
Freinsheimer Oschelkopf Gewürztraminer Spätlese

Freinsheimer Oschelkopf Gewürztraminer Spätlese
Gewürztraminer aus der Pfalz hat einen Ruf — schwer, parfümiert, süßlich. Der Freinsheimer Oschelkopf von Kirchner zeigt eine andere Seite der Rebsorte.
Die Lage Oschelkopf liegt in Freinsheim, einem der ältesten Weinorte der Pfalz. Kirchner bewirtschaftet hier Parzellen, die dem Gewürztraminer die nötige Spannung geben: Der Wein trägt das QmP-Prädikat Spätlese — die Trauben wurden spät gelesen, die Fruchtsüße ist bewusst eingesetzt, nicht dominant.
Im Glas öffnet sich ein Aromenspiel aus Rosenblüten, Geißblatt und reifer Quitte. Darunter liegt etwas Unerwartetes: ein erdiger Zug nach weißen Champignons und Sellerie, ein Hauch Lavendel. Am Gaumen saftig und dicht, mit feinem Schmelz und gut integrierter Restsüße — keine klebrige Schwere, sondern eine lebendige Fruchtlinie. Im Abgang übernimmt die Kräuterwürze, leicht herb, mit anhaltenden Blüten- und Fruchtakzenten.
Trinkempfehlung: Leicht gekühlt bei 10–12 °C. Passt zu asiatischen Gerichten mit Lemongrass oder Ingwer, zu mildem Blauschimmelkäse oder zu einem würzigen Kürbisrisotto. Wer ihn solo trinkt: ein Abend auf der Terrasse im Spätsommer.

Kirchner








