute als nationales Kulturerbe geschützt ist. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam Boschendal kurzzeitig in den Besitz des Bergbauunternehmers Cecil John Rhodes, bevor Anglo American Corporation das Anwesen in den späten 1960er-Jahren übernahm und Weinberge sowie Keller grundlegend erneuerte. Seit 1976 wird auf dem Gut wieder konsequent Weinbau betrieben.
Die Rebflächen erstrecken sich über sechs Kilometer entlang der Hänge des Groot Drakenstein bis zum Simonsberg und liegen auf Höhen zwischen 120 und 350 Metern. Diese Höhenspanne erlaubt es, verschiedene Rebsorten dort zu pflanzen, wo die jeweiligen Bedingungen — Boden, Exposition, Tagtemperaturen — am besten passen. Lehm- und Tukulu-Böden wechseln sich ab und prägen die Mineralstruktur der Weine nachhaltig.
Terroir-Denken, getrennter Keller, Nachhaltigkeit als Haltung
Boschendal versteht sich als terroirgetriebenes Gut: Die Lage im Weinberg entscheidet, welche Rebsorte wo gepflanzt wird, und jede Parzelle wird separat vinifiziert, bevor die besten Komponenten zum Wein assembliert werden. Im Keller arbeiten getrennte Teams für Rot- und Weißwein — ein bewusstes strukturelles Mittel, um die spezifische Expertise für jede Stilistik zu vertiefen. Präzises, kleinchargenweises Arbeiten, schonende Handlese und gezielter Fasseinsatz gehören zum erklärten Handwerk.
Nachhaltigkeit ist bei Boschendal kein Marketingbegriff, sondern durch externe Zertifizierungen belegt: Das Gut trägt das IPW-Siegel (Integrated Production of Wine), das internationale Umweltstandards für Anbau, Keller und Abfüllung vorschreibt, sowie die SIZA-Zertifizierung für ethisch nachhaltigen Handel. Als erstes Weingut weltweit erhielt Boschendal zudem das Green Key-Zertifikat für seine Unterkünfte — eine international anerkannte Auszeichnung der Foundation for Environmental Education für vorbildliches nachhaltiges Wirtschaften. Das Ziel: Südafrikas außergewöhnliche Biodiversität erhalten und die Menschen, die auf dem Gut arbeiten, dauerhaft stärken.
Ein Sortiment zwischen Kap-Klassik und regionaler Tiefe
Das Boschendal-Sortiment spiegelt die Bandbreite des Western Cape wider. Die 1685 Collection — benannt nach dem Gründungsjahr — umfasst die meistverkauften Stilistiken des Hauses: Sauvignon Blanc und Chardonnay für frische, fruchtbetonte Weißweine, Chenin Blanc als südafrikanische Spezialität mit stoffiger Textur, dazu Pinotage und Shiraz als Rotweine mit warmer Würze und reifem Fruchtbild. Wer mehr regionale Präzision sucht, findet sie im Elgin Pinot Noir: Trauben aus dem kühlen Elgin-Tal, das durch Meeresluft und langsame Reife für feine Tannine und straffe Säure bekannt ist. Den Brut MCC — einen nach der traditionellen Methode hergestellten Schaumwein — rundet das Angebot nach oben ab. Insgesamt lässt sich bei Boschendal gut ablesen, was Südafrikas Weinlandschaft kann: fruchtstarke, zugängliche Weine ohne Schwere, mit dem klaren Bezug zu Lage und Handwerk, das seit über 340 Jahren auf diesem Anwesen gepflegt wird.
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Ausgezeichnete Weine
Das sagen unsere Kunden
Boschendal Chardonnay ist der Lieblingswein meiner Frau, ein kräftiger Wein mit dezentem Eichengeschmack, ein wirklich guter Chardonnay

Boschendal —
Wald, Tal und 350 Jahre Weingeschichte in Franschhoek
Boschendal gehört zu den ältesten Weingütern Südafrikas: 1685 legte Jean Le Long den Grundstein für ein Gut, dessen Name — „Wald und Tal" — die Landschaft rund 60 Kilometer östlich von Kapstadt bis heute treffend beschreibt. Die Weinberge erstrecken sich auf Höhen zwischen 120 und 350 Metern, was dem Team erlaubt, jede Rebsorte dort anzupflanzen, wo Klima und Exposition am besten passen.
Die Böden in Franschhoek prägen den Stil der Weine entscheidend: Lehmböden speichern Feuchtigkeit und geben den Weinen Struktur, die charakteristischen Tukuliböden — ein verwittertes Granitgestein — fördern Mineralität und Frische. Auf insgesamt 350 Hektar wachsen sowohl weiße als auch rote Sorten, aus denen Boschendal klassisch ausgebaute Stillweine ebenso wie Sekte keltert.
Mit einer Jahresproduktion von rund 2,88 Millionen Flaschen ist Boschendal kein kleines Familiengut — doch die Kellerarbeit bleibt präzise und sortenorientiert. Wer südafrikanische Weinkultur mit historischer Tiefe sucht, findet hier eine der verlässlichsten Adressen des Kaps.




























